Stadt-Umland-Wettbewerb:Schneider und Vogelsänger übergeben Förderbescheid

Bauministerin Kathrin Schneider und Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger werden am kommenden Freitag (12. August) einen Förderbescheid für ein Projekt des Stadt-Umland-Wettbewerbs übergeben. Für den Neubau eines Schulergänzungsbaues für die Grund- und Oberschule Müllrose erhält das Amt Schlaubetal rund 1,3 Millionen Euro aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER).

Bauministerin Kathrin Schneider: „Mit dem Stadt-Umland-Wettbewerb wollen wir die Kooperation zwischen den Städten und ihrem Umland stärken. Erstmals werden auf Basis eines integrierten und gebündelten Mitteleinsatzes Fördergelder aus allen drei europäischen Fonds für Projekte ausgereicht. Davon profitieren die Bürgerinnen und Bürger, aber auch die Kommunen und das Land. Die Kooperationspartner um die Stadt Frankfurt (Oder) haben sich u. a. gemeinsam vorgenommen, die Qualität der Bildungsinfrastruktur zu verbessern und damit auch die inklusive Beschulung zu ermöglichen. In Müllrose wird dafür die Grund- und Oberschule erweitert.“

Agrarminister Jörg Vogelsänger: „Für alle Beteiligten in Brandenburg ist der Stadt-Umland-Wettbewerb ein Gewinn. Vor allem im Bereich der Daseinsvorsorge werden Vorhaben auf den Weg gebracht, die aus der Sicht der Städte und für die ländlichen Kommunen Zukunft sichern helfen. Ich freue mich besonders darüber, dass wir mit Mitteln der ländlichen Entwicklung hier in Müllrose einen direkten Beitrag dafür leisten können, dass unsere Kinder- und Jugendlichen wohnortnah eine gute Ausbildung bekommen. Bis Juli konnten im Rahmen des Stadt-Umland-Wettbewerbs insgesamt acht Vorhaben aus dem ELER mit einem Gesamtvolumen von rund 4 Millionen Euro und weitere 3 Millionen Euro an ELER-Mitteln bewilligt werden.“

Am Stadt-Umland-Wettbewerb konnten sich Ober- oder Mittelzentren, die mit einer oder mehreren Kommunen in ihrem jeweiligen Verflechtungsbereich eine Kooperation gebildet haben, beteiligen. Städte und die sie umgebenden Gemeinden konnten Kooperationsprojekte für die Themenfelder Infrastruktur und Umwelt, Energie und Mobilität sowie Wirtschaft und Tourismus benennen. Insgesamt stehen für die SUW-Projekte in Brandenburg 213 Millionen Euro EU-Fördermittel zur Verfügung.

Die Fördergelder können für Projekte eingesetzt werden, die den jeweiligen Anforderungen der drei europäischen Fonds entsprechen und von den Kooperationspartnern kofinanziert werden.

Die Stadt Frankfurt (Oder) (Leadpartner) und die Kooperationspartner Ämter Lebus, Brieskow-Finkenheerd, Schlaubetal und Neuzelle, die Stadt Eisenhüttenstadt sowie das Landesamt für Umwelt haben mit der Strategie „Zukunftsfähige Oderregion: vernetzen – bewegen – erleben“ erfolgreich am Stadt-Umland-Wettbewerb teilgenommen. Für die Schwerpunkte:

  • Erlebbarkeit der Oderregion erhöhen
  • Daseinsvorsorge sichern
  • Umweltverträgliche Mobilität stärken
  • Wirtschaftspotenziale, z. B. Tourismus stärken
  • Hochwasserschutzmaßnahmen

stehen bis zu 15,56 Millionen Euro zur Verfügung.

Für ein erstes Projekt dieser Kooperation erhält das Amt Schlaubetal am kommenden Freitag den Förderbescheid über rund 1,3 Millionen Euro für einen Schulergänzungsbau. Nach Fertigstellung des Neubaus im Frühjahr 2018 werden in den Erweiterungsbau die Primarstufe und der Schulhort einziehen. Die Grund- und Oberschule (GOS) Müllrose, die auch den Titel UNESCO-Projektschule trägt, nimmt am Pilotprojekt Inklusion teil und kann seit vielen Jahren konstante Schülerzahlen aufweisen. Der Einzugsbereich der Schule ist nicht auf die Stadt Müllrose beschränkt, sondern umfasst darüber hinaus einen Einzugsradius von etwa 25 Kilometern.  

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