Termine der FH Potsdam (KW 45)

Nachklang

Erinnerungsrunde: 40 Jahre Frauen in der Schutzpolizei (Berlin-West)

Am 8. November berichteten Zeitzeugen über das Pilotprojekt zur vollständigen Integration von Frauen in die Berliner Schutzpolizei.


Bei der Berliner Schutzpolizei wurden auf Anordnung der Alliierten Kommandantur Berlin bereits 1946 Frauen aufgenommen. Anfangs wurden diese zum Posten und Streifendienst, zu Schwarzmarkt- und Gesundheitsrazzien sowie später zur Überwachung von Kinderspielplätzen und Schulwegen herangezogen. Im Straßenaufsichtsdienst wurden diese Frauen aber auf Grund ihrer (damals angenommenen) körperlichen Konstitution sowie der Tatsache, dass sie ohne Waffen und nur am Tage Dienst versehen konnten, nicht eingesetzt. Der Einsatz im Funkwageneinzeldienst oder bei der Bereitschaftspolizei war damit ausschließlich männlichen Beamten vorbehalten.

 

Anfang der 70er Jahre wurde, ausgelöst durch die Frauenbewegung und einen sich abzeichnenden Mangel an männlichen Bewerbern, die Diskussion geführt, Frauen voll in den Schutzpolizeidienst bei der Berliner Polizei (West) zu integrieren. Im Herbst 1978 startete schließlich der ersten Probelauf. Hierzu wurden zehn ehemalige Polizeiangestellte für den Sicherheits- und Ordnungsdienst in die 2,5-jährige Ausbildung zur Schutzpolizistin für die mittlere Laufbahn aufgenommen. Nach dem erfolgreichen Probelauf wurde es zur Selbstverständlichkeit Frauen aufzunehmen.

2018 ist das Jahr, in dem sich dieses für die Berliner Schutzpolizei (West) historische Datum zum 40. Mal jährt. Aus diesem Anlass fand in der Polizeihistorischen Sammlung eine Erinnerungsrunde statt, in der Zeitzeugen zusammentrafen, die Auskunft zu diesem Ereignis geben können. Die Veranstaltung wurde moderiert von Frau Prof. Dr. Birgit Wiese vom Fachbereich Sozial- und Bildungswissenschaften der FH Potsdam.

 

Was: Gesprächsrunde

Wann: 8. November 2018 
Wo: Polizeihistorische Sammlung, Platz der Luftbrücke 6, 12101 Berlin

Kontakt: Prof. Dr. Birgit Wiese, wiese(at)fh-potsdam.de, Telefon: 0331 580-1137

Weitere Informationen finden Sie hier.

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Prof. Dr. Heike Neuroth als eines von sechs Mitgliedern für das GO FAIR Steering Committee ernannt

 

Die ersten Mitglieder des internationalen Steering Committee der GO FAIR Initiative wurden bekannt gegeben. Prof. Dr. Heike Neuroth, Professorin für Bibliothekswissenschaft am Fachbereich Informationswissenschaften der Fachhochschule Potsdam, wurde als eines von sechs Mitgliedern für das Komitee ernannt. Ein erstes Treffen der Mitglieder hat an der Universität Leiden bereits stattgefunden.

 

Deutschland, die Niederlande und Frankreich, die Gründungsstaaten der Initiative, werden jeweils durch zwei Experten im Ausschuss vertreten: einer aus der Ministerialebene, einer aus der Forschungsgemeinschaft. Dr. Hans-Josef Linkens (BMBF) und Prof. Dr. Heike Neuroth werden Deutschland vertreten, Aart Jan Bette und Prof. Dr. Rianne Letschert werden die Niederlande vertreten, Marin Dacos und Prof. Dr. Jean-Pierre Vilotte werden Frankreich vertreten. Das GO FAIR Steering Committee wird der GO FAIR Initiative beratend und bei allen strategischen Entscheidungen zur Seite stehen.

 

2016 veröffentlichte die Europäische Kommission das Konzept einer European Open Science Cloud (EOSC). Ein Vorschlag für die praktische Umsetzung der EOSC stellt die GO FAIR Initiative dar. Die GO FAIR Initiative hat das Ziel, auf die Auffindbarkeit, Zugänglichkeit, Interoperabilität und Wiederverwendbarkeit von Forschungsdaten über Länder- und Disziplingrenzen hinweg hinzuwirken. Ihr offener und bottom-up-orientierter Ansatz ermöglicht die Einbindung aller Forschungsbereiche und Mitgliedsstaaten und strebt an, Forschungsdaten zukünftig gemeinsam nutzbar und wiederverwendbar zu machen. Da Forschungsfelder heute größtenteils interdisziplinärer Natur sind, ist dies für den Erkenntnisfortschritt in der datenbasierten Forschung ein bedeutender Mehrwert.

