Polizeidirektion Ost – Verkehrsunfallentwicklung 2017

Frankfurt (Oder) – Verkehrsunfallbilanz der Polizeidirektion Ost für das Jahr
2017
„Bei ständig steigendem Verkehr auf den Straßen und Autobahnen im Bereich der
Polizeidirektion Ost bleibt die Polizei weiterhin gefordert mit verschiedenen
Kontrollen ihren Beitrag zur Verkehrssicherheit zu leisten.“ (Olaf Fischer, Leiter
der Polizeidirektion Ost)
Gesamtzahl der Verkehrsunfälle weiter angestiegen – Zahl der
Verkehrsunfälle unter Alkoholeinwirkung gesunken
Im Jahr 2017 ereigneten sich innerhalb der Polizeidirektion Ost insgesamt 24.899
Unfälle. 815 Unfälle mehr. Im Jahr 2016 waren es noch 24.084 .
Die Anzahl der Unfälle, welche unter Einwirkung von Alkohol passierten, sind
leicht gesunken.
2.555 der im Jahr 2017 aufgenommenen Unfälle hatten Personenschäden zur
Folge. Das ist ein Rückgang von 2 Prozent zum Vorjahr. Im Einklang mit dem
Jahrestrend für das gesamte Land Brandenburg stiegen auch die Zahlen der bei
den Verkehrsunfällen verletzten Personen in unserem Verantwortungsbereich.
3.341 verletzte Personen im Jahr 2016 stehen nun 3.418 Verletzte gegenüber.
Das ist ein Anstieg von 2,3 Prozent.
In den letzten fünf Jahren unterlag die Statistik zu den Verkehrstoten deutlichen
Schwankungen. Im Jahr 2017 verstarben 51 Personen an den Verletzungen, die
sie sich durch Verkehrsunfälle zuzogen. Im Jahr davor waren es nur 29 tödlich
verunglückte Personen (2015: 65 / 2014: 32 / 2013: 51).

Innerhalb von Ortschaften stieg die Zahl der Unfälle auf 15.955. Das sind 64
Prozent am Gesamtunfallaufkommen und 196 Unfälle mehr als im Jahr zuvor.
1.649 Verkehrsunfälle (2016: 1.547) ereigneten sich aufgrund von
Vorfahrtsfehlern. Davon hatten 508 Unfälle Personenschäden zur Folge.
Schaut man auf die Hauptunfallursachen, so fällt positiv auf, dass weniger
Fahrer, die einen Unfall verursachten, unter Einwirkung von Alkohol standen.
2016 stellte die Polizei bei 334 Unfällen fest, dass ein Fahrer unter Alkoholeinfluss
stand. Ein Jahr später waren es noch 305 Unfälle mit dieser Ursache. Wurden bei
diesen Unfällen 2016 noch 150 Personen verletzt, so waren es 2017 nur noch
111. Das ist ein Rückgang von 26 Prozent.
„Trotz des Rückgangs sind diese Bilanzen noch lange nicht zufriedenstellend. Mit
weiteren Kontrollen wird die Polizei konsequent Alkoholkonsum, speziell bei
motorisierten Verkehrsteilnehmern ahnden“, äußerte der Leiter der
Verkehrspolizei in der PD Ost, EPHK Hanjo Loose.
Noch immer unterschätzen einzelne Verkehrsteilnehmer die Gefahren im
Straßenverkehr, welche der Genuss von Alkohol vor Antritt der Fahrt
mit sich bringt.
Im Jahr 2016 verstarben sechs Personen an den Folgen von Alkoholgenuss vor
Fahrtantritt. Im darauf folgenden Jahr waren es noch drei Todesopfer.
Überhöhte Geschwindigkeit nach wie vor eine der Hauptunfallursachen
875 Verkehrsunfälle waren auf zu hohe Geschwindigkeit zurückzuführen. Wenn
auch die Zahl der verletzten Personen bei diesen Unfällen rückläufig ist, so ist
doch eine erhöhte Anzahl von Todesfällen wegen zu hoher Geschwindigkeiten zu
beklagen. Im Jahr 2017 wurden 392 Personen verletzt (2016: 439) und 14
Personen überlebten diese Unfälle nicht (2016: 6 getötete Personen).
