„Weltspiegel” – Auslandskorrespondenten berichten – Am Sonntag, 9. September 2018, 19:20 Uhr vom SWR im Ersten

Geplante Themen:

Syrien: Vor dem Sturm auf Idlib
Der Sturm auf die letzte verbliebene Region in Syrien, die nicht von der Regierung kontrolliert wird, steht wohl unmittelbar bevor. Idlib, dorthin zogen sich die Rebellen aus Homs, Aleppo und aus Ost-Ghouta zurück. Alle Kriegsparteien einigten sich darauf, dass Idlib nicht angegriffen werden sollte. Mittlerweile leben dort rund drei Millionen Menschen, unter ihnen sollen 70000 Bewaffnete der unterschiedlichsten Ausrichtungen sein. Eingeschlossen. Die syrische Regierung will zusammen mit russischer und iranischer Unterstützung die Kontrolle in der Region übernehmen. UN-Generalsekretär António Guterres ruft die Kriegsparteien zur Mäßigung auf, fordert humanitäre Korridore. Wie leben die Menschen in Idlib kurz vor dem Sturm auf die Region? (Daniel Hechler und Alexander Stenzel, ARD Studio Kairo)

Nicaragua: Die verratene Revolution
Einst war Präsident Daniel Ortega der Hoffnungsträger der sandinistischen Revolution, doch jetzt lässt er auf das Brutalste seine Gegner verfolgen. Seit Wochen ist das Land im Ausnahmezustand. Angefangen hatte es, weil Bürger gegen die geplanten Sozialreformen protestierten. Seitdem herrschen staatliche Gewalt und Terror in Nicaragua. (Xenia Böttcher, ARD Studio Mexiko)

Kanada: Ein Dorf soll dichtgemacht werden
71 Einwohner hat der Ort Little Bay Island. Ein teurer Ort aus Sicht der Regierung von Neufundland. Denn die ist von Gesetzes wegen verpflichtet, für die wenigen Menschen das Straßennetz sowie die Strom- und Wasserversorgung zu unterhalten. Deshalb versucht die Regierung, die Bewohner solcher Kleinstdörfer umzustimmen. Sie sollen ihr kleines Idyll gegen ein Haus in einem größeren Ort eintauschen. Eine Geldprämie soll helfen, doch nicht alle wollen ihren Ort aufgeben. (Christiane Meier, ARD Studio New York)

Österreich: Gnadenhof für Versuchsaffen
Ein Leben lang wurden die Schimpansen in Pharma-Laboratorien gequält, eingepfercht in kleinen Käfigen, das Tageslicht sahen sie nicht. Weil eine Initiative das Geld dafür bereitstellt, dürfen sie jetzt in Würde ihre letzten Jahre verbringen. (Michael Mandlik, ARD Studio Wien 2)

Ruanda: Starke Frauen
In keinem anderen Land der Welt sitzen so viele Frauen im Parlament wie in Ruanda. Deutlich mehr als 60 Prozent. Männermangel nach dem Genozid ist ein Grund dafür, aber nicht der einzige. Das kleine afrikanische Land fördert Frauen und sie übernehmen Verantwortung in allen Bereichen der Gesellschaft. (Sabine Bohland, ARD Studio Nairobi)

Chile: Belastete Haselnüsse
Eines der weltweit wichtigsten Haselnuss-Anbaugebiete liegt in Chile. In dem südamerikanischen Land boomt der Anbau seit Jahren – vor allem für Nutella und andere Nussnougat-Cremes, die in Europa verkauft werden. Dass diese Haselnüsse aber mit Spritzmitteln behandelt werden, die in der EU schon lange verboten sind, ist nur wenigen bekannt. Zum Beispiel das Herbizid Paraquat, giftig für Menschen, und trotzdem wird es in Chile weitflächig eingesetzt. Denn die Umweltgesetzgebung in Chile hat nicht in erster Linie den Verbraucherschutz im Auge, sagen Kritiker, sondern die Interessen der Großbauern. (Matthias Ebert, ARD Studio Rio de Janeiro)

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