 

Die FAIR Prinzipien formulieren die Grundsätze, die die nachhaltige Wiederverwendbarkeit von Daten maximieren. FAIR steht für Findable, Accessible, Interoperable und Reusable. Ihre Anwendung gewährleistet den disziplinen- und länderübergreifenden Zugang zu Daten und ihre Nachnutzung.

 

Deutschland, die Niederlande und Frankreich haben an drei Standorten (Hamburg, Leiden und Paris) international operierende Büros eingerichtet, um die Umsetzung und Weiterentwicklung der GO FAIR Initiative zu unterstützen. Die Initiative wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), vom niederländischen Ministerium für Bildung, Kultur und Wissenschaft und dem französischen Ministerium für Hochschulbildung, Forschung und Innovation (MESRI) gefördert.

 

Was: Ernennung
Kontakt: Prof. Dr. Heike Neuroth, neuroth(at)fh-potsdam.de, Telefon: 0331 580-1532

Weitere Informationen finden Sie hier.

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Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Anne Tauch an der Fachhochschule Potsdam

 

Zum Wintersemester 2018/19 wurde Anne Tauch zur Professorin für Infrastrukturplanung mit Schwerpunkt Geoinformationssysteme am Fachbereich Bauingenieurwesen berufen. Ihre Antrittsvorlesung unter dem Titel »Infrastrukturplanung mit Geoinformationssystemen. Gestern – heute – morgen« findet am Montag, den 12. November 2018 an der Fachhochschule Potsdam statt. Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt frei.

 

Eine intakte Infrastruktur mit solider Ausstattung ist für viele Bürger ein wesentlicher Gradmesser ihrer allgemeinen Zufriedenheit. Gleichzeitig ist das Schaffen und Instandhalten von Infrastruktur eine Grundaufgabe von Bund, Ländern und Kommunen. Dies kann nur mit einer entsprechenden Planung umgesetzt werden. Tauch: »Ausgehend von einem der ersten großen Planungsprojekte unter Einsatz von Geoinformationssystemen in Deutschland werde ich in meiner Auftaktvorlesung beispielhaft zeigen, welchen Nutzen der Einsatz von Geoinformationssystemen dabei bis heute hat«. Abschließend wird ein Ausblick auf künftige Einsatzmöglichkeiten in Kombination mit weiteren Planungsmethoden gegeben.

 

»Mit Frau Prof. Dr. Tauch konnten wir eine praxiserfahrene Expertin für das neueingerichtete Fachgebiet Infrastrukturplanung mit Schwerpunkt Geoinformationssysteme gewinnen. Ihre Berufung spiegelt sehr deutlich die derzeitigen Anforderungen an die heutige Infrastrukturplanung wider, nicht nur deutschland-, sondern weltweit.«, so Prof. Bernd Schweibenz, Dekan des Fachbereichs Bauingenieurwesen. »Frau Prof. Dr. Tauch blickt zudem nicht nur auf profunde Expertise im Bereich Planung zurück, sondern verfügt auch in den Bereichen Forschung und Lehre sowie Fort- und Weiterbildung über umfangreiche Erfahrung.«

 

Anne Tauch (*1964) begann 1982 ihr Studium der Mathematik und Geographie an der Pädagogische Hochschule Potsdam (heute Universität Potsdam). 1987 erhielt sie ihren Abschluss als Diplomlehrerin für Mathematik und Geographie. 1991 promovierte sie an der Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät der Universität Potsdam zum Thema »Methoden zum Einsatz von Luftbildern für die Holzvorratsabschätzung – Möglichkeiten rechnergestützter Kronenzahlermittlung«. Tauch war von 1990 bis 2000 als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Raumordnung/Umwelt bzw. Datendienste bei der WIB Ingenieurgesellschaft mbH und bis 2008 als Büro- und Projektleiterin GIS bei der FPK Ingenieurgesellschaft mbH angestellt. Von 2006 bis 2015 forschte und lehrte sie als Honorardozentin und Akademische Mitarbeiterin am Institut für Geographie, Fachgruppe Geoinformatik, der Universität Potsdam. Bis zu ihrer Ernennung war sie von 2015 an als Projektleiterin für Geographische Informationssysteme bei Froelich & Sporbeck GmbH & Co. KG tätig.

