Ein Jahr Klartext-Nahrungsergänzung.de / Verbraucherzentrale auf der Grünen Woche

Weit über eine halbe Million Ratsuchende haben den Internetauftritt Klartext-Nahrungsergänzung der Verbraucherzentralen seit dem Onlinestart im Januar 2017 genutzt. Hauptärgernis sind vollmundige Werbeversprechen, insbesondere bei Produkten, die in Online-Shops oder Direktvertrieb angeboten werden. Denn entgegen übertriebener Behauptungen wie „verschafft massive Muskelzunahme“, „Schönheit von innen“ oder „Gelenkbeschwerden lösen sich auf“ können die Produkte keine Wunder bewirken. In Brandenburg boomen zum Jahresbeginn Anfragen von Verbrauchern zum schnellen Abnehmerfolg, den Anbieter mit einer Kombination aus Vitamin- und Mineralstoffpräparaten versprechen.

Die Verbraucherzentrale informiert ab dem 19.01.2018 auf der Internationalen Grünen Woche über Werbung und Wirklichkeit von Nahrungsergänzungsmitteln.

Direktvertrieb im Fokus

Bei den Nutzern von klartext-nahrungsergänzung.de steht der Informationsbedarf zu Produkten aus Direktvertrieb und Internet klar im Fokus. „Da Nahrungsergänzungsmittel oft von Freunden, Verwandten und Bekannten direkt zuhause angeboten werden, ist es besonders schwer, rationale Überlegungen zur Notwendigkeit dieser Produkte anzustellen“, warnt Annett Reinke von der Verbraucherzentrale Brandenburg. Mündliche Werbeaussagen zur möglichen Wirkung der Pulver oder Tabletten und Empfehlungen der selbstständigen Verkäufer, bei denen es sich oftmals um Laien handelt, sind kaum überprüfbar. Besonders brisant kann auch der Vertrieb von Schlankheitskapseln über das Internet werden. „Nahrungsergänzungsmittel können auch mit illegalen Zutaten versehen sein oder der Vertrieb kann sich als unseriöse Abo-Falle entpuppen“, so die Verbraucherschützerin.

Heilende Wirkungen nicht belegt

Jeder dritte Ratsuchende erwartet aufgrund der Werbung und Aufmachung vieler Nahrungsergänzungsmittel, dass diese krankheitslindernde oder -heilende Wirkungen bieten. Nahrungsergänzungsmittel sind aber keine Wunder- oder Arzneimittel, sie sollen lediglich eine unzureichende Versorgung mit Nährstoffen ausgleichen. Besonders bei Mitteln gegen Gelenk- oder Muskelbeschwerden versprechen die Hersteller oft mehr als wissenschaftlich belegt werden kann. Informationen über Produkte und Inhaltsstoffe gibt es auf klartext-nahrungsergänzung.de. „In Brandenburg  häufen sich derzeit die Anfragen von Verbrauchern zum schnellen Abnehmerfolg, den Anbieter mit einer Kombination aus Vitamin- und Mineralstoffpräparaten versprechen“, berichtet Reinke.

Werbung und Wirklichkeit – Neue Videos und Informationen auf der IGW

Werbung und Wirklichkeit von Nahrungsergänzungsmitteln sind auch Thema am Stand der Verbraucherzentralen in Halle 23 a auf der Internationalen Grünen Woche IGW in Berlin vom 19.-28.01.2018. Besucher sind eingeladen, sich zu informieren, ihr Wissen am Quizrad zu testen und die beiden neuen Videos der Verbraucherzentralen anzuschauen. Diese zeigen in kurzweiligen Storys, was von typischen Werbeversprechen mancher Versandhändler und Internetanbieter zu halten ist und wie Alternativen zu Gelenkmitteln, Sportler- und Anti-Aging-Produkten aussehen.

Beratung stärkt Geflüchtete gegen Abzocker

Aktuelle Themenstunde der Verbraucherzentrale: Verbraucherschutz gehört in die Integrationskurse / Projektförderung bis 2019 gesichert

Verbraucherschutz hilft Geflüchteten, schwarze Schafe frühzeitig zu erkennen und trägt zu einer guten Integration bei. Darüber sprachen Vertreter aus Politik, Verwaltung und Wohlfahrtsverbänden bei der aktuellen Themenstunde „Verbraucherschutz für Geflüchtete“ der Verbraucherzentrale am 17. Januar in Potsdam.

