Woidke heute bei der Dialogveranstaltung „Zukunftsinitiative Handwerk“ in Caputh

Erfolgsbonus für bestandene Meisterausbildung – Woidke: „Handwerk weiter stärken“

 

Ministerpräsident Dietmar Woidke hat heute einen Erfolgsbonus für das Bestehen der Meisterausbildung im Handwerk angekündigt. Woidke sagte heute bei der Dialogveranstaltung „Zukunftsinitiative Handwerk“ in Caputh: „Künftig werden Absolventinnen und Absolventen, die ihren Meister erfolgreich bestanden haben, einmalig 1.500 Euro erhalten. Nach der Meistergründungsprämie macht die Landesregierung mit dem Meisterbonus einen weiteren wichtigen Schritt, um die Weiterbildung im Bereich Handwerk zu stärken.“

 

Woidke machte deutlich: „Wenn wir den Erfolgsweg des märkischen Handwerks fortsetzen wollen, dann braucht es zusätzliche Anreize. Außerdem müssen Ausbildungsvergütungen und -bedingungen verbessert werden, um wieder mehr junge Leute an das Handwerk zu binden.“

Wirtschaftsstaatssekretär Hendrik Fischer sagte: „Mit dem Meisterbonus wollen wir die Leistungen der jungen Meisterinnen und Meister würdigen. Denn neben Familie und Beruf noch den Meister zu machen, ist  eine erhebliche Kraftanstrengung, die viel Durchhaltever­mögen voraussetzt.“

Zwar seien zum Beispiel im 2016 verabschiedeten Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz die Zuschüsse zu Prüfungs- und Lehrgangsgebühren sowie die Möglichkeiten zur Unterstützung zum Lebensunterhalt zusätzlich erweitert worden, fügte Fischer  hinzu. Dennoch müssten die Ausbildungswilligen einen erheblichen Teil der mit der Qualifizierung einhergehenden Kosten weiterhin selbst tragen, so Fischer.

Der Ministerpräsident appellierte darüber hinaus an alle Handwerksbetriebe in Brandenburg, wieder mehr auszubilden. Aktuell hätten lediglich 8,3 Prozent der Handwerksbetriebe einen Lehrling. Dabei ist laut Woidke völlig unbestritten: „Die beste Versicherung gegen den drohenden und vielfach spürbaren Fachkräftemangel ist die Investition in den eigenen Nachwuchs.“ Ihm sei dabei bewusst, dass viele Betriebe um Auszubildende werben, in manchen Regionen jedoch zu wenig Nachwuchs zur Verfügung stünde.

 

Zudem müsse das Handwerk auch offen sein für neue Entwicklungen, ergänzte Staatssekretär Fischer. Im Zeitalter von 3-D-Druckern, Foto-Drohnen und Laser-Messgeräten müssen auch Handwerker digitale Anwendungen nutzen. Damit können die Firmen nicht nur qualitativ noch hochwertigere Leistungen abliefern, sondern auch noch effizienter arbeiten“, sagte Fischer. Ihm sei bewusst, dass es gerade kleinen Betrieben schwer falle, Innovationen in Angriff zu nehmen. Deshalb unterstütze das Wirtschaftsministerium die Unternehmen bei Modernisierung und Digitalisierung nach Kräften.

Das Handwerk gehört mit seinen rund 39.000 Betrieben und über 150.000 Beschäftigten zu den wichtigsten wirtschaftlichen Säulen Brandenburgs. Es gibt 130 anerkannte Handwerksberufe.

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