Jugendberufsagentur MOL feierlich eröffnet – Kooperation von Arbeitsagentur, Jobcenter und Landkreis

Alle Jugendlichen in Märkisch-Oderland auf dem Weg in ihre persönliche berufliche Zukunft zu unterstützen – das ist das Ziel der neuen Jugendberufsagentur (JBA), die heute feierlich am Standort Strausberg eröffnet wurde. Darin betreuen die Berufsberatung der Arbeitsagentur, die Arbeits- und Ausbildungsvermittlung des Jobcenters für junge Menschen sowie Mitarbeiter des Jugendamtes des Landkreises Jugendliche aus einer Hand und unter einem Dach. Dafür haben die Arbeitsagentur Frankfurt (Oder), das Jobcenter Märkisch-Oderland sowie der Landkreis eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet.

An den drei Standorten in Strausberg, Seelow und  Bad Freienwalde ist die JBA jeweils im Gebäude des Jobcenters zu finden.

Jochem Freyer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Frankfurt (Oder): „Junge Menschen müssen heute nicht mehr nach Berlin oder in die alten Bundesländer abwandern, um ins Berufsleben zu starten. Die Tür in den regionalen Arbeits- und Ausbildungsmarkt steht sperrangelweit offen. Wir wollen, dass noch mehr Jugendliche hindurchgehen und den zu ihnen passenden Ausbildungsplatz in Märkisch-Oderland finden. Wichtig ist nun, dass die jungen Menschen – egal welchen Schultyps und welcher sozialen Herkunft – dieses tolle Angebot auch nutzen! Ob in Strausberg, Seelow oder Bad Freienwalde – ein Besuch in der JBA ist der richtige erste Schritt ins Berufsleben!“

Friedemann Hanke, 1. Beigeordneter und Fachbereichsleiter des Landkreises Märkisch-Oderland: „Die JBA ist die logische Fortführung unserer intensiven Zusammenarbeit. Jetzt sind wir auch räumlich unter einem Dach und fachlich noch besser vernetzt. Mit der neuen JBA haben alle Jugendlichen in MOL einen kompetenten Ansprechpartner – von Studienaussteigern über Abiturienten bis hin zu Schulverweigerern. Wir lassen niemanden fallen und können auf keinen verzichten! Arbeitskräfte sind heute und künftig noch viel mehr ein entscheidender Standortfaktor.“

Gabriele Schoel, Geschäftsführerin des Jobcenters Märkisch-Oderland: „Viele Jugendliche haben persönliche ‚Baustellen‘, die sie zunächst gar nicht an eine Ausbildung oder einen Job denken lassen: Suchtprobleme, Schulden, ungewollte Schwangerschaften, Konflikte im Elternhaus oder Obdachlosigkeit sind nur einige Beispiele. Diese Themen können am besten gemeinsam mit weiteren Partnern angegangen werden. Die Sucht-, Schuldner- und psychosoziale Beratung direkt im Haus zu haben ist dahingehend Gold wert. Der Weg ins Berufsleben mit sozialer Anerkennung, selbstverdientem Geld und mehr Selbstwertgefühl ist oft steinig, aber zu bewältigen. Dazu wird jeder Partner in der JBA seinen Beitrag leisten.“

Unter den Gästen der Eröffnung waren neben dem Team der Jugendberufsagentur auch Strausbergs Bürgermeisterin Elke Stadeler, mehrere Landtagsabgeordnete, die Koordinatorin der Märkischen Beratungs- und Unterstützungsstelle Marion Rückschloss sowie Vertreter der IHK und HWK der Region Ostbrandenburg

Für den musikalischen Rahmen der Veranstaltung sorgten Schülerinnen und Schüler der Strausberger Anne-Frank-Oberschule.

Im März waren im Landkreis Märkisch-Oderland 469 Jugendliche unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet, darunter 277 in Betreuung des Jobcenters und 192 in der Betreuung der Arbeitsagentur. Rund 1.200 Jugendliche werden übers Jahr von der Berufsberatung der Arbeitsagentur im Landkreis Märkisch-Oderland bei der Suche nach einem betrieblichen Ausbildungsplatz unterstützt.

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