Mit Verbrauchern, die sich im deutschen Rechtssystem nicht auskennen, haben Betrüger und schwarze Schafe leichtes Spiel. Dagegen geht die Verbraucherzentrale Brandenburg mit ihren Angeboten für Geflüchtete vor. „In unserer täglichen Beratung sehen wir, wie nötig die individuelle Verbraucherberatung für Geflüchtete ist“, so Dr. Christian A. Rumpke, Geschäftsführer der Verbraucherzentrale Brandenburg. Verbraucherschutz ist für Zugewanderte ein wichtiges Thema, denn sie kaufen ein, schließen Handyverträge und eröffnen Bankkonten. „Neben dem Zugang zu Beratungsangeboten ist es essenziell, dass Integrationskurse für Geflüchteten gezielt um Verbraucherthemen ergänzt werden“, so Rumpke.

In der aktuellen Themenstunde „Verbraucherschutz für Geflüchtete“ informierte die Verbraucherzentrale Brandenburg über ihre aktuellen Angebote für Geflüchtete. Im Rahmen des Projektes „Verbraucherberatung für Geflüchtete“ bietet sie zum Beispiel persönliche Beratung mit Telefondolmetschern in mehreren Sprachen, außerdem Schulungen und Vorträge sowie zahlreiche Infomaterialien als Hilfe zur Selbsthilfe an. Gute Nachrichten überbrachte der Staatssekretär der Justiz Dr. Ronald Pienkny: Das Ministerium der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz fördert das Projekt für ein weiteres Jahr, so dass die Arbeit der Verbraucherzentrale für den Verbraucherschutz von Geflüchteten bis Februar 2019 gesichert ist.

An der Themenstunde nahmen Landtagsabgeordnete, Vertreter aus Wohlfahrtsverbänden und aus der Verwaltung teil. „Wir freuen uns über das Interesse der zahlreichen Teilnehmer. Denn wir brauchen ein starkes Netzwerk und eine kontinuierliche Zusammenarbeit der Akteure in Brandenburg, damit Geflüchtete als Verbraucher gestärkt werden“, so Laura Ströbel, Projektkoordinatorin bei der Verbraucherzentrale.

Weitere Informationen für Geflüchtete und Helfer gibt es auf www.verbraucherzentrale-brandenburg.de/projekt-gefluechtete

Persönliche Beratungstermine erhalten Verbraucher unter 0331 / 98 22 999 5 (Mo bis Fr, 9 bis 18 Uhr) oder online unter www.verbraucherzentrale-brandenburg.de/termine.

Reiseveranstalter insolvent / Verbraucherzentrale gibt Tipps für Kunden von Glückskäfer Reisen

Verbraucherzentrale gibt Tipps für Kunden von Glückskäfer Reisen

Die Pleite des Reiseveranstalters Glückskäfer Reisen hat viele Urlauber kalt erwischt. Viele Kunden wenden sich nun an die Verbraucherzentrale Brandenburg. Reiserechtsexpertin Sabine Fischer-Volk beantwortet die wichtigsten Fragen.

Werden die Reisen von Glückskäfer Reisen weiter durchgeführt?

Sabine Fischer-Volk: „Nach Aussagen des Insolvenzverwalters Stephan Thiemann von der Kanzlei Pluta in Berlin (Stand: 17.1.18) werden alle Reisen mit sofortiger Wirkung abgesagt. Wir raten Kunden, sich aktuell auf der Homepage des Insolvenzverwalters zu informieren, dort werden ständig neue Informationen veröffentlicht.“

Müssen Kunden von Glückskäfer Reisen nun um ihr Geld fürchten?

Sabine Fischer-Volk: „Die gute Nachricht ist: Pauschalreisen müssen durch den Veranstalter grundsätzlich gegen Insolvenz versichert werden. So hat auch Glückskäfer Reisen eine Insolvenzversicherung bei der R+V Allgemeine Versicherung AG abgeschlossen. Als Nachweis dient der Sicherungsschein. Mit diesem können alle Kunden von Glückskäfer Reisen ihre Ansprüche gegenüber dem Versicherer R+V geltend machen.“

Also kann man nur sein Geld zurückerhalten, aber nicht reisen?

