“ZDFzeit” über Krisenmanagement in Europas Königshäusern

Die royale Familie von Großbritannien auf dem Balkon des Buckingham Palastes.
Copyright: ZDF/Getty Images/Chris Jackson

Allen Krisen und Skandalen zum Trotz sind die europäischen Königsfamilien so beliebt wie selten zuvor. So freuen sich in diesen Wochen viele Menschen auf die royale Hochzeit am 19. Mai 2018 in London: Prinz Harry heiratet die amerikanische Schauspielerin Meghan Markle. Doch wieso ist das “Modell Monarchie” eigentlich so erfolgreich? Dieser Frage geht am Dienstag, 24. April 2018, 20.15 Uhr, die “ZDFzeit”-Dokumentation “Kronen, Krisen und Skandale” nach. Sie beleuchtet “Die Überlebensstrategien der Royals” anhand der Königshäuser von England, Schweden und Spanien.

Das 20. Jahrhundert bedeutete für viele europäische Monarchien das Aus. Die Königshäuser in England, Schweden und Spanien haben dagegen schwere Krisen überstanden. In England sitzt die Queen seit 1952 auf dem Thron. Als 1997 Prinzessin Diana starb, geriet die Monarchie in eine schwierige Situation. 1973 starb in Schweden der hoch angesehene König Gustav VI. Adolf – und das liberale Land diskutierte über das Ende der Monarchie, da ein junger und weitgehend unerfahrener “Playboy” den Thron besteigen sollte: Doch Carl Gustafs Heirat mit Silvia Sommerlath änderte die Stimmung in der Bevölkerung. In Spanien gelangte 1975 Juan Carlos auf den Thron – in der Nachfolge des Diktators Franco. Der junge König unterstützte den demokratischen Prozess in seinem Land und gewann so viele Sympathien im Volk. Doch auch er drohte die Monarchie in seinem Land aufs Spiel zu setzen: Affären und Skandale verschlechterten die Umfragewerte. In Spanien half nur der Rücktritt: Felipe und Letizia übernahmen.

So gelten Kinder als einer der besten Überlebenstricks der Monarchien. Eine junge Generation führt mit neuen Ideen das jeweilige Königshaus in die Moderne. Dabei muss gelegentlich mit Traditionen gebrochen werden. Dies gilt auch für die royale Traumhochzeit dieses Jahres: Eine geschiedene US-Schauspielerin wird Teil der Royal Family und bringt frischen Wind in das britische Königshaus.

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