Rudower See

Ein langer Atem

Umweltminister vor Ort am Rudower See in Lenzen/Ministerielle Arbeitsgruppe entwickelt kurz- und langfristige Maßnahmen zur Stabilisierung und Verbesserung der Wasserqualität

Gestern am Rudower See in Lenzen: Umweltminister Jörg Vogelsänger informierte, dass die Rettung des Rudower Sees mit der Bildung einer ministeriellen Arbeitsgruppe jetzt in die Phase der Umsetzung durch kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen tritt. Diese Botschaft wurde positiv angenommen. Foto: Landkreis Prignitz

Eine ministerielle Arbeitsgruppe wird sich noch im kommenden Monat konstituieren und die Umsetzung von Maßnahmen zur Stabilisierung und Verbesserung der Wasserqualität des Rudower Sees auf den Weg bringen. Das kündigte gestern Umweltminister Jörg Vogelsänger bei seinem Besuch an der Badeanstalt am größten See der Prignitz in Lenzen an. Zu diesem neuen Arbeitskreis werden neben dem Landesumweltamt z.B. auch die Unteren Wasserbehörde und Kommunalvertreter gehören. Vogelsänger bedankte sich ausdrücklich bei der Bürgerinitiative für die guten vorbereitenden Arbeiten und bat gleichzeitig um Verständnis, dass für die jetzige Arbeit wichtig sei, dass die Entscheidungsträger an einem gemeinsamen Tisch sitzen. Die Arbeitsgemeinschaft „Rettet den Rudower See“ werde nicht ausgegrenzt, betonte er, sondern regelmäßig über den Stand der Arbeit informiert und damit eingebunden werden.

Kurt Augustin, Abteilungsleiter im Umweltministerium, stellte heraus, dass es um die Umsetzung des Landtagsbeschlusses „Rettet den Rudower See“ gehe – und nicht um die Rettung des Rambower Moores. Dafür müssten die kurz-, mittel- und langfristigen Maßnahmen entwickelt werden. Das erfordere gutes Handwerk, um technische Möglichkeiten oder Förderprogramme auszuloten. „Für den Erhalt des Sees ist ein langer Atem notwendig“, prophezeite Augustin.

Zu den vordergründigen Aufgaben des neuen Arbeitskreises werden u.a. Fragen der Gewässerunterhaltung gehören. Hier seien noch Hausaufgaben aus dem ehemaligen EU-Life-Projekt abzuarbeiten. Das Wehr sei in Ordnung zu bringen und Gespräche mit den Landwirten zur Reduzierung des Nährstoffeinflusses zu führen. Das Ziel sei weniger intensive Landwirtschaft rund um den See. Dafür könne man Programme nutzen. Diskutiert werden müsse auch das Betreiben und Unterhalten der Phosphoreliminierungsanlage für die nächsten 3 bis 5 Jahre. Bis zum Juni, so kündigte Augustin an, werde es ein Monitoring des Nährstoffeintrags geben, um festzustellen, wo sie herkommen.

Ralf Behrens von der Arbeitsgemeinschaft „Rettet den Rudower See“ danke dem Minister, dass die Landesregierung die Problematik des Rudower Sees angenommen hat und angeht. „Damit ist allen Menschen der Region geholfen“, sagte er unter deutlichem Beifall der Anwesenden.

Zum Vor-Termin des Umweltministers waren gestern mehr als 40 Anwohner aus der Region gekommen. Mit dabei waren auch Landrat Torsten Uhe, Bürgermeister Christian Steinkopf, Amtsdirektor Harald Ziegeler, Bettina Künast vom Trägerverbund Lenzen sowie Landtagsabgeordneter Holger Rupprecht und Kreistagsabgeordneter Harald Pohle.

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