Renovierungsarbeiten am Pomonatempel Pfingstberg beginnen

Notwendig gewordene Renovierungsarbeiten am Pomonatempel
Pfingstberg können beginnen. 25 Jahre nach seiner Wiedererrichtung braucht Schinkels
Erstlingswerk eine Verschönerungskur. Holzsäulen, Türen, Fenster und Außenfassade müssen
erneuert werden. Dafür wirbt der Förderverein Pfingstberg noch bis Ende des Jahres Spendengelder
ein.

Vor rund 25 Jahren wurde der verfallene Pomonatempel dank einer großzügigen Spende der
Hermann Reemtsma Stiftung wieder aufgebaut. Seitdem ist das Erstlingswerk von Karl
Friedrich Schinkel für Besucher wieder erlebbar. Jedes Jahr werden dort von Ostern bis
Oktober wechselnde Kunstausstellungen gezeigt und auf der Dachterrasse finden
Märchenerzählungen in der Reihe „Kultur in der Natur“ statt. Vor allem die Witterung
hinterlässt zunehmend Spuren an dem historischen Gebäude. Darum werden
Renovierungsmaßnahmen notwendig, die ab sofort beginnen und im Folgenden erläutert
werden.
Restaurierung der Holzsäulen
Gestaltet ist der Pomonatempel in Form eines griechischen Tempels. Vorbild für Schinkel war
die Nordfassade des Erechtheions auf der Akropolis von Athen. Die Säulen, welche die Front
des Pomonatempels schmücken, sind – entgegen optischer Wahrnehmung – allerdings aus
Holz und nicht aus Stein, wie es einst in Griechenland üblich war. Inzwischen blättert die
weiße Farbe von den Säulen ab. Damit keine Schäden am Holz durch Witterungseinflüsse
entstehen, werden im ersten Bauabschnitt unter Berücksichtigung der historischen
Bausubstanz die Altanstriche der Säulen entfernt und der neue Anstrich vorgenommen.
Ausbesserung der Außenhülle
Auch die Außenfassade des Pomonatempels braucht neue Farbe. Zum einen gibt es eine
verstärkte Moosbildung im unteren Bereich der Wände. Diese wird begünstigt durch
Regenwetter: Bei Niederschlag spritzt das Wasser vom Boden an die Wände und das Moos
erhält eine Grundlage zum Wachsen. 2017 war ein sehr regnerischer Sommer, zudem gab es in
den letzten Jahren klimawandelbedingt sehr viele und starke Regengüsse.
Im zweiten Arbeitsschritt wird nun die Außenhülle von pflanzlichem und fungizidem Befall
gereinigt und neu grundiert, um neuen Befall zu verhindern. Anschließend wird lockerer Putz
entfernt, danach werden Putzstellen und Risse neu kalkverputzt. Zuletzt werden schließlich
die Fassaden neu gestrichen. Auch Türen und Fensterrahmen werden in diesem Zuge saniert.
Kosten und Dauer
Die Arbeiten am Pomonatempel dauern bei guter Witterung voraussichtlich bis November
2018. Bei Verzögerungen durch Regen, Schnee oder Frost soll die Renovierung im April 2019
abgeschlossen sein. Die Kosten für die Sanierungsmaßnahmen werden aktuell auf etwa 10.000
Euro geschätzt. Etwa die Hälfte der benötigten Summe konnte bislang unter anderem von den
Mitgliedern des Förderverein Pfingstberg von Mai bis September auf dem Pfingstberg an den
Wochenenden eingesammelt werden. Bis Ende des Jahres sind noch Spenden auf folgendes
Konto möglich:

Förderverein Pfingstberg e.V.
IBAN: DE82 1605 0000 3503 0111 01
BIC: WELADED1PMB
Mittelbrandenburgische Sparkasse Potsdam

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