Sabine Fischer-Volk: „Laut Insolvenzverwalter (Stand 18.1.18) sind einige große Reedereien, deren Kreuzfahrten Glückskäfer Reisen verkauft hat, bemüht, die Reisen dennoch zu ermöglichen. Dazu gibt es eigens eingerichtete Kundenhotlines. Allerdings geben wir zu bedenken: Die Reedereien sind nicht verpflichtet, Kunden die gleichen Konditionen anzubieten, zu denen sie die Reisen bei Glückskäfer gebucht hatten. Wir raten betroffenen Verbrauchern daher, sich erst über die Konditionen zu informieren und dann zu entscheiden. Wenn man sich dann gegen die Reise entscheidet, kann man zumindest das gezahlte Geld von der Versicherung zurückfordern.“

Was ist, wenn der Sicherungsschein nicht vorliegt?

Sabine Fischer-Volk: „Der Anspruch der Reisenden gegen den Versicherer besteht auch dann, wenn sie zwar keinen Sicherungsschein erhalten haben, der Veranstalter aber zum Zeitpunkt der Reisebuchung noch versichert war.

Hat der Reiseveranstalter einen zeitlich befristeten Sicherungsschein (zum Beispiel für ein Jahr) ohne ein aufgedrucktes Reisedatum für einen konkreten Reisezeitpunkt ausgegeben, muss der Versicherer im Insolvenzfall des Reiseveranstalters auch dann an die Urlauber zahlen, wenn der Vertrag zwischen dem Reiseveranstalter und dem Versicherer zum Reisezeitpunkt nicht mehr besteht.“

 

Wiederholt hatten sich schon im Jahr 2017 Urlauber bei der Verbraucherzentrale Brandenburg über den Berliner Reiseveranstalter beschwert. „Reisende beklagten sich über vor Reiseantritt nicht zugesandte Reiseunterlagen trotz Reisepreiszahlung, Absagen von Reisen durch den Veranstalter ohne Rückzahlung des Reisepreises und Fehlen des Reisesicherungsscheins“,  so Fischer-Volk.

Weitere Tipps zur Reiseveranstalterinsolvenz finden sich hier.

Die Verbraucherzentrale hilft Kunden von Glückskäfer Reisen auch individuell:

Beratungsangebote:

–       persönliche Verbraucherberatung, Terminvereinbarung unter 0331 / 98 22 999 5 (Mo bis Fr, 9 bis 18 Uhr) oder online unter www.vzb.de/termine,

–       telefonische Beratung unter 09001 / 775 770 (Mo bis Fr, 9 bis 18 Uhr,
1 €/min a. d. dt. Festnetz, Mobilfunk abweichend) sowie

–       E-Mailberatung auf www.vzb.de/emailberatung

Gemeinsam gegen Straftaten und Schadensfälle in Brandenburg

Polizei und Verbraucherzentrale kooperieren für mehr Sicherheit

Die Verbraucherzentrale und das Polizeipräsidium des Landes Brandenburg arbeiten ab sofort enger zusammen. Gemeinsam wollen die Partner Verbraucher vor Vermögens- und Internetkriminalität schützen.

Der Polizeipräsident des Landes Brandenburg, Hans-Jürgen Mörke, und der Geschäftsführer der Verbraucherzentrale Brandenburg, Dr. Christian A. Rumpke, haben eine Vereinbarung zur engeren Zusammenarbeit unterschrieben: „Die Verhütung von Vermögens- und Eigentumskriminalität durch Aufklärung und Information der Verbraucher ist gemeinsames Anliegen von Polizei und Verbraucherzentrale“, betonten beide Kooperationspartner.

Verbraucherzentrale und Polizei erhalten durch ihre vielen Bürgerkontakte im Rahmen von Beratungsgesprächen und Anzeigenaufnahmen wertvolle Hinweise und Ansätze für eine gemeinsame Präventionsarbeit. „Insbesondere in der digitalen Welt haben wir es mit immer neueren Methoden von Betrügern und Abzockern zu tun. Ein gemeinsamer Handlungsschwerpunkt wird z.B. die verstärkte Aufklärung im Bereich der Cyberkriminalität sein“, so Rumpke. „Auch offline gibt es viele gemeinsame Themen, vom Enkeltrick bis hin zu unseriösen Inkasso-Unternehmen oder Schlüsseldiensten. Über diese Phänomene werden wir uns zukünftig ebenso austauschen“, so Mörke.

Sowohl der Verbrauchschutz als auch die Polizei haben in den letzten Jahren bereits mit Infoständen oder bei Aktionstagen in Schulen  im Land Brandenburg zusammengearbeitet. Dies wollen die Partner mit der Kooperationsvereinbarung  intensivieren.

