ZDF-“37°”-Doku über Menschen, denen ein Job nicht zum Leben reicht

Im Jahr 2017 registrierte die Bundesagentur für Arbeit in Deutschland über drei Millionen Mehrfachbeschäftigte. Die “37°”-Dokumentation “Arm trotz Arbeit – Wenn ein Job nicht reicht” begleitet am Dienstag, 11. September 2018, 22.15 Uhr, sogenannte “Erwerbsarme” in ihrem Alltag.

Manuela und Tahsin haben zwei gemeinsame Söhne und mehrere Jobs. Tagsüber arbeitet Tahsin als Staplerfahrer, abends fährt er Pizza aus. Der 42-Jährige ist gelernte Fachkraft für Metalltechnik, findet jedoch in diesem Beruf keine Festanstellung. Manuela kümmert sich um die zwei kleinen Kinder und hat zwei Putzstellen. Da beide im Niedriglohnsektor arbeiten, bleiben der Familie trotz der vielen Jobs nur 300 Euro im Monat zum Leben. Manuela versucht zu sparen, wo sie nur kann. Trotzdem: “Dafür, dass wir so viel arbeiten, sind wir arm”, sagt sie.

Monika musste sich nach ihrer Scheidung beruflich neu orientieren. Die 58-Jährige füllt eine befristete Teilzeitstelle mit verschiedenen Jobs auf. Trotz guter Ausbildung, mehrerer Qualifikationen und vieler Bewerbungen findet sie keine Festanstellung. Für Monika ist klar: “Bei mir ist einfach das Alter das Problem.” Ihr 63-jähriger Partner Horst teilt Monikas Multijobber-Dasein, und auch er hat Angst vor Altersarmut.

Sabine ist alleinerziehende Mutter eines elfjährigen Sohnes und hat zwei Jobs. Neben einer vollen Stelle bei der Stadt Essen hat die 41-Jährige einen Minijob, den sie am Wochenende macht. Viel freie Zeit bleibt Mutter und Sohn nicht. Das schlechte Gewissen ist deshalb Sabines ständiger Begleiter. Doch sie sagt: “Ich mach’ das, damit mein Sohn nicht das Gefühl hat, dass wir am Limit leben.”

https://zdf.de/dokumentation/37-grad

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