Zwei Filmuni-Produktionen unter den 12 nominierten Filmen für den Deutschen Kurzfilmpreis 2018 – Verleihung am 28. November in Potsdam

Als Format mit besonderen künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten gewinnt der Kurzfilm gerade auch durch die digitalen Verbreitungsmöglichkeiten immer mehr an Bedeutung, Markus Kauffmann von der Wiener Zeitung bezeichnete ihn gar als „Innovator der Bildmedien.“ „Kurzfilme zeichnen sich durch eine eigene Dramaturgie und Atmosphäre aus, die aus der erzählerischen, ästhetischen wie auch der technischen Kraft dieses Mediums resultieren. Mit dem Deutschen Kurzfilmpreis wollen wir diesem künstlerisch anspruchsvollen Format die Anerkennung zukommen lassen, die es verdient.“, so die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters. Jährlich zeichnet sie daher herausragende künstlerische Leistungen bei der Produktion von Kurzfilmen aus. Mit „Rå“  und „Nach dem Fest“ haben es 2018 gleich zwei Produktionen der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF unter die Nominierten für die renommierte Auszeichnung geschafft, die am 28. November in der Potsdamer Waschhaus Arena verliehen wird.

 ist ein Film über das Erwachsenwerden und die Erkenntnis, wie schwer es ist, als Frau in einer Männergemeinschaft mit tradierten Hierarchien seinen Platz zu finden.  Sophia Bösch, Studentin im Master Spielfilmregie an der Filmuniversität Babelsberg, erzählt die Geschichte der 16-jährigen Linn (Sofia Aspholm), die unbedingt in die Gemeinschaft der Jäger um ihren Vater aufgenommen werden möchte. Sie kennt die Jagd und ihre Gesetze, doch in der Gruppe der Jäger muss sie sich erst beweisen. Der Gang in die Wildnis erweist sich als ihre eigentliche Prüfung.

Nach dem Fest von Regie-Student Hannes Schilling, der für den Film auch das Drehbuch verfasst hat, entführt uns in die Welt zweier Obdachloser. Um der Einsamkeit des rauen Straßenlebens zu entkommen, bedrängt der Obdachlose Andi seine Bekannte Sandra. Zwischen verhaltener Zärtlichkeit und unterschwelliger Gewalt beginnt ein stetiges Ringen um Nähe und Distanz. Ein beispielloser Versuch, dem alltäglichen Elend des rauen Straßenlebens zu entkommen.

Die Verleihung des Deutschen Kurzfilmpreises wird im jährlichen Wechsel in Patenschaft mit einer Filmhochschule durchgeführt, als „Würdigung und Anerkennung der erfolgreichen Arbeit der Hochschulen als Ausbildungsstätten kreativen Filmschaffens“. Wir freuen uns besonders, dass in diesem Jahr erneut die Filmuniversität an der Reihe ist, das Gala-Event nach Potsdam zu holen, einen in Deutschland einzigartigen Film-, Kreativ- und Wissenschaftsstandort.

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