Stadt schließt Klimapartnerschaft mit Wissenschaftsinstitutionen

Die Herausforderung ist groß: Bis 2050 will die Landeshauptstadt
Potsdam den CO2-Ausstoß auf nahezu Null bringen. Eine dauerhafte
Partnerschaft zwischen der Landeshauptstadt und in Potsdam ansässigen
Klimawissenschaftlern soll nun den Weg dahin bereiten. Am 16. Oktober
wird die „Klimapartnerschaft Stadt und Wissenschaft“ feierlich bei der
Sitzung des Klimarates im Institut for Advanced Sustainability Studies
(IASS) unterzeichnet. Das hat der Hauptausschuss der
Stadtverordnetenversammlung heute beschlossen.

Mit der Bewerbung um die Sonderförderung des Bundesministeriums für
Umwelt zur „Masterplankommune 100 % Klimaschutz 2050“ machte die
Stadtverordnetenversammlung Potsdam im Jahr 2016 zu einer von insgesamt
41 Vorreiterkommunen im kommunalen Klimaschutz in Deutschland. Im ersten
Jahr der Förderung wurde ein Gutachten erarbeitet, das mit 34
Kernstrategien und 157 Maßnahmen den möglichen Weg in die
Klimaneutralität aufzeigt. Um die Maßnahmen aus dem Gutachten im
Einzelnen umzusetzen, erweiterte Oberbürgermeister Jann Jakobs im
vergangenen Jahr den seit 2010 bestehenden Klimarat. Ziel des Gremiums
ist der dauerhafte Dialog zur Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen
zwischen Bürgern, Stadtverwaltung, kommunalen Unternehmen, Wirtschaft
und Wissenschaft, damit die Klimaziele im Sinne der gesamten
Stadtgemeinschaft erreicht werden können.

Ergänzend zum Klimarat wollen künftig neun international renommierte
Potsdamer Wissenschaftsinstitute über die „Klimapartnerschaft Stadt und
Wissenschaft“ ihre weltweit gesammelte Erfahrung in den
Masterplanprozess einbringen und in enger Zusammenarbeit mit den
städtischen Unternehmen den Klimaschutz in Potsdam aktiv
voranbringen. „Diese Klimapartnerschaft ist einmalig in Deutschland und
stärkt den Klimaschutz in der Landeshauptstadt. Als Stadt unterstützen
wir natürlich die Entwicklung der Institute durch Planung und Förderung
im gesetzlichen Rahmen. Die Institute unterstützen die Entwicklung
Potsdams durch den direkten Transfer von Wissen und Erfahrung in
zahlreichen Gremien der Stadt“, sagt Oberbürgermeister Jann Jakobs.
„Für einen effektiven Klimaschutz ist die Zusammenarbeit auf
kommunaler Ebene von zentraler Bedeutung. Von daher freuen wir uns, bei
der Klimapartnerschaft Stadt und Wissenschaft aktiv mitzuwirken“,
ergänzt Prof. Dr. Ortwin Renn, wissenschaftlicher Direktor des
Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS). „Die Aufgaben, den
Klimaschutz wirtschaftlich und sozialverträglich zu gestalten, sind für
uns Stadtwerke Potsdam so herausfordernd, dass wir uns freuen, solch
eine hohe Dichte an Wissenschaft an unserer Seite zu haben. Wir, als
Stadtwerke Potsdam, wollen alle hier vorhandenen Ressourcen nutzen, und
dazu sind mehr Vernetzung und ein enger Austausch zwischen unserer
Praxis und der lokal präsenten Wissenschaft der Schlüssel“, sagt
Sophia Eltrop, Geschäftsführerin der Stadtwerke Potsdam GmbH.

Folgende Partner unterzeichnen die Absichtserklärung
„Klimapartnerschaft Stadt und Wissenschaft“: Landeshauptstadt
Potsdam, ProPotsdam GmbH, Stadtwerke Potsdam GmbH, proWissen Potsdam e.
V., Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie e.V.,
Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und
Meeresforschung, Helmholtz-Zentrum Potsdam Deutsches
GeoForschungsZentrum, Hasso-Plattner-Institut für Digital Engineering
gGmbH, Institute for Advanced Sustainability Studies, Potsdam-Institut
für Klimafolgenforschung e.V., Fachhochschule Potsdam, Universität
Potsdam sowie Bundesstiftung Baukultur.

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