Spurensuche: “ZDF.reportage” über verschwundene Angehörige

Seit einem Bulgarienurlaub ist Sandra Mittanks Sohn Lars spurlos verschwunden.
Copyright: ZDF/Eva Gühne

Mehr als 11.000 Menschen gelten aktuell in Deutschland als vermisst. Jedes Jahr gehen bei der Polizei etwa 100.000 Vermisstenanzeigen ein. Für die Angehörigen bleiben unendliche schlaflose Nächte mit endlosen Fragen. Die “ZDF.reportage: Spurensuche – Wenn Angehörige verschwinden” begleitet am Sonntag, 7. Oktober 2018, 18.00 Uhr, die Suche nach verschwundenen Familienmitgliedern. Der Film von Michael Hawich zeigt, an welche bürokratischen Grenzen die Suchenden stoßen und welche Momente ihnen immer wieder Hoffnung geben, den vermissten Angehörigen doch noch wiederzufinden.

Wer innerhalb eines Jahres nicht zurückkehrt, bleibt laut Statistik des Bundeskriminalamtes meist für immer verschollen und wird spätestens nach zehn Jahren für tot erklärt. Viele Angehörige geben aber die Hoffnung nie auf, dass der Vermisste doch irgendwo gefunden wird. Zum Beispiel Sandra Mittank, deren Sohn Lars vor drei Jahren im Bulgarien-Urlaub spurlos verschwunden ist. Das letzte Lebenszeichen: ein Video der Überwachungskamera am Flughafen. Auch eine Suche innerhalb der ZDF-Sendung “Aktenzeichen XY… ungelöst” brachte bisher keine Aufklärung. Sandra hat einen Privatdetektiv eingeschaltet, der vor Ort nach ihrem Sohn sucht. Seine Vermutung: Der 28-Jährige hatte eine Amnesie und weiß nicht mehr, wer er ist.
Leonie aus Bayern sucht seit mehr als fünf Jahren nach ihrem Bruder Andreas. Im November 2012 verließ er am Morgen das Haus, um zur Arbeit zu gehen. Dort kam er jedoch nie an, meldete sich seitdem nicht bei seiner Familie oder bei Freunden. Der damals 18-Jährige nahm weder Gepäck noch sein Handy mit. Die Ermittlungen der Polizei ergaben bisher keine Erkenntnisse zum Verbleib des jungen Mannes. Auch Leonie hat einen Privatermittler mit der Spurensuche beauftragt – sie hofft immer noch auf ein Lebenszeichen ihres Bruders.

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