Stellvertretend für die schweren Folgen solcher Unfälle sollen hier zwei Beispiele
stehen:
• Zu einem schweren Verkehrsunfall kam es am 14.12.2017 auf der
Bundesstraße 1 zwischen Seelow und Jahnsfelde.

Gegen 10:20 Uhr fuhr die Fahrerin eines PKW Mercedes in Richtung
Polen. Sie überholte einen Transporter und stieß dabei mit einem
entgegenkommenden Skoda Octavia zusammen. Der Fahrer und die
Beifahrerin im Skoda verstarben noch an der Unfallstelle. Die drei
Insassen im Mercedes wurden schwer verletzt. Die Fahrzeuge waren
nicht mehr betriebstüchtig.
Die B1 zwischen Jahnsfelde und dem Abzweig Worin musste am 17.
Februar ab 8 Uhr voll gesperrt werden. Der Verkehr wurde abgeleitet. Der
Fahrer eines Kleintransporters mit Anhänger fuhr in Richtung Seelow. Er
kam nach links von der Straße ab und stieß gegen einen Baum. Dabei
wurde das Fahrerhaus stark deformiert und der Fahrer erlag noch am
Unfallort seinen Verletzungen. Die Polizei stellte den Kleintransporter
sowie den Anhänger mit den beiden PKWs sicher. Der Sachschden
beträgt ca. 10.000 Euro.
Zur Bekämpfung dieser Hauptunfallursache führte die Polizei der Direktion Ost auf
ihrem Gebiet im Jahr 2017 zahlreiche Geschwindigkeitskontrollen durch. Dabei
wurden 317.163 Überschreitungen registriert und geahndet.
Mit dem Anstieg der Fahrten unter Einfluss berauschender Mittel befindet sich
die PD Ost im Landestrend. Im Direktionsbereich wurden 42 Verkehrsunfälle
aufgenommen, bei denen der Verursacher unter Drogeneinfluss stand. Im Jahr
2016 waren es noch 36 Unfälle gewesen.
Welche gravierenden Folgen Fahrten unter dem Einfluss berauschender Mittel
haben können, sollen zwei Beispiele des Vorjahres aufzeigen:
• Der Fahrer eines Skoda Octavia kam am 12.02.17 aus ungeklärter
Ursache nach links von der Albertshofer Chaussee ab. Er versuchte, den
PKW wieder auf die Fahrspur zu lenken. Dabei geriet das Fahrzeug
außer Kontrolle und prallte gegen einen Baum am rechten Fahrbahnrand.
Dabei erlitt der Fahrer tödliche Verletzungen.
Die Ermittlungen der Kriminalpolizei ergaben vorherigen Alkoholgenuss
und Drogenkonsum als Unfallursache.

Ein PKW Audi fuhr am 02.10.17 auf der B158 in Richtung Blumberg. Kurz
hinter dem Ortseingang verlor der Fahrer in einer Rechtskurve nach
einem Überholvorgang die Gewalt über den PKW. Er stieß mit dem
entgegenkommenden Tanklastzug zusammen. Der Fahrer und seine
Beifahrerin verstarben noch am Unfallort an den schweren Verletzungen.
Die Untersuchungen zur Unfallursache zeigten auf, dass der Fahrer unter
Drogeneinfluss gefahren war.
Seit Jahren liegt der Anteil der Wildunfälle bei ungefähr einem Fünftel der
registrierten Unfallzahlen.
So verzeichnete die Polizei im Bereich der Direktion Ost im Jahr 2017 insgesamt
5.303 Kollisionen von Wildtieren mit Fahrzeugen. Dem standen im Jahr zuvor
4.928 Wildunfälle gegenüber. Erfahrungsgemäß ist hier das Verletzungsrisiko
eher gering. Doch wurden auch hier immerhin 79 Personen verletzt. Meistens
blieb es jedoch bei Blechschäden.
Fast konstante Unfallzahlen bei Verkehrsunfällen mit Beteiligung der
Risikogruppe „Junge Fahrer“
In dieser Risikogruppe finden sich die 18 bis 24- jährigen Autofahrer wieder.
