Vogelzug-Saison in Brandenburg beginnt

Die „Großen Grauen “ sammeln sich / beste Beobachtungsplätze in NABU-Broschüre / Vogelfreunde können bei Zählungen helfen 

Potsdam − Nach der heimlichen Zeit der Brut und Jungenaufzucht sind sie wieder aufgetaucht – die grauen Kraniche. Und lassen von sich hören – kraftvoll und unverkennbar. Wie jedes Jahr sammeln sich die großen Vögel vor ihrem Abflug ins Winterquartier in Gegenden, wo sie genügend Nahrung und einen passenden Schlafplatz in der Nähe finden.
Insbesondere auf abgeernteten Mais- und Getreideäckern sind dann Junggesellen und Kranichfamilien, der Brutbestand beträgt zur Zeit ca. 2.750 Paare, mit ihrem bei uns in Brandenburg aufgezogenen Nachwuchs in großer Zahl zu sehen. Sie tanken dort Energie und fressen sich für den bevorstehenden Zug in den Süden Fettreserven an. Besonders beeindruckend ist aber ihr allabendlicher Flug zu den Schlafplätzen. Diese befinden sich in den Flachwasserzonen der Gewässer. 

Hinzu kommen jetzt bereits die ersten Kraniche aus den nördlichen und östlichen Brutgebieten, die auf ihrem Zug in den Süden in Brandenburg rasten. In Linum sollen es aktuell bereits mehr als 10.000 Kraniche sein, die sich dort sammeln. Der Höhepunkt des Zuggeschehens wird für Mitte Oktober erwartet. 

Auch große Ansammlungen von Graugänsen könne man bereits beobachten, so Franco Ehlert, NABU-Ornithologe aus Märkisch-Oderland. 5.000 – 7.000 hätte er am vergangenen Wochenende bereits an den Altfriedländer Teichen gesehen. Hinzu kämen später noch Tausende der nordischen Saat- und Blässgänse.  

„An ihren Sammelplätzen brauchen die Zugvögel dann vor allem ungestörte Ruhe. Besucher sollten die Tiere nur aus respektvoller Entfernung beobachten. Es ist daher jedem zu empfehlen, ein Fernglas einzupacken.“, so der versierte Vogelbeobachter. „Für Laien ist es am besten, sich einer der zahlreichen vogelkundlichen Exkursionen der Naturwacht oder der Naturschutzverbände anzuschließen, denn die Experten haben auch die kleineren Zugvögel wie zum Beispiel Kiebitze, Kampfläufer und Bekassinen im Blick, die der Anfänger schnell übersehen kann.“ 

Die ehrenamtlichen Kranichschützer bereiten sich momentan auf die kommenden Zählungen vor, die an deutschlandweit abgestimmten Tagen stattfinden. Gern können interessierte Vogelfreunde dabei helfen. Wer mitmachen möchte, sollte mit der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Kranichschutz beim NABU Kontakt aufnehmen auf (nördliches Brandenburg jana.albrecht@kraniche.de / südliches Brandenburg ralf.donat@Kraniche.de

Nachlesen: 
Die besten Vogel-Beobachtungsplätze hat der NABU in der Broschüre „Kraniche in Brandenburg“ aufgeführt. 
Sie ist für 4 Euro plus Versandkosten beim NABU Brandenburg zu bestellen (Tel.: 0331 2015570 oder E-Mail:info@NABU-Brandenburg.de). Neben Informationen zu Vorkommen, Lebensweise und Bestand, enthält die Broschüre auch Informationen zu den besten Beobachtungsplätzen in Brandenburg (mit GPS Koordinaten). 

Für Rückfragen der Presse: Franco Ehlert, NABU-Ornithologe und einer der Srrecher der LAG Kranichschutz, Tel: 0173 9011115 

Aktuelles Zuggeschehen: 
https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/artenschutz/kranich/14589.html 

Exkursionen 
findet man in der NABU-Termindatenbank: 
https://brandenburg.nabu.de/natur-und-landschaft/natur-erleben/termine/ 

oder: 
Im Natur-Erlebniszentrum Wanninchen können ebenfalls tausende Kraniche unter fachkundiger Anleitung beobachtet werden. Neben dem abendlichen Kranicheinflug am Schlabendorfer See, welcher bis Ende Oktober jeweils Donnerstag bis Sonntag begleitet wird, gibt es Kranich-Safaris und Exkursionen. Informationen erhalten Sie unter www.Sielmann-stiftung.de 

oder 

Ranger-Erlebnistouren der Naturwacht Brandenburg 
https://www.naturschutzfonds.de/natur-erleben/veranstaltungskalender/ 

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