Die konkreten Pläne der künftigen Zusammenarbeit umfassen u.a. gemeinsame Aktionen zu den Themen Internet-Kriminalität, Datenschutz, unseriöse Inkasso-Unternehmen, deutsch-polnischer Verbraucherschutz oder z.B. auch Einbruchsschutz. Zudem werden die Kontakte zwischen Verbraucherzentrale und Polizei in den Regionen intensiviert, um auch die regionalen Schwerpunkte zu berücksichtigen.

Weitere Informationen und Tipps zu aktuellen Abzockmaschen finden Sie im Internet unter www.verbraucherzentrale-brandenburg.de/wissen/vertraege-reklamation/abzocke, unterwww.polizei.brandenburg.de/liste/informationen-rund-um-das-thema-betrug/416294 oder unter www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/enkeltrick/.

Aktuelle Informationen finden Sie auch in den Auftritten der Verbraucherzentrale und der Polizei in den sozialen Netzwerken Facebook und Twitter.

Billig-Kleidung aus Asien: Marktwächter raten zur Vorsicht beim Online-Shopping

Brandenburger Marktwächterexperten testen Billig-Angebote für Kleidung aus Asien

Wer beim Kleidung Einkaufen im Netz nach Schnäppchen sucht, stößt schnell auf erstaunlich günstige Angebote aus Fernost. Die dort abgebildeten Fotos und Beschreibungen zeigen tolle Materialien und perfekte Passformen zu unglaublichen Preisen. Wie eine Umfrage des Marktwächters Digitale Welt zeigt, hat knapp die Hälfte der Internetnutzer bereits in Shops bestellt, die aus Asien versenden. Wenn die Ware dann jedoch zuhause ankommt, sind die Verbraucher ernüchtert, denn oft haben die versendeten Kleidungsstücke wenig mit den Bildern auf der Webseite zu tun. Das Marktwächterteam der Verbraucherzentrale Brandenburg hat mehrere solcher Shops getestet und warnt: Wer billige Kleidung aus Asien bestellt, muss häufig mit einer Enttäuschung rechnen.

Pullover für fünf, oder Kleider für 21 Euro – mit unschlagbaren Preisen drängen Online-Händler aus Asien in den deutschen Markt und bieten Textilien zu bemerkenswert günstigen Preisen an. Solche Angebote erfreuen sich großer Beliebtheit: Laut einer aktuellen Umfrage im Auftrag des Marktwächters Digitale Welt* haben knapp die Hälfte aller Internetnutzer schon einmal Produkte im Internet eingekauft, die aus Asien versendet wurden. Jedem zweiten Befragten war bei Bestellung jedoch nicht bewusst, dass sie Ware aus Asien einkauften. Wie Verbraucherbeschwerden aus dem Frühwarnnetzwerk der Marktwächter zeigen, kommen besonders günstig angebotene Textilwaren aus asiatischen Online-Shops oft verspätet, gar nicht oder in schlechter Qualität beim Kunden an. Viele der Händler versenden direkt aus Asien, andere haben ihre Lager bereits in europäischen Ländern stationiert oder nutzen europäische Import-Export-Firmen für den Versand.

Das Marktwächterteam der Verbraucherzentrale Brandenburg hat daraufhin Online-Shops getestet, die diese asiatischen Textilien vertreiben – mit äußerst durchwachsenem Ergebnis: Die bestellte Kleidung war oft schlecht geschnitten, teils mangelhaft gekennzeichnet und die Rückabwicklung machte immer wieder Probleme.

Schlechte Qualität und falsche Materialien

In neun Online-Shops haben die Marktwächterexperten Testkäufe durchgeführt und anschließend 13 Kleidungsstücke in Augenschein genommen. Die Preise der getesteten Textilien lagen dabei zwischen fünf und 62 Euro. „Beinahe jedes der bestellten Kleidungsstücke war deutlich kleiner oder enger als in der jeweiligen Beschreibung auf den Webseiten angegeben. Zehn der 13 getesteten Kleidungsstücke wiesen zudem teils erhebliche Mängel in der Verarbeitung oder im Schnitt auf. Darüber hinaus bestanden in vier Fällen die Textilien aus völlig anderen Materialien als im Webshop angegeben. So wurden Kleider auf der Webseite etwa mit Baumwolle ausgezeichnet, tatsächlich war deren Material jedoch Polyester“, schildert Dr. Kirsti Dautzenberg, Teamleitung Marktwächter Digitale Welt in der Verbraucherzentrale Brandenburg.

