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Potsdam investiert in eine stabile Wasserversorgung

Potsdam investiert in eine stabile Wasserversorgung

Konzeption zur Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung 2019-2023 vorgestellt

Zur Deckung des steigenden Trinkwasserbedarfes und höherer Umweltanforderungen an die Abwasserentsorgung wird Potsdam bis 2023 jährlich etwa 28 Millionen Euro investieren. Dazu ist eine Konzeption zur Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung für die Jahre 2019-2023 durch die Energie und Wasser Potsdam GmbH im Auftrag der Landeshauptstadt Potsdam erarbeitet worden. Diese wird jetzt der Stadtverordnetenversammlung vorgelegt.

Die fünf Potsdamer Wasserwerke versorgen zurzeit das Stadtgebiet und die Ortsteile Caputh und Geltow der Nachbargemeinde Schwielowsee mit insgesamt 185 000 Einwohnern. Im Jahr 2035 werden es voraussichtlich 245 000 zu versorgende Einwohner sein. Die in Potsdam vorhandenen Grundwasserangebote ermöglichen eine sichere Versorgung der Landeshauptstadt Potsdam und der umliegenden Gemeinden mit Trinkwasser in ausreichender Menge und guter Qualität. Durch die Ausweisung von Trinkwasserschutzgebieten ist der notwendige Schutz des Grundwassers als wichtige Ressource gewährleistet.

Von den insgesamt 678 Kilometern Trinkwasserhauptleitungen sind noch 15 Prozent aus Stahl, die rohrbruchgefährdet sind. Waren 2006 noch 140 Rohrbrüche im Jahr in Potsdam zu verzeichnen, konnte durch konsequente Erneuerung die Rohrbruchrate heute auf 50 pro Jahr gesenkt werden. Diese Rate soll weiter minimiert werden. Das Kanalnetz mit einer Gesamtlänge von 641 km ist teilweise vor allem bei Schmutzwasserleitungen sanierungsbedürftig.

Von den jährlich etwa 10,9 Millionen Kubikmeter Schmutzwasser werden auf den Kläranlagen Nord und Satzkorn der Energie und Wasser Potsdam 47 Prozent behandelt und 53 Prozent an die Berliner Wasserbetriebe zur Reinigung abgegeben.

Durch die wachsende Einwohnerzahl soll bis 2022 die Kapazität der Kläranlage Nord, die das Schmutz- und Niederschlagswasser aus Potsdams nördlichen Stadtgebieten entsorgt, um 30 Prozent gesteigert werden. Zurzeit ist die Anlage auf eine maximale Einwohnerzahl von 90 000 ausgerichtet. Ziel ist es, die Anlage auf eine Größe auszubauen, die auf 120 000 Einwohner orientiert ist. Die Erweiterungsarbeiten wurden im September 2018 begonnen. Weitere Gründe für die Erweiterung sind die EU-Wasser-Rahmenrichtlinie und das gemeinsame Nährstoffreduzierungskonzept der Länder Berlin und Brandenburg, durch das die Phosphatgehalte in den Havelgewässern weiter reduziert werden sollen. Der Phosphatgehalt im Ablauf des Klärwerkes wird von heute rund 1 Milligramm je Liter auf künftig 0,1 Milligramm je Liter sinken. Auch die Kläranlage Satzkorn wird ab 2022 ausgebaut und von 10 000 auf 30 000 Einwohner ausgerichtet.

Um eine stabile und umweltgerechte Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung auch in Zukunft sicherzustellen, werden neben der Erweiterung der Wasserwerke und dem Ausbau der beiden Kläranlagen die Netzsanierung zusammen mit Straßenbauarbeiten am Leipziger Dreieck und in der Behlertstraße, des Trinkwassernetzes in Babelsberg und des Schmutzwassernetzes in Potsdam West Investitionsschwerpunkte in den Jahren 2019 bis 2023 sein.

Seit 2012 sind die Trink- und Abwassergebühren in Potsdam unverändert geblieben. Durch den steigenden Gebrauch von Trinkwasser in den vergangenen Jahren um 7,5 Prozent und den steigenden Abwasseranfall um 10 Prozent wurden damit Preissteigerungen kompensiert. Die Stadtverwaltung geht in ihrer Prognose davon aus, dass ab 2021/2022 sowie 2022/2023 die Gebühren für Trink- und Abwasser jeweils unterhalb der zu erwartenden Inflationsrate steigen werden. Neben den steigenden Personalkosten fallen vor allem die höheren Baukosten ins Gewicht.

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City Report - pnr24

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