Start und Finale: Vogelsänger übergibt neues Wehr bei Krausnick und Finanzierungszusage für Neubau des Hartmannsdorfer Wehrs

Krausnick/Hartmannsdorf – Brandenburgs Agrar- und Umweltminister Jörg Vogelsänger wird am kommenden Mittwoch (10. August) 10.00 Uhr gemeinsam mit Jörg Wiesner, Geschäftsführer des Wasser- und Bodenverbandes „Nördlicher Spreewald“ und Vertretern des Landkreises Dahme-Spreewald, ein neues Wehr bei Krausnick in Betrieb setzen.

Am frühen Nachmittag übergibt Vogelsänger eine Finanzierungszusage in Höhe von rund 12 Millionen Euro an den Wasser- und Bodenverband Nördlicher Spreewald für den Neubau eines Wehrs im Lübbener Ortsteil Hartmannsdorf.

Betriebsstart für Wehr Krausnicker Strom

Die Baukosten für das Wehr bei Krausnick betrugen insgesamt rund 1,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Davon hat der Bund rund 900.000 Euro getragen und das Land rund 600.000 Euro. Zu dem neuen Wehr gehören auch eine Kahnschleuse und eine Fischaufstiegsanlage. Letztere gewährleistet eine ökologische Durchgängigkeit des modernen Komplexbauwerks.

Das alte 1956 errichtete Wehr im Krausnicker Strom, das zum Staugürtel Schlepzig im Unterspreewald gehört, war aufgrund seines Alters und der verwendeten Materialien nur

noch sehr eingeschränkt funktionsfähig und stark baufällig. Eine Rekonstruktion des

Wehres und der Schleuse waren aus technischen und ökonomischen Gründen nicht vertretbar, weshalb nur ein Ersatzneubau in Betracht kam.

Baubeginn für Wehr bei Hartmannsdorf

 

Das Hartmannsdorfer Wehr wurde 1938 zusammen mit einer Kahnschleuse in Betrieb genommen. Es befindet sich in der Spree bei km 173+423 unterhalb der Ortslage Lüb-ben-Hartmannsdorf.

Am Wehr Hartmannsdorf sind starke Schäden erkennbar. Auch ist die ökologische Durchgängigkeit der Staustufe ist nicht gewährleistet.

Rund 12 Millionen Euro stellen Bund (7,3 Millionen) und Land (knapp 5 Millionen) für den Bau eines neuen Wehrs im Lübbener Ortsteil Hartmannsdorf zur Verfügung. Es handelt sich um einen Neubau, der an gleicher Stelle errichtet wird und ebenfalls eine Kahnschleuse und einen Fischaufstieg erhält.

Die Mittel für beide Projekte stammen aus der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes” (GAK). Die GAK ist das wichtigste nationale Förderinstrument für eine leistungsfähige, auf künftige Anforderungen ausgerichtete und wettbewerbsfähige Land- und Forstwirtschaft, den Küstenschutz sowie vitale ländliche Räume. Sie umfasst eine breite Palette von Agrarstruktur- und Infrastrukturmaßnahmen. Zusammen mit den Ländermitteln betragen die Gesamtmittel der GAK bundesweit über eine Milliarde Euro jährlich. 

 

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