War diese Gruppe 2016 noch an 2.499 Unfällen beteiligt, so registrierte die Polizei
im Jahr darauf 2.532 Unfälle. Auch die Zahl der verursachten Unfälle durch diese
Gruppe ist mit 1.774 im Jahr 2017 (2016: 1.759) relativ konstant geblieben.
Immer wieder kommt es zu folgenschweren Unfällen, wenn junge Fahrer ihr
Können überschätzen.
Beispiel:
Ein 17- jähriger Jugendlicher wurde am 6. Juni, gegen 11 Uhr, bei einem
Verkehrsunfall so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle verstarb. Der
Fahrer eines PKW Peugeot fuhr auf dem Biesenthaler Weg in Ladeburg in
Richtung Wald. Dort kam er vom Plattenweg ab und prallte mit dem PKW gegen
einen Baum. Er selbst und seine Beifahrerin wurden schwer verletzt. Im
Rettungswagen wurden sie nach Berlin-Buch ins Krankenhaus transportiert. Ein
weiterer Insasse, welcher auf der Rücksitzbank saß, verstarb. Der 16- jährige Fahrer war nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis. Die Polizei beschlagnahmte den
PKW.
Weiterhin wird sich die Polizeidirektion Ost intensiv dieser Altersgruppe (18 bis 25
Jahre) widmen. Dabei setzen wir nicht nur auf eine hohe Kontrolldichte, sondern
haben uns in der Präventionsarbeit rege Unterstützung unterschiedlichster Partner
gesichert. Eines der bekanntesten Präventionsprojekte „Fahren und (ER)-leben“
findet beispielsweise in Zusammenarbeit von Polizei, Feuerwehr, DRK, DEKRA,
und Bildungsträgern statt.
Unfallzahlen bei der Gruppe der Senioren steigen
Alle Fahrzeugführer, die 65 Jahre und älter sind, zählen in der
Verkehrsunfallstatistik zu den Senioren. Im Jahr 2017 waren sie an insgesamt
5.475 Unfällen beteiligt. Das sind 21,9 Prozent des Gesamtunfallgeschehens.
2016 waren es noch 5.120 Unfälle unter Beteiligung von Senioren. Dies ist eine
Steigerung von 6,9 Prozent, was auch dem steigenden Bevölkerungsanteil der
Menschen über 65 Jahren geschuldet ist.
Senioren verursachten 2017 insgesamt 3.923 (2016 – 3.750) Verkehrsunfälle.
Davon endeten 448 (2016 – 432) mit Personenschäden für Beteiligte, wobei 622
(2016 – 558) Verkehrsteilnehmer verletzt und acht (2016: 9) getötet wurden.Die
meisten Unfälle bei den über 65- Jährigen sind Parkplatzunfälle. Diese
Zusammenstöße sind überwiegend harmloser Natur, weil auf Parkplätzen mit
geringer Geschwindigkeit gefahren wird und es demzufolge selten verletzte
Personen oder große Sachschäden zu beklagen gibt.
Beispiel:
Der 79-jährige Fahrer eines PKW Skoda fuhr am Morgen des 6. Juni in Seelow, in
der Erich-Weinert-Straße rückwärts gegen einen PKW Mazda. Es wurde niemand
verletzt. Der Sachschaden beträgt ca. 500 Euro.
Mobil zu bleiben ist und bleibt für die ältere Generation besonders in einem
Flächenland von großer Bedeutung. Die aktive und langjährige Teilnahme am Straßenverkehr bringt einerseits eine große Menge an Erfahrung mit sich,
andererseits entwickelt sich aber auch eine gewisse Routine.
Angesichts dessen wirbt die Polizei weiterhin für ihre Präventionsangebote,
welche für diese Altersgruppe aufgelegt wurden. Zu nennen sei hier
beispielsweise das Programm „Senioren im Straßenverkehr“, das jährlich zum
Sommeranfang angeboten wird. Verkehrssicherheitstraining ist aber bekanntlich
keine Frage des Alters und kann sowohl von älteren Verkehrsteilnehmern als
auch von den Jüngeren in Anspruch genommen werden! Für eine Teilnahme an
derartigen Trainingseinheiten muss man sich nicht zwingend motorisiert im
Straßenverkehr bewegen.
