„Starker Schlag“ aus Fritzlar: Soldaten trainieren für die European Battlegroup

Der Kampfhubschrauber Tiger startet zum Einsatz, während sich der Kampfhubschrauber Apache noch am Boden befindet

Der Kampfhubschrauber Tiger startet zum Einsatz, während sich der Kampfhubschrauber Apache noch am Boden befindet (Quelle Heer/Nico Engler)Größere Abbildung anzeigen

Frankenberg/Hessen, 06.06.2016.
Wie ein Adler zieht ein Eurofighter in einigen Kilometern Höhe seine Bahnen über das waldreiche Gebiet um Frankenberg (Eder). Seine Aufklärungsinstrumente unter dem Rumpf senden unentwegt Bilder an die Auswerter am Boden. Plötzlich ist eine auffällige Wärmesignatur in einem Waldstück zu sehen. Ist es der Feind oder doch nur eine Gruppe Wanderer?

Eine Rotte Kampfhubschrauber Tiger hebt daraufhin umgehend von ihrem Heimatflugplatz in Fritzlar ab. Mit ihren weitreichenden, hochauflösenden Sensoren tasten sie die betreffende Gegend wenig später ab und spüren tatsächlich einen antennenbestückten gegnerischen Gefechtsstand auf.

Bodentruppen stellen den Feind

Den Feind im Visier: ein Soldat der 6. Kompanie des Fallschirmjägerregiments 26

Den Feind im Visier: ein Soldat der 6. Kompanie des Fallschirmjägerregiments 26 (Quelle: Heer/Nico Engler)Größere Abbildung anzeigen

Nun gilt es, das Gelände mit eigenen Bodentruppen zu nehmen. Das Signal für die Soldaten des Fallschirmjägerregiments 26. Der Infanteriezug der 6. Kompanie nähert sich zügig im Schutz des Waldes an. Noch sind Gegner in Stellung, die das Ausweichen des restlichen Gefechtsstandpersonals sichern. Sofort handelt der Zugführer und befiehlt: „Angriff!“ Nach einem kurzen Feuergefecht ist der feindliche Gefechtsstand in der Hand der Fallschirmjäger.

Der gegnerische Gefechtsstand ist entdeckt, blitzschnell erfolgt der Angriff

Der gegnerische Gefechtsstand ist entdeckt, blitzschnell erfolgt der Angriff (Quelle: Heer/Nico Engler)Größere Abbildung anzeigen

Dieser Auftrag ist nicht real, sondern ein Szenario der zweiwöchigen Übung Strong Punch. Federführend ist das Kampfhubschrauberregiment 36. Rund 150 Soldatinnen und Soldaten nehmen mit 30 Radfahrzeugen sowie einem Dutzend Luftfahrzeugen an der Schwarmübung teil. Neben Soldaten aus den Verbänden der Division Schnelle Kräfte (DSK) kommen auch Panzergrenadiere, Jäger, Aufklärer und Spezialisten für den elektronischen Kampf sowie die Luftwaffe zum Einsatz. Ein besonderes Highlight ist die Beteiligung von Kampfhubschraubern der U.S. Army vom Typ Apache.

Ziel der Übung ist es, Soldaten für die European Battlegroup im zweiten Halbjahr 2016 auszubilden. Darüber hinaus soll aber auch die Zusammenarbeit im multinationalen Umfeld und mit anderen Teilstreitkräften geübt werden.

Übung macht den Meister

Das Zusammenwirken von Apache (r.) und Tiger (l.) zu trainieren, ist ein wichtiger Übungsbestandteil von Strong Punch

Das Zusammenwirken von Apache (r.) und Tiger (l.) zu trainieren, ist ein wichtiger Übungsbestandteil von Strong Punch (Quelle: Heer/Nico Engler)Größere Abbildung anzeigen

Auf täglich wechselnden Übungsplätzen rund um Fritzlar werden die Besatzungen der Kampfhubschrauber vor anspruchsvolle Aufträge gestellt: Bodentruppen direkt zu unterstützen oder zu eskortieren, die gegnerische Flugabwehr zusammen mit Kampfflugzeugen bekämpfen, Geländeabschnitte überwachen und Aspekte des elektronischen Kampfes trainieren. Hauptmann Alexander Winkler, einer der leitenden Offiziere, betont: „Ziel ist, dass alle Übungsteilnehmer der verschiedenen Truppengattungen ihre spezifischen Fähigkeiten nicht nur einbringen, sondern durch die Übung verbessern.“

„Absitzen!“ Mit Mungos und Wölfen sind die Fallschirmjäger auch am Boden schnell und mobil

„Absitzen!“ Mit Mungos und Wölfen sind die Fallschirmjäger auch am Boden schnell und mobil (Quelle: Heer/Nico Engler)

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