Stabsübung zur Afrikanischen Schweinepest

Frühzeitiges Erkennen entscheidend für Eindämmung der Seuche

ASP: Amtstierärztin Dr. Sabine Kramer erläuterte den Teilnehmern der Stabsübung die aktuelle Tierseuchenlage. Foto: Landkreis Prignitz

Eine Stabsübung zum Thema Afrikanische Schweinepest führte der Sachbereich Brand- und Katastrophenschutz des Landkreises Prignitz am Freitag, 12.10.2018, durch. Sie wurde von Amtstierärztin Dr. Sabine Kramer geleitet. Rund 50 Mitarbeiter der Behörde nahmen daran teil.

Es ging um die weitere Sensibilisierung eines möglichen Ausbruchs dieser Viruserkrankung von Wild- und Hausschweinen, die Vermittlung von Grundlagenwissen sowie die operativ-taktischen Bekämpfungsmaßnahmen im Fall eines Falles.

Dr. Sabine Kramer erläuterte, dass es für diese anzeigepflichtige Tierseuche keine wirksame Therapie und keine Möglichkeit der Vorbeugung durch evtl. Impfungen gibt. Für den Menschen ist sie nicht gefährlich, in betroffenen Regionen ist jedoch bei einem Ausbruch mit gravierenden wirtschaftlichen Folgen für Tierzüchter und tierverarbeitende Betriebe zu rechnen. Die Seuche breitete sich bisher massiv in den baltischen Ländern aber auch in Polen, Tschechien und jüngst in Belgien aus. „Ein frühzeitiges Erkennen der Afrikanischen Schweinepest an Fallwild ist entscheidend für eine Eindämmung der Seuche“, betonte die Amtstierärztin. Für den Landkreis Prignitz läuft bereits eine Hotline. Unter der Notrufnummer 03876-713 110 können tot aufgefundene Tiere direkt und rund um die Uhr an das Veterinäramt gemeldet werden. Wichtig sei jetzt schon die ständige Reduzierung der Schwarzwildpopulation, so Kramer. Der Landkreis Prignitz unterstützt dies, indem er die Gebühren für die Trichinenuntersuchung erlässt, das Land Brandenburg zahlt eine Abschussprämie für zusätzlich erlegtes Schwarzwild.

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