Selber Schuld“ – 28. Brandenburgische Frauenwoche

Gleichstellungsbeauftragte stellt Potsdamer Programm zur Aktionswoche
vor

Jenny Pöller vom Autonomen Frauenzentrum Potsdam, die Gleichstellungsbeauftragte Martina Trauth und Verena Letsch vom Frauenpolitischen Rat Brandenburg nach der Pressekonferenz. Foto Landeshauptstadt Potsdam/ Friederike Herold

Die 28. Brandenburgische Frauenwoche findet in diesem Jahr vom 1. bis
14. März unter dem landesweiten Motto “Selber Schuld“ statt. Das
provokante Motto ruft zu einer (Selbst-) Reflexion auf. Es richtet sich
gegen individualisierte Schuldzuweisungen und hinterfragt, woran es
liegt, dass Frauen und Mädchen oftmals vorgeworfen wird, sie seien
selbst an ihren Benachteiligungen schuld. Das Motto ermahnt zu mehr
Bewusstsein für strukturelle Diskriminierungen, der oftmals
Ungleichheiten wie Altersarmut und Lohnungleichheit zu Grunde liegen.

Die Gleichstellungsbeauftragte der Landeshauptstadt Potsdam, Martina
Trauth, stellte heute der Presse das Programm für die Landeshauptstadt
Potsdam vor „Der Internationale Frauentag sowie frauenpolitische Themen
stehen sehr weit oben auf der Agenda des öffentlichen Interesses und des
persönlichen wie auch gesellschaftlichen Engagements für eine gerechte
Politik zwischen Frauen und Männern in Potsdam. Ich freue mich, dass wir
den Besucherinnen und Besuchern der diesjährigen Frauenwoche ein
anspruchsvolles und vielseitiges Programm bieten können.“

Die 28. Brandenburgische Frauenwoche startet am 1. März mit der
landesweiten Auftaktveranstaltung im Plenarsaal des Rathauses Potsdam.
Danach geht es jeden Tag mit unterschiedlichen Veranstaltungen
politischer, kultureller, persönlichkeitsstärkender oder
gesundheitsfördernder Art weiter. So bietet das Sport- und
Freizeitbad blu exklusiv zur Frauenwoche am 6. März von 10 bis 16 Uhr
und am 13. März von 16 bis 22 Uhr eine Frauensauna an. Ein Angebot, das
es bisher regulär nicht gibt und auf Wunsch vieler Frauen in dieser
Aktionswoche zum Tragen kommen soll. Um Frauenrechte im Islam geht es
bei einer Diskussionsveranstaltung am 7. März um 18 Uhr in der
Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung.

Höhepunkt der Frauenwoche ist der Internationale Frauentag am Mittwoch,
dem 8. März. Im Autonomen Frauenzentrum Potsdam gibt es eine
Frauentags-After-Work-Lounge mit Buffet zum Unkostenbeitrag von 5 Euro
und einem Vortrag über Sexismus. Danach sind alle Frauen herzlich in das
fabrik Café in der Schiffbauergasse zur kostenfreien
Frauenfesttagsveranstaltung mit der Potsdamer Künstlerin Heike Isenmann
und anschließendem Frauentanz mit „The Crazy Hearts“ eingeladen.

Für Frauen, die sich beruflich neu orientieren wollen, wird am 10. März
ein kostenfreier ganztägiger Workshop angeboten. Hier wird mit
persönlichen Potenzialen und Ressourcen gearbeitet, um konkrete
nächste Schritte für den beruflichen Lebensweg zu finden. Darüber
hinaus bietet der Architektinnen-Stammtisch der Brandenburgischen
Architektenkammer exklusiv zur Frauenwoche am 11. März um 13 Uhr einen
kostenfreien Stadtrundgang auf den Spuren von Emilie Winkelmann, der
ersten freiberuflichen Architektin Deutschlands, an.

Neben den genannten Veranstaltungen bietet die Landeshauptstadt noch
viele weitere Events, organisiert durch Potsdamer Vereine, Verbände und
Institutionen. Das umfangreiche Programm zur 28. Brandenburgischen
Frauenwoche liegt in gedruckter Form in vielen öffentlichen
Einrichtungen aus und ist im Büro für Chancengleichheit und Vielfalt
erhältlich. Darüber hinaus ist es unter
www.potsdam.de/kategorie/chancengleichheit abrufbar.

Die Gleichstellungsbeauftragte Martina Trauth und die Geschäftsführerin
des Autonomen Frauenzentrums Potsdam, Heiderose Gerber, laden alle
Potsdamerinnen und Potsdamer herzlich zu den Veranstaltungen ein.

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