Probleme bei Widerruf und Rücksendung

Bei der Mehrzahl der Testkäufe erfolgte die Sendung entsprechend der angegebenen Lieferzeiten auf den jeweiligen Webseiten. Problematisch wurde es bei mehreren Anbietern, als der Kaufvertrag widerrufen wurde. So akzeptierten drei der neun Händler den Widerruf nicht. Vielmehr sei dort eine Rückgabe nur bei Mängeln der Waren möglich. Viermal wurde explizit Auskunft darüber verlangt, aus welchen Gründen der Widerruf erfolgte. Zwei Anbieter lehnten den Widerruf mehrfach ab und offerierten Alternativangebote in Form von Gutscheinen oder einer anteiligen Auszahlung des Warenwertes. Teils haben die Testkäufer fünf- bis siebenmal mit den Anbietern per E-Mail Kontakt aufnehmen müssen, um Angaben für eine Rücksendeadresse zu bekommen.

Bei allen der getesteten Shops muss der Kunde die Rücksendekosten selbst tragen. Gemessen am Einkaufspreis kann das teuer werden, denn einige Shops verlangten die Rücksendung nach Polen, Belgien, Großbritannien oder China. Bis zu 17,99 Euro kostete der Rückversand der Waren. „Wer sich auf die Billig-Angebote solcher Händler einlässt, sollte sich dieser Risiken bewusst sein. Durch hohe Rücksendekosten können sich vermeintliche Schnäppchen schnell aufheben, von dem möglichen Aufwand, überhaupt erst einmal eine Rücksendeadresse in Erfahrung zu bringen ganz zu schweigen“, so Dautzenberg weiter.

Betroffene, die Probleme mit Online-Händlern haben, können sich an die Beratungsstellen der Verbraucherzentralen wenden. Eine Übersicht der Beratungsstellen ist unter www.verbraucherzentrale.de/beratung zu finden. Verbraucher, die ähnliche Erfahrungen mit Webshops gemacht haben, können dem Marktwächter Digitale Welt hier ihre Beschwerden melden.

Zusätzliche Informationen

Die Verbraucherzentrale Brandenburg hat vom 25.07. bis 15.11.2017 die Angebote von Online-Shops aus Asien untersucht. Dafür wurde in den Shops edressit.com, floryday.com, jjshouse.de, lightinthebox.com, milanoo.com, shein.com, tidebuy.com, vbridal.de und wish.com (9 Online-Shops) Kleidung bestellt. Die Auswahl der Shops erfolgte anhand der Beschwerden im Frühwarnnetzwerk. Insgesamt kauften die Verbraucherschützer 13 Kleidungsstücke, deren Warenwert zwischen 4,75€ und 62,26€ lag. Dabei werteten sie aus, ob die Shops die Lieferzeit einhielten und die Ware ordnungsgemäß kennzeichneten. Zudem bewerteten sie die Qualität der Produkte und testeten den Rückgabeprozess.

*Über die Umfrage: Durchgeführt im forsa.omninet–Onlinepanel; Grundgesamtheit: deutschsprachige Internetnutzer ab 18 Jahren in Privathaushalten in Deutschland; Stichprobe 1.006 Befragte; Untersuchungszeitraum: 16. bis 22. Oktober 2017; statistische Fehlertoleranz: max. +/- 3 Prozent in der Gesamtstichprobe.

 

Über den Marktwächter Digitale Welt:

Der Marktwächter Digitale Welt ist ein Frühwarnsystem mit dem der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und die Verbraucherzentralen den digitalen Markt aus Perspektive der Verbraucher beobachten und analysieren. Grundlage für diese Arbeit sind Verbraucherbeschwerden, empirische Untersuchungen und ein Onlineportal. Mit dem Marktwächter Digitale Welt können auch Aufsichts- und Regulierungsbehörden wie zum Beispiel die Bundesnetzagentur (BNetzA) bei ihrer Arbeit unterstützt werden. Der Marktwächter Digitale Welt setzt sich aus fünf Schwerpunktverbraucherzentralen zusammen, die jeweils ein Handlungsfeld des digitalen Marktes näher untersuchen: Bayern – Digitale Dienstleistungen, Brandenburg – Digitaler Wareneinkauf, Nordrhein-Westfalen – Nutzergenerierte Inhalte, Rheinland Pfalz – Digitale Güter und Schleswig Holstein – Telekommunikationsdienstleistungen. Der Marktwächter Digitale Welt wird finanziell gefördert durch das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV). http://www.marktwaechter.de/digitalewelt

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