Rund 700 Langzeitarbeitslose fanden bisher durch Integrationsbegleitung Arbeit

Zum Internationalen Tag zur Beseitigung der Armut am 17. Oktober: Brandenburg und der Europäische Sozialfonds sind erfolgreich in der Armutsbekämpfung. 69 Integrationsbegleiter/innen helfen in ganz Brandenburg.

Langzeitarbeitslose und ihre Familien sind besonders von Armut bedroht. In Brandenburg betrifft dies allein 37.000 Menschen. Unter dieser Situation leiden Erwachsene wie Kinder. Oft zeigt sich: Je länger die Arbeitslosigkeit dauert, desto schwerer ist es, wieder Fuß in der Arbeitswelt zu fassen.

Die Bekämpfung von Arbeitslosigkeit gehört in Deutschland somit zu einem der wirksamsten Mittel gegen Armut und soziale Ausgrenzung. Einen wesentlichen Beitrag dazu leistet der Europäische Sozialfonds (ESF) mit 362 Millionen Euro an Fördermitteln. Allein rund 70 Millionen Euro davon sind für Projekte zur Eingliederung und Bekämpfung von Armut vorgesehen. In Brandenburg sind dadurch z.B. 69 Integrationsbegleiter/innen aktiv. Im Rahmen der Integrationsbegleitung für Langzeitarbeitslose und Familienbedarfsgemeinschaften betreuen sie seit Beginn der Förderung 3.463 Langzeitarbeitslose, davon 2.226 Frauen. Ziel ist, Betroffene wieder in den ersten Arbeitsmarkt einzugliedern und sozial zu integrieren. Die Förderung läuft seit 2015 und dauert noch bis Juli 2020.

In intensiver Einzelbetreuung, die bis zu zwei Jahre dauert, lernen Langzeitarbeitslose, sich Ziele zu setzen und entdecken, was in ihnen steckt. Sie gehen auf Stellensuche und bereiten sich auf Bewerbungen vor: 694 Menschen konnten so bereits eine Arbeitsstelle finden. Hier ist Tag für Tag erlebbar, was durch die EU-Förderung für den Einzelnen erreicht werden kann. Die Betroffenen stärken ihre Fähigkeiten und bieten so auch ihren Familien eine neue Perspektive – eine einzelne Maßnahme ist hier eine echte Chance für viele. Denn dies steht fest: Integration in existenzsichernde Arbeit ist der beste Weg zur Armutsbekämpfung.

 

Was EU-Fonds in Brandenburg leisten

Die Zahl der Arbeitslosen sinkt in Brandenburg seit Jahren stetig. Für laufend neue Arbeitsplätze und eine steigende Innovationskraft Brandenburgs sorgen auch der EFRE (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) und der ELER (Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums). Durch ihre Förderung wurden zahlreiche Unternehmen gegründet, die Arbeitsplätze im Land sichern und die lokale Wirtschaft ankurbeln. Mit ihrer Hilfe ist Brandenburg auf dem Weg, sich als wettbewerbsfähiger und attraktiver Standort zu etablieren. Aus den drei EU-Fonds ELER, EFRE und ESF stehen insgesamt 2,2 Milliarden Euro unter anderem für die Sanierung und wirtschaftliche Belebung benachteiligter städtischer und ländlicher Gebiete zur Verfügung.

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