Verkehrsfreigabe der Landesstraße 11 bei Breese – Hochwasserschutz, Ortsumgehung und Radweg gemeinsam umgesetzt

Ministerpräsident Dietmar Woidke übergab am Donnerstag den vorletzten Teilabschnitt der Deichanlagen, die den Ort Breese vor Fluten schützen werden. „Wir können dem Hochwasser jetzt mit größerer Gelassenheit entgegensehen“, sagte er im Beisein vieler Anwohner, der bauausführenden Firmen und von Vertretern von Politik und Wirtschaft. Mit der Verkehrsfreigabe der Landesstraße 11 in diesem Abschnitt wurde zugleich die neue Ortsumgehung Breese eingeweiht, denn ein Abschnitt der Straße verläuft auf der Krone dieses Dammes. Bislang rollten sämtliche Lkw von und zum Wittenberger Hafen durch die Ortslagen Weisen und Breese. Die Straße ist so für die Anbindung des Industriegebietes Süd in Wittenberge mit der B 189 und später der A 14 von großer Bedeutung.

Woidke erinnerte daran, dass der Neubau der L11 viel Kraft gekostet habe. In dieses kombinierte Deich- und Straßenbauprojekt waren zwei Ministerien sowie eine aufwändige und teure Kampfmittelbeseitigung involviert.

Breeses Bürgermeister Werner Steiner sah in der Straßenübergabe ein Jahrhundertereignis für sein Dorf, anknüpfend an die Jahrhundert-Hochwasser. Breese sei nun „zum größten Teil hochwassersicher“, sagte er. Steiner lobte die gute Zusammenarbeit mit den beiden Ministerien.

Die Verkehrsfreigabe der L 11 wertete Oliver Hermann als Erfolg für die gesamte Region. Das Wittenberger Stadtoberhaupt verwies darauf, dass diese Straße zur Anbindung des Elbporte als wichtiges Schlüsselprojekt des Regionalen Wirtschaftskerns Prignitz unterstützt wurde. Zur gut funktionierenden Infrastruktur gehört die A 14, mahnte er an. „Die Planungsunterlagen zwischen Bentwisch und Karstädt müssen jetzt in die Auslegung“, wandte er sich an den Regierungschef.

Ursprünglich war der 2,5 km lange und 15,3 Millionen teure Bauabschnitt der L11 ohne Radweg angedacht worden. Breese und Wittenberge mussten sich finanziell einbringen, damit er seine Berücksichtigung fand.

Die Fertigstellung der insgesamt 4,5 Kilometer langen Hochwasserschutzanlagen für Breese ist bis 2020 geplant.

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.