Antrittsvorlesung

Wann: 12. November 2018, 18.00 Uhr

Wo: Haus A I Raum A022, Campus Kiepenheuerallee 5, 14469 Potsdam

Eintritt: ohne Anmeldung, Eintritt frei

Kontakt: Ulrike Wygasch-Otte, wygasch-otte(at)fh-potsdam.de, Telefon: 0331 580-1303

 

Weitere Informationen finden Sie hier.

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Filmmuseum Potsdam: “The Trial of the Superdebthunterbot”


Am 14. November ist die Regisseurin Helen Knowles mit ihrem Film über die Macht der Algorithmen zu Gast in Potsdam – eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Forschungskolleg „SENSING: Zum Wissen sensibler Medien“ mit anschließender Publikumsdiskussion.

 

Ein Algorithmus kommt vor Gericht. Der Film „The Trial of Superdebthunterbot“ der Künstlerin Helen Knowles entwirft das fiktive Szenario eines Prozesses, in dem die unsichtbaren Computerabläufe, die zunehmend unsere Gegenwart vermessen und verändern, buchstäblich angeklagt werden. Verhandelt werden damit sowohl ethische als auch gesellschaftspolitische Fragen nach Schuldfähigkeit und Verantwortung.
 

Vor den vom bekannten Schauspieler Mark Frost gespielten Richter kommt damit der Fall des Inkassounternehmens „Debt BB“, das den Algorithmus, „Superdebthunderbot“ programmiert hat, um die Zahl säumiger Kreditnehmer von Studentendarlehen zu verringern. Die Aktionen, die dadurch ins Werk gesetzt werden, haben katastrophale Folgen: Fünf Menschen sterben, und der Algorithmus wird wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Kann er von dem fiktiven „International Ether Court“ für schuldig befunden werden? Wie ist das so wirkungsvolle und zugleich unsichtbare Wirken von Computern überhaupt noch zu fassen? 

Im Anschluss an die Filmvorführung findet eine Diskussion mit der Regisseurin Helen Knowles statt.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Forschungskolleg „SENSING: Zum Wissen sensibler Medien“ statt. Organisatorisches Zentrum bildet als gemeinsame Forschungseinrichtung der Hochschulen des Landes Brandenburg das Brandenburgische Zentrum für Medienwissenschaften (ZeM).

 

“The Trial of the Superdebthunterbot”

(2016, GB, 45 min, HD)
Regie, Konzept: Helen Knowles 
Mit: Mark Frost, Oana Labontu Radu, Lauries Elks

 

Was: Filmvorführung

Wann: 14. November 2018, 19.00 bis 21.00 Uhr 
Wo: Filmmuseum Potsdam, Institut der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF, Breite Straße 1A, 14467 Potsdam

Kontakt: Prof. Anne Quirynen, quirynen(at)fh-potsdam.de, Telefon: 0331 580-1634

Weitere Informationen finden Sie hier.

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PINA-Kolloquium im November

 

Am 14. November hält Prof. Dr. Sabine Hebenstreit-Müller einen Gastvortrag im Rahmen des PINA-Kolloquiums – der Eintritt ist frei.

 

Das Potsdam Research Institute for Early Learning and Educational Action (PINA) präsentiert monatliche Gastvorträge zu frühkindlicher Bildung und Entwicklung. Im November ist Prof. Dr. Sabine Hebenstreit-Müller von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg mit einem Vortrag zum Thema „Kitapädagogik als Blickschule. Wie eine forschende Haltung entsteht“ zu Gast an der FHP.

Alle Kinder sind auf ihre Weise neugierige, forschende Kinder, aber sie müssen als solche auch wahrgenommen und unterstützt werden. Um offen auf ihre Welt zugehen zu können, brauchen sie pädagogische Fachkräfte, die selber einen forschend-neugierigen Blick entwickeln. Es reicht nicht, diesen im Studium zu erwerben und dann in der Praxis die Erfahrung zu machen, dass eine forschende Haltung hier auf ganz andere Bedingungen trifft, die sie schnell erlahmen lassen. Deshalb muss die Praxis selbst eine solche Haltung nicht nur zulassen, sondern die Möglichkeit bieten, diese immer wieder neu hervorzubringen. Im Kern geht es dabei um die Frage, wie durch die Praxis professionelles Handeln ausgeprägt werden kann. 

