Stipendien für 17Jugendliche mit Migrationshintergrund aus Brandenburg und Berlin

Sieben Brandenburger und zehn Berliner Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund werden am Nachmittag im Rahmen einer Feierstunde in der Potsdamer Staatskanzlei in das Förderprogramm der START-Stiftung aufgenommen, verbunden mit einem START-Stipendium. Bildungsministerin Britta Ernst übergibt den brandenburgischen START-Stipendiatinnen und -Stipendiaten die Aufnahmeurkunden und spricht ein Grußwort.

 

START begleitet ausgewählte Jugendliche mit Migrationserfahrung in ihrer schulischen und persönlichen Entwicklung. Ziel des dreijährigen außerschulischen Förderprogramms ist die Vermittlung von Werten und Kompetenzen, die zur aktiven Mitgestaltung unserer Gesellschaft und Demokratie befähigen. Die Jugendlichen erfahren, wie sie wirksam Verantwortung übernehmen können und selbst als Vorbilder für andere tätig werden.

 

Die Brandenburger Stipendiatinnen und Stipendiaten sind zwischen 14 und 18 Jahre alt und besuchen Schulen in Casekow (Uckermark), Glienicke/Nordbahn (Oberhavel), Neuruppin (Ostprignitz-Ruppin), Rathenow (Havelland) und Storkow (Oder-Spree). Ihre Familien stammen ursprünglich aus Afghanistan, Jordanien, Nigeria, Polen und der Russischen Föderation. 

 

Bildungsministerin Ernst: „Diese Schülerinnen und Schüler bringen unterschiedliche Kulturen, familiäre Hintergründe und teils krisenhafte Erfahrungen mit. Wir wollen ihnen – wie allen anderen – eine gute Perspektive in unserem Land geben. Die START-Stiftung unterstützt diese Jugendlichen auf ihrem Weg mit einem Stipendium, aber auch mit besonderen Bildungsangeboten und ermöglicht ihnen damit bessere Chancen. Ich würde mich freuen, wenn die START-Stipendiatinnen und Stipendiaten auch als Vermittler wirken und mithelfen Vorurteile abzubauen.“

 

Das START-Stipendium unterstützt Jugendliche mit eigener Zuwanderungs- oder Fluchtgeschichte bei ihrem persönlichen NeuSTART in Deutschland und legt den Fokus auf die Förderung ihrer Bildungsbiographie. Gemeinsam mit den Jugendlichen werden bestmögliche Bildungsperspektive für sie entwickelt, die zur Entfaltung ihrer Potentiale beitragen sollen. Das Stipendium dauert unabhängig vom angestrebten Schulabschluss maximal drei Jahre. Neben der materiellen Förderung bietet START ein vielseitiges ideelles Programm. Es umfasst neben einem „Studium generale“ viele weitere Bildungsangebote, die sich nach den Neigungen und Interessen der Stipendiatinnen und Stipendiaten richten. Ein Demokratiekongress, bei dem die Schülerinnen und Schüler in Kontakt mit Führungskräften aus Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft kommen, rundet das anspruchsvolle Programm ab.

 

Das START-Programm geht auf eine Initiative der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung zurück. Die Hertie-Stiftung ist bis heute Hauptförderin des Programms. Mehr als 100 weitere Partner wie Stiftungen, Unternehmen und Privatpersonen stellen weitere Stipendien zur Verfügung. Die START-Stiftung setzt sich für eine demokratische, vielfältige und inklusive Gesellschaft ein. Junge Menschen mit Migrationserfahrung erwerben bei START die Kompetenzen, um sich dafür als aktive Gestalterinnen und Gestalter einzubringen und Verantwortung zu übernehmen. Mit Partnern aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft ist START deutschlandweit tätig. Träger des Programms ist die START-Stiftung gGmbH, eine Initiative der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung.

 

Das Land Brandenburg unterstützt START mit der Bereitstellung einer Landeskoordinatorin.

 

Weitere Informationen: www.start-stiftung.de

 

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