ZDF-Magazin “Frontal 21”: Freiwillige Feuerwehrleute besser absichern

Feuerwehrverbandspräsident Ziebs: Attraktivität des Ehrenamts in Gefahr

Die rund eine Million Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren in Deutschland müssen bei Unfällen im Einsatz besser abgesichert sein. Dies fordert Feuerwehrverbandspräsident Hartmut Ziebs im ZDF-Magazin “Frontal21” (Sendung am Dienstag, 16. Januar 2018, 21.00 Uhr). “Unsere Feuerwehrleute riskieren ehrenamtlich täglich ihr Leben und ihre Gesundheit, um anderen Menschen zu helfen. Und da kann es nicht sein, dass sie vorher überlegen müssen, was kann ich tun, was darf ich tun, damit ich auch optimal abgesichert bin.”

Hintergrund für Ziebs Äußerung ist der Tod von zwei Feuerwehrkameraden in Brandenburg im September 2017. Durch einen Unfall bei Absicherung einer Unfallstelle auf der A2 sind zwei Familienväter gestorben. Bei der versicherungsrechtlichen Aufarbeitung des Unfalls kam heraus, dass ein Feuerwehrmann verheiratet war, der andere nicht. Dadurch hat eine hinterbliebene Partnerin Anspruch auf die Hinterbliebenenversorgung, die andere nicht. Das Land Brandenburg will die Hinterbliebenenversorgung im eigenen Land für Feuerwehrleute neu regeln und wirbt darüber hinaus für eine bundeseinheitliche Lösung.

Ein weiteres Problem gibt es für Feuerwehrleute bei der gesetzlichen Unfallversicherung. Denn oft bewerten Unfallkassen nicht das Unfallereignis als Ursache für einen körperlichen Schaden, sondern argumentieren, dass Vorschäden wie ein Bandscheibenvorfall oder ein geschädigtes Gelenk vorgelegen hätten. Der Rechtsanwalt und Feuerwehrmann Jörg Müßig kritisiert: “Den Feuerwehrleuten an der Basis ist diese Vorschadenproblematik so nicht bekannt.”

Feuerwehrverbandspräsident Hartmut Ziebs sieht langfristig die Attraktivität des Ehrenamts Feuerwehr in Gefahr: “Wenn sich hier der Gesetzgeber nicht eine sehr sinnvolle bundeseinheitliche Lösung einfallen lässt, wird im Bereich der Nachwuchsgewinnung ein Problem auf uns zukommen.”

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“James Bond 007 – Spectre” als Free-TV-Premiere im ZDF

James Bond (Daniel Craig) ist in seinem 24. Abenteuer der geheimnisvollen Organisation “Spectre” auf der Spur.
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Daniel Craig und Christoph Waltz im Duell

Terroranschläge erschüttern die Welt, in London sollen die Doppel-Null-Agenten abgeschafft werden, und Geheimagent James Bond sieht sich mit einem Feind aus seiner Vergangenheit konfrontiert. Zum Abschluss seiner “James Bond 007”-Reihe präsentiert das ZDF am Mittwoch, 17. Januar 2018, 20.15 Uhr, die Free-TV-Premiere von “Spectre”. Regie beim vierten “Bond” mit Daniel Craig in der Hauptrolle führte Sam Mendes nach einem Drehbuch von John Logan und Jez Butterworth. Bonds Widersacher wird von Christoph Waltz verkörpert. In weiteren Rollen sind Léa Seydoux, Ralph Fiennes, Monica Bellucci, Ben Wishaw, Naomie Harris, Jesper Christensen und Andrew Scott zu sehen.

Max Denbigh (Andrew Scott), der neue Leiter des “Centre for National Security”, zweifelt an der Relevanz des MI6 – und an der des besten Agenten der Behörde: James Bond (Daniel Craig). Zur gleichen Zeit kann Bond in Mexiko City in letzter Minute einen Anschlag auf ein Stadion verhindern, indem er den Drahtzieher des Anschlags, Marco Sciarra (Alessandro Cremona), aus einem Hubschrauber wirft. Kurz darauf trifft 007 in Rom Sciarras schöne Witwe Lucia (Monica Bellucci), mit deren Hilfe er der Geheimorganisation “Spectre” auf die Spur kommen will. Bond infiltriert ein geheimes Treffen von “Spectre”.