Prof. Dr. Sabine Hebenstreit-Müller geht in ihrem Vortrag auf die Chancen und Herausforderungen des Early Excellence Ansatzes ein. Pädagogen und Pädagoginnen benötigen für diese pädagogische Methode ein bestimmtes „Handwerkszeug“, um Kinder zu beobachten, diese Beobachtungen zu dokumentieren und mit anderen gemeinsam auszuwerten und zu reflektieren.

Was:
 Vortrag
Wann: 14. November 2018, 18.00 bis 19.30 Uhr 
Wo: FH Potsdam, Hauptgebäude/Theaterwerkstatt, Kiepenheuerallee 5, 14469 Potsdam

Kontakt: Dr. Caroline Wronski, wronski(at)fh-potsdam.de, Telefon: 0331 580-1180

Weitere Informationen finden Sie hier.
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parentum Potsdam

 

Am 17. November ist die FH Potsdam erstmals mit einem Stand auf der klassischen „Elternmesse“ im Oberstufenzentrum 1 (Technik) vertreten.

Zum ersten Mal können sich Eltern, aber auch Schülerinnen und Schüler, im Rahmen der Messe parentum Potsdam über das Studienangebot, die Bewerbungsmodalitäten und wichtige Termine der FH Potsdam informieren. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am FHP-Stand beraten interessierte Eltern, die ihren Kindern im Studienorientierungs- und Studienwahlentscheidungsprozess beratend zur Seite stehen wollen. 

Auf der parentum Potsdam präsentieren sich zahlreiche Unternehmen, Hochschulen, Fachschulen und Institutionen. Ein vielfältiges Vortragsprogramm bietet zudem Informationsmöglichkeiten rund um die Themen Ausbildung und Studium. 1.600 Besucherinnen und Besucher nutzten im vergangenen Jahr das umfassende Informationsangebot. Der Eintritt ist frei.

Was: Messe zur Ausbildungs- und Studienorientierung 
Wann: 17. November 2018, 10.00 bis 14.00 Uhr 
Wo: OSZ 1 (Technik) Potsdam, Jägerallee 23a,14469 Potsdam

Kontakt: Katrin Sawitzki, sawitzki(at)fh-potsdam.de, Telefon: 0331 580-1072

Weitere Informationen finden Sie hier.

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Reminder:

Archive im Jahr des Denkmals: Die Bauakte – ein Teil des kulturellen Erbes 

 

Am 14. November diskutieren Experten im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte über den Wert von Bauakten für Denkmalpflege und Restaurierung

 

Das Jahr 2018 ist das Jahr des Europäischen Denkmals. Vielfach stehen in diesem Aktionsjahr vor allem historische Bauten und Kulturlandschaften als sichtbare Zeugnisse der Geschichte, die es zu erhalten gilt, im Mittelpunkt. Mit ihren Bauakten verwahren die Archive jedoch die schriftliche Überlieferung, die die Grundlage vielfältiger denkmalpflegerischer Maßnahmen darstellt. Die Veranstaltung stellt daher diese Archivaliengruppe in ihren Fokus. Hierbei sollen zum einen Entstehung, Struktur und Quellenwert der Bauakten thematisiert und zum anderen die Arbeit von Denkmalpflege und Restaurierung mit Hilfe dieser Akten beleuchtet werden. Die Benutzung der Bauakten zwischen Persönlichkeitsrecht und Panoramafreiheit wird die Abschlussdiskussion beleuchten.

Die Veranstaltung richtet sich nicht allein an Mitarbeitende von Archiven, sondern öffnet sich für alle Interessierten in den Denkmalbehörden, Bauämtern sowie Restaurationswerkstätten und möchte auch die Forschenden der Bau- und Architekturgeschichte ansprechen.

 

Was: Vorträge & Diskussion
Wann:14. November 2018, 10.00 bis ca. 15.00 Uhr

Wo: Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, Kutschstall, Am Neuen Markt 9, 14467 Potsdam

Kontakt und Anmeldung per E-Mail:Sabine Stropp,Landesfachstelle für Archive und Öffentliche Bibliotheken Brandenburg an der FH Potsdam, stropp(at)fh-potsdam.de, Telefon: 0331 580-1540

 

Weiter Informationen zum Programm finden Sie hier.

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