Weltkriegsbombe auf früherem Tram-Depot wird am Mittwoch entschärft

Sperrkreis am Mittwoch ab 8:30 Uhr geschlossen / Autoverkehr wird von
der Heinrich-Mann-Allee über Horstweg und Nuthestraße umgeleitet

Am Mittwoch, 10. Oktober, kommt es aufgrund einer Bombenentschärfung in
Potsdam zu zahlreichen Einschränkungen. Ab 8:30 Uhr wird der Sperrkreis
zwischen Friedrich-List-Straße, Nuthestraße, Horstweg, Waldstraße,
Albert-Einstein-Straße und Hauptbahnhof geschlossen, etwa 3000
Bewohnerinnen und Bewohner müssen bis dahin den Bereich verlassen. Im
Sperrgebiet befinden sich unter anderem das Viertel Am Brunnen, die
Kolonie Daheim, die Staatskanzlei Brandenburg sowie mehrere Ministerien,
Landesämter, die Bundespolizei, zwei Pflegeheime, eine Einrichtung des
betreuten Wohnens, das Humboldt-Gymnasium, der Alte und Neue Friedhof
und die beiden Kindertagesstätten „Nuthewinkel“ und „Potsdam-Kids“.

Grund für die Sperrungen ist eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe
US-Amerikanischer Herkunft aus dem Zweiten Weltkrieg, die in der
Vorwoche auf dem Gelände des ehemaligen Tram-Depots in der
Heinrich-Mann-Allee gefunden wurde. Am Mittwoch, 10. Oktober, soll der
Blindgänger durch Sprengmeister Mike Schwitzke vom
Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg entschärft werden.
Um den Fundort wird ein Sperrkreis von rund 800 Metern eingerichtet.
Aktuelle Infos zu Sperrungen und der Entschärfung erhalten Sie am
Mittwoch auf www.potsdam.de und auf Twitter www.twitter.de/lh_potsdam.

Sowohl die Nuthestraße als auch der Horstweg und die
Friedrich-List-Straße bleiben für den Fahrzeugverkehr geöffnet. Mit
starken Einschränkungen ist allerdings im Bereich Heinrich-Mann-Allee zu
rechnen. Da die B2 in Höhe Nesselgrundbrücke gesperrt ist und die
Umleitung ins Potsdamer Zentrum über Saarmund, Bergholz-Rehbrücke und
Heinrich-Mann-Allee ausgeschildert ist, kommt es am Mittwoch ab 8:30 Uhr
aufgrund der Sperrung der Heinrich-Mann-Allee zwischen Hauptbahnhof und
Horstweg zu weiteren Einschränkungen auf den Straßen. Der Verkehr wird
von der Heinrich-Mann-Allee über den Horstweg auf die Nuthestraße
umgeleitet. Es wird empfohlen, das Gebiet weiträumig zu umfahren.

Von den Sperrungen betroffen sind die Straßenbahnlinien 91, 92, 93, 96
und 98 ab Potsdam Hauptbahnhof in Richtung Süden sowie die Buslinien
690, X1, 601, 611, 619 und 750. Ab 8:30 Uhr fahren diese Linien vom
Hauptbahnhof ohne Halt durch bis zum nächsten Haltepunkt außerhalb des
Sperrkreises. Die Bahnen fahren also ab 8:30 Uhr ohne Stopp zwischen
Hauptbahnhof und Waldstraße/Horstweg. Sobald der Sperrkreis abgesichert
ist und der Sprengmeister mit der Entschärfung beginnt, wird der Verkehr
auf den Linien komplett unterbrochen. Die Vollsperrungen gelten bis zur
offiziellen Entwarnung.

Einschränkungen gibt es auch im Regionalverkehr und bei der S-Bahn.
Sowohl der Hauptbahnhof als auch der Bahnhof Babelsberg liegen außerhalb
des Sperrkreises und sind frei zugänglich. Ein Teil der Gleisanlagen
befindet sich jedoch im Sperrkreis, sodass während der Entschärfung
zwischen S-Bahnhof Babelsberg und Hauptbahnhof keine S-Bahnen und keine
Regionalbahnen fahren. Die S-Bahnen starten und enden während der
Entschärfung am
S-Bahnhof Babelsberg, der Regionalverkehr wird über Potsdam-Golm und
Berlin-Spandau umgeleitet.

Etwa 300 Helferinnen und Helfer, unter anderem von der Landeshauptstadt
Potsdam, der Berufsfeuerwehr, freiwilligen Feuerwehren, Bundespolizei
und Polizei sind am Mittwoch im Einsatz, um den Sperrkreis zu räumen und
abzusichern. Informationen rund um die Entschärfung und den Sperrkreis
erteilen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landeshauptstadt ab
Montag unter der Nummer (0331) 289 1677 oder unter der (0331)
289 1642. Personen, die nicht selbstständig den Sperrkreis verlassen
können, melden sich bitte frühzeitig bei der Potsdamer Feuerwehr
unter (0331) 370 1216, um einen Transport für Mittwoch zu bestellen.

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