Spatzennest und Budenhäuser – Mehr als 1,5 Millionen für Kyritzer Stadtentwicklung – Schneider übergibt Förderbescheide

Bauministerin Kathrin Schneider hat heute in Kyritz vier Förderbescheide über mehr als 1,5 Millionen Euro aus den Bund-Länderprogrammen Stadtumbau-Ost, „Kleine Städte und überörtliche Zusammenarbeit“ und erstmals auch aus dem „Programm Soziale Stadt“ überreicht. Das Geld steht unter anderem für die Erhaltung historischer Gebäude und die Sanierung von sozialen Einrichtungen zur Verfügung.

„Die drei Förderprogramme ergänzen sich und tragen dazu bei, dass sich die Städte in baulicher und sozialer Hinsicht zu attraktiven Zentren im ländlichen Raum weiter entwickeln können. In der Kyritzer Innenstadt geschieht das unter anderem durch die Sanierung historisch wertvoller Häuser. In Kyritz-West sollen öffentliche Sport- und Spielplätze neugestaltet sowie die Barrierefreiheit auf Straßen und Plätzen verbessert werden.“, sagte Ministerin Schneider heute bei der Übergabe der Zuwendungsbescheide.

Die Projekte in Kyritz werden aus den Bund-Länderprogrammen Stadtumbau Ost (STUB) mit 923.000 Euro und 300.000 Euro aus dem Programm Soziale Stadt (STEP) gefördert. Aus dem Programm „Kleine Städte und überörtliche Zusammenarbeit“ (KLS) stehen 350.000 Euro für die Sanierung und die Finanzierung eines Mehrgenerationenhauses bereit. Mit den Fördermitteln werden auch die Kindertagestätten „Kunterbunt“ und „Spatzennest“ und die sogenannten Budenhäuser der Stadt saniert.

Die „Budenhäuser“ werden kommende Woche (19.08.2016) als „Denkmal des Monats“ der Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen ausgezeichnet. Sie gehören zu den wenigen noch erhaltenen Ensembles dieser Art, die für die Kleinstädte im Land früher typisch waren.

Überwiegend Tagelöhner waren die Eigentümer, die teilweise als Familie mit mehreren Kindern in diesen Kleinsthäusern lebten. Mehrfach werden auch Witwen als Besitzerinnen genannt. Aber auch Handwerksgesellen und Handwerker wie Maurer, Zimmermann, Dachdecker oder Tischler lebten in den Budenhäusern.

Am Rande des Stadtkerns gelegen, in unmittelbarer Nähe zum Klosterviertel, bilden diese Häuschen einen wichtigen Baustein in der Gesamtstrategie der Sanierung der Stadt.

Kyritz hat seit 1991 etwa 36,6 Millionen Euro Fördermittel aus mehreren Programmen für die Stadtentwicklung erhalten.

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