Die Spur führt ins österreichische Altaussee, wo Bond einem alten Bekannten wiederbegegnet: Mr. White (Jesper Christensen). Er hat sich von “Spectre” abgewendet, ist bereits schwer radioaktiv vergiftet und begeht Suizid. Kurz zuvor legt er das Leben seiner Tochter Madeleine Swann (Léa Seydoux) in Bonds Hände. Bond kann Madeleine vor dem Zugriff “Spectres” retten. Gemeinsam reisen die beiden nach Tanger und von dort in die Wüste Marokkos, wo “Spectre”-Chef Franz Oberhauser (Christoph Waltz) residiert. Dieser gibt sich als Ernst Stavro Blofeld zu erkennen, ein Abkömmling des alten Blofeld. Er strebt wie sein Namensvetter nach der Weltherrschaft – mit modernsten Mitteln, digitaler Überwachung und Datensammlung.

Hannes Jaenickes neue ZDF-Doku über bedrohte Nashörner

Sudan, das letzte männliche nördliche Breitmaulnashorn, wird rund um die Uhr von bewaffneten Rangern vor Wilderern bewacht.
Copyright: ZDF/Markus Strobel

Nach Eisbären, Elefanten, Löwen und Delfinen widmet sich der Schauspieler und Naturschützer Hannes Jaenicke in seiner vielfach prämierten ZDF-Doku-Reihe einer weiteren bedrohten Tierart: dem Nashorn. Das ZDF zeigt “Hannes Jaenicke: Im Einsatz für Nashörner” am Dienstag, 16. Januar 2018, 22.15 Uhr.

Kaum eine Tiergattung steht momentan so in der Schusslinie wie Nashörner. Im letzten Jahr wurden auf dem afrikanischen Kontinent mehr als 1200 wegen ihres Horns von Wilderern getötet. Der Handel ist weltweit illegal, doch die hohe Nachfrage lässt offenbar die Preise in die Höhen schießen: Von zirka 50.000 Euro pro Kilogramm ist die Rede.

Hannes Jaenicke verfolgt die blutige Spur der Wilderer. Seine erste Etappe führt nach Kenia, wo die letzten drei Vertreter des nördlichen Breitmaul-Nashorns leben. Unter ihnen: Sudan, der letzte Bulle dieser Art. Rund um die Uhr wird er von Rangern bewacht. Die Reise geht weiter nach Südafrika, dem momentanen Zentrum der Nashornwilderei. Wie gefährlich die Lage ist, erfährt der Schauspieler in einem Nashornwaisenhaus – einem Hochsicherheitsgefängnis, in dem über 30 Nashornbabys Schutz finden.

Das mit Abstand größte Abnehmerland für gewildertes Nashorn ist Vietnam. Hannes Jaenicke reist nach Hanoi. Er will wissen, wie der illegale Nashornhandel aufgebaut ist, und trifft außer einem vietnamesischen Investigativjournalisten auch Konsumenten des Horns. Die Wilderei auf Nashörner ist längst auch in Europa angekommen: Im März 2017 wurde in einem Zoo bei Paris ein Nashorn getötet und sein Horn abgesägt. Auch Horn-Exponate aus naturgeschichtlichen Museen wurden bereits gestohlen. Selbst deutsche Zoos mussten ihre Sicherheitsvorkehrungen verstärken.

Letzter “Nord Nord Mord”-Krimi mit Robert Atzorn im ZDF

Robert Atzorn (Theo Clüver, l.) zusammen mit Julia Brendler (Ina Behrendsen) und Oliver Wnuk (Hinnerk Feldmann).
Copyright: ZDF/Gordon Timpen

Robert Atzorn ermittelt zum letzten Mal als Hauptkommissar Clüver. Das ZDF zeigt “Nord Nord Mord – Clüver und der leise Tod” am Montag, 15. Januar 2018, 20.15 Uhr, als “Fernsehfilm der Woche”.

