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„Sehen und gesehen werden!“

PD Nord – Die dunkle Jahreszeit hat begonnen, die Phasen der Dämmerung verlängern sich und die Tage werden immer kürzer. Ein Grund mehr, für eine vorschriftsmäßige Beleuchtung an Fahrrad und Kraftfahrzeug zu sorgen. Allein im Jahr 2017 wurden im gesamten Land Brandenburg im Monat Oktober 15.314 Fahrzeuge kontrolliert. Etwa jedes fünfte Fahrzeug (3.514 oder 22,9 Prozent) wies dabei Mängel in der Beleuchtungseinrichtung auf. Allein in der PD Nord wurden im vergangenen Jahr bei 549 Kontrollen 4.154 Fahrzeuge überprüft und dabei 865 Beleuchtungsmängel festgestellt (Anteil 20,8 Prozent [Fahrrad: 564, PKW: 240, LKW: 25, Krad: 36]).

 

An der diesjährigen 62. bundesweiten Kraftfahrzeug-Beleuchtungsaktion „Lichttest 2018“, an der sich auch die Polizeidirektion Nord beteiligt, wird daher im Zeitraum vom 01. bis zum 31. Oktober verstärkt Augenmerk auf eine funktionierende und ordnungsgemäße Beleuchtung am Fahrzeug gelegt.

 

In den ersten beiden Aktionswochen wurden in der PD Nord durch Beamte der Verkehrspolizei, der Revierpolizisten und durch den Wach- und Wechseldienst insgesamt 174 Kontrollen durchgeführt, an denen 300 Beamte beteiligt waren. Insgesamt wurden 2.037 Fahrzeuge kontrolliert.

 

Im Bereich der Prignitz wurden durch 64 Beamte in 27 Kontrollen 390 Fahrzeuge kontrolliert. Darunter befanden sich 237 Pkw, zwei Lkw, 28 motorisierte Zweiräder und 123 Fahrräder. Dabei wurden lediglich 21 Mängel in den Beleuchtungseinrichtungen festgestellt, 14 an Pkw und sieben an Zweirädern. Bei den Pkw wurden zudem 49 sonstige Verstöße, acht an Lkw, einer an einem Kraftrad und vier an Fahrrädern bemängelt.

 

In Ostprignitz-Ruppin fanden 46 Kontrollen an verschiedenen Orten statt. Dafür waren 90 Beamte im Einsatz. Unter 435 kontrollierten Fahrzeugen befanden sich 328 Pkw, sechs Lkw, fünf Krafträder und 96 Verkehrsteilnehmer auf dem Fahrrad. Bei fast einem Viertel (101) der Kontrollierten wurden Mängel festgestellt. 56 Mal an Pkw, einmal an einem motorisierten Zweirad und 44 Mal an Fahrrädern. Sonstige Verstöße gab es 44 bei Pkw, vier an Fahrrädern und einmal an einem Kraftrad. Am 12.10. wurden zudem Geschwindigkeitskontrollen von 06.00 Uhr bis 07.30 Uhr durchgeführt. Bei 53 angemessenen Fahrzeugen wurden 13 Geschwindigkeitsüberschreitungen festgestellt, zwölf davon im Verwarngeldbereich (bis höchstens 35 Euro). Ein Verkehrsteilnehmer überschritt die zulässige Höchstgeschwindigkeit um 31 km/h bei erlaubten 30 km/h. Als Folge wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet.

 

Im Landkreis Oberhavel Kontrollierten 68 Beamtinnen und Beamte in 31 Kontrollen insgesamt 914 Fahrzeuge. Unter diesen befanden sich 360 Pkw, 26 Lkw, 18 Krafträder und 512 Fahrräder. An über 25 Prozent (272) der kontrollierten Fahrzeuge befanden sich eine mangelhafte Beleuchtung (44 x Pkw, fünf Lkw, und 223 Fahrräder). Unter den 25 sonstigen Verstößen wurden 14 an Pkw, einer an einem Lkw und zehn an Fahrrädern festgestellt.

 

Die Verkehrspolizei der Polizeidirektion Nord (mit Autobahnpolizei) kontrollierte mit 78 Beamten in 70 Kontrollen 298 Fahrzeuge (166 Pkw, 86 Lkw, 13 Krafträder sowie 33 Fahrradfahrer). 156 Mal wurde die Beleuchtung als mangelhaft angesehen (80 x Pkw, 44 x Lkw, elf mal Kraftrad und 21 Fahrräder). Die 105 sonstigen Verstöße gliedern sich wie folgt auf: 71 x Pkw und 34 x Lkw.

Zwischenfazit:

 

Gerade in der dunklen Jahreszeit trägt eine einwandfreie Fahrzeugbeleuchtung zur Sicherheit im Straßenverkehr bei. Eine fehlende Beleuchtung kann schnell zu einem Verkehrsunfall führen. Aber auch ein unkorrekt eingestellter Haupt- oder Zusatzscheinwerfer hat nicht selten zur Folge, dass der Gegenverkehr geblendet wird. Besonders gefährdet sind in dieser Zeit die motorisierten Zweiradfahrzeuge sowie Fahrradfahrer, da diese im Falle eine Verkehrsunfalls im Vergleich zu einem Pkw über ein nicht so hohes Maß an Schutz verfügen. Die Polizei empfiehlt jedem Verkehrsteilnehmer aus den vorgenannten Gründen sowie zur eigenen Sicherheit, die Beleuchtung an seinem Fahrzeug zu kontrollieren oder kontrollieren zu lassen. Viele Werkstätten bieten in dieser Zeit teilweise kostenlose „Lichttests“ an, bei denen Mängel festgestellt und anschließend beseitigt werden können. Funktionierende Reflektoren an Zweirädern wie „Katzenaugen“, zurück leuchtende Streifen auf den Reifen oder an anderen Bestandteilen des Drahtesels tragen dazu bei, sicher auf Straßen und Wegen unterwegs zu sein. Fußgänger können durch richtiges Verhalten ebenso dazu beitragen, die Sicherheit im Verkehrsraum zu erhöhen. Reflektierende Kleidung trägt dazu bei im Verkehrsraum wahrgenommen zu werden. Der richtige Reifen hilft in einer brenzligen Situation das Fahrzeug rechtzeitig zum Stehen zu bekommen. Eltern sollten darauf achten, dass ihre Kinder gut sichtbar gekleidet sind.

 

Weil man im Straßenverkehr nicht nur auf sich selbst, sondern auch auf andere achten muss, gilt hier der Grundsatz: „Sehen und gesehen werden!“

   

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City Report - pnr24

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