Schleusungen an der Südgrenze reißen nicht ab/ Bundespolizei nimmt zwei türkische Schleuser vorläufig fest

#Lindau (ots) – Am Montagmorgen (15. Oktober) hat die Bundespolizei erneut eine Schleusung am Grenzübergang Hörbranz gestoppt. Zwei in Berlin wohnhafte türkische Staatsangehörige hatten versucht drei Landsleute von Italien nach Deutschland zu schleusen. Die Bundespolizisten nahmen die beiden 44- und 31-jährigen mutmaßlichen Schleuser vorläufig fest.

Lindauer Bundespolizisten kontrollierten einen in Deutschland zugelassenen Pkw auf der BAB 96. Der Fahrer sowie der Beifahrer verfügten über gültige Dokumente für die Einreise und den Aufenthalt in Deutschland. Die drei Insassen im Alter zwischen 20 und 25 Jahren hingegen konnten keine Papiere vorweisen, die zum Grenzübertritt berechtigen.

Auf Nachfrage der Bundespolizisten konnten die in Berlin wohnhaften Männer keinen plausiblen Grund für ihre Reise nennen. Der Fahrer gab an, die Mitfahrer nicht zu kennen, sondern sie zufällig auf dem Rückweg nach Berlin in einem Schnellrestaurant getroffen und mitgenommen zu haben. Die Feststellungen der Beamten sprachen jedoch gegen diese Behauptungen. Die Polizisten fanden bei der Durchsuchung des Fahrers Bargeld von über 1.700,- Euro. Im Fahrzeug stellten die Bundespolizisten außerdem diverse potenzielle Beweismittel, darunter drei Navigationsgeräte, fest.

Den 20- und 21-Jährigen leiteten die Beamten mit begründetem Asylgesuch an das zuständige Ausländeramt weiter. Dem 25-Jährigen verweigerten die Bundespolizisten die Einreise. Die beiden mutmaßlichen Schleuser konnten anschließend ihren Weg fortsetzen. Die Männer erwartet nun ein Strafverfahren wegen Einschleusens von Ausländern.

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