“Robert Atzorn ist einer unserer ganz großen Schauspieler, der Filme und Serien im ZDF zum Erfolg geführt hat. Ich danke ihm, dass er unseren Sylt-Krimi in insgesamt acht Filmen entscheidend geprägt hat”, so ZDF-Programmdirektor Norbert Himmler zum Abschied des Darstellers aus der Krimireihe.

In seinem letzten Fall bekommt es Clüver mit dem Mord an einem Villenbesitzer zu tun. Während des Besichtigungstermins einer Luxusvilla wird die Leiche des Verkäufers im Gartenhaus gefunden, was die Immobilie zunächst unverkäuflich macht. Eine Katastrophe für die junge Maklerin Susanna Wagner (Mina Tander), die sich erst vor kurzem selbstständig gemacht hat und auf die Provision angewiesen ist. Ihr ehemaliger Chef Bendix Böckelmann (Wilfried Hochholdinger) gerät unter Verdacht. Wollte er sich an ihr rächen, weil sie ihm Kunden abgeworben hatte? Clüvers Kollege Hinnerk (Oliver Wnuk) wird auf die Maklerin angesetzt, die anscheinend auch nicht mit offenen Karten spielt. Derweil denkt Clüver darüber nach, wie lange er eigentlich noch Verbrechern hinterherjagen will. Sollte er die Zeit nicht für sich, seine Töchter und die wirklich wichtigen Dinge im Leben nutzen?

Unter der Regie von Anno Saul, der auch für das Buch verantwortlich zeichnet, spielen in weiteren Rollen Julia Brendler, Waldemar Kobus, Michael Lott und andere.

Bin Hammam bestätigt Erhalt von 6,7 Millionen Euro aus Deutschland

Ex-FIFA-Funktionär in der “ZDF SPORTreportage” zur WM-Vergabe 2006

Sein Name tauchte bei den Korruptionsvorwürfen rund um die Vergabe der Fußball-WM 2022 nach Katar ebenso auf wie bei den Korruptionsvorwürfen zur WM-Vergabe 2006 nach Deutschland: Ex-FIFA-Funktionär Mohamed bin Hammam. In der “ZDF SPORTreportage” äußert sich Bin Hammam am Sonntag, 14. Januar 2018, 17.10 Uhr, erstmals zu diesen Vorwürfen: “Sie betreffen mich alle nicht. Das sind nur Anschuldigungen und bleiben Anschuldigungen.” Allerdings bestätigt er exklusiv den Erhalt der ominösen 6,7 Millionen Euro aus Deutschland. Bisher hat sich Bin Hammam in seiner Heimat Katar versteckt, Reisen ins Ausland und die Öffentlichkeit gemieden. Der Deutsche Fußball-Bund versucht seit Monaten vergeblich, mit ihm in Kontakt zu treten, um Aufklärung in Sachen WM 2006 zu erhalten.

Im Zuge der Vergabe der Fußball-WM 2006 nach Deutschland sollen Franz Beckenbauer und sein verstorbener Manager Robert Schwan über eine Schweizer Anwaltskanzlei sechs Millionen Franken an eine Firma des damaligen FIFA-Funktionärs Mohamed bin Hammam überwiesen haben. Dazu sagt der katarische Unternehmer gegenüber ZDF-Reporter Markus Harm: “Die 6,7 Millionen Euro sind auf mein Konto geflossen, ja. Aber ich würde gerne wissen, warum Deutschland mich hätte bestechen sollen, für etwas, was sie schon erhalten haben. Die Summe ist erst nach der WM-Vergabe auf meinem Konto eingegangen.”

In dem “ZDF SPORTreportage”-Beitrag “Katar und die Sportwelt” sagt Mohamed bin Hammam zudem: “Alle Leute waren so lange in der FIFA und haben gedacht, die FIFA gehört ihnen, sie können machen, was sie wollen, was gut für sie persönlich ist – mich eingeschlossen. Ich will nicht sagen, dass ich eine Ausnahme war. Die Leute, die die größte Macht haben, denken immer, sie können tun und lassen, was sie wollen.” Auf die Frage, ob er denn wisse, wofür er das Geld aus Deutschland bekommen habe, antwortet Bin Hammam: “Ich weiß es nicht. Nein, natürlich weiß ich es. Aber entschuldigen Sie – das interessiert doch nur Sie, keine anderen.”

http://zdfsport.de

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