Ungeschützt im Straßenverkehr
Fußgänger und Radfahrer zählen zu den schwächsten Verkehrsteilnehmern und
erleiden bei Unfällen vielfach schwere Verletzungen.
Erfreulich ist der leichte Rückgang der Unfälle mit Beteiligung von Fußgängern.
Bei 288 Unfällen (2016: 317) dieser Art wurden im Jahr 2017 252 Personen
(2016: 255) verletzt.
Auch bei den Unfällen, an welchen Radfahrer beteiligt sind, ist ein leichter
Rückgang von 13,1 Prozent erkennbar. 849 Unfälle in 2017 stehen hier 978 im
Jahr 2016 gegenüber. 700 Personen wurden verletzt. Im Jahr darauf waren es
noch 654 Verletzte.
Die Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Motorradfahrern hatten
drastische Folgen
Motorradfahren ist ein beliebtes Hobby überwiegend gestandener Männer. Sie
erfreuen sich spätestens ab April eines jeden Jahres an ihren Maschinen und
fahren hinaus in die Natur. Ungefähr ein halbes Jahr später werden die geliebten
Zweiräder geputzt und geölt in Garagen abgestellt zum Überwintern.
2017 nahmen die Polizeibeamten innerhalb der Direktion Ost 392 Unfälle auf, an
denen Motorradfahrer beteiligt waren (2016: 429). Das ist ein Rückgang von 8,6
Prozent. Wenn auch die Unfallzahlen leicht zurückgingen, so sind die Folgen
dieser Unfälle um so schwerer zu verkraften. Die Anzahl der tödlich verunglückten
Motorradfahrer hat sich 2017 mehr als verdoppelt. Mussten 2016 noch 4 Verkehrstote zu dieser Gruppe gezählt werden, so waren es 2017 bereits 9 tödlich
verunglückte Kradfahrer.
Ein Beispiel:
Der Fahrer eines PKW fuhr am 18. Mai, gegen 10:45 Uhr, von Dahmsdorf in
Richtung Reichenwalde (LOS). In einer Kurve stieß er mit einem
entgegenkommenden Motorrad zusammen. Der 52- jährige Motorradfahrer erlag
im Krankenhaus seinen Verletzungen. Ein dahinter fahrender Motorradfahrer
wurde beim Überfahren von herumliegenden Fahrzeugteilen verletzt. Ein
Rettungswagen brachte ihn in ein Krankenhaus.
In jedem Jahr kontrolliert die Verkehrspolizei der PD Ost ca. 10.000
Sattelzugmaschinen und Busse und leistet so einen wichtigen Beitrag für die
Sicherheit auf unseren Autobahnen und sonstigen Straßen.
Auch die Anzahl der Unfälle mit Beteiligung von LKWs sind im Jahr 2017
gestiegen. 3.666 Unfallaufnahmen registrierte die PD Ost im Jahr 2017 (2016:
3.414). Obwohl weniger Verletzte (2017: 378) bei diesen Unfällen registriert
wurden, so ist doch die Zahl der dabei getöteten Personen erschreckend. 15
Personen, davon 10 mit Beteiligung von Kleintransportern, verunglückten tödlich.
2016 waren es noch 4 Personen, die an den Folgen eines Unfalls mit LKWBeteiligung
starben.
Zur Fahrzeuggruppe der LKWs gehören auch Kleintransporter, die schon ab 2,8
Tonnen als LKW angemeldet werden können. Zunehmend werden diese
schnellen, wendigen Kleintransporter von Geweretreibenden genutzt und
Werkzeuge oder Waren damit transportiert.
Im Jahr 2017 passierten 9 Unfälle mit Beteiligung von Kleintransportern, bei
denen 10 Personen an den Verletzungen starben. Davon wurden 6 dieser Unfälle
von Kleintransporterfahrern verursacht.
Zum Vergleich: 2016 verunglückte ein Kleintransporterfahrer tödlich bei einem
selbst verursachten Unfall.
Beispiel aus 2017:
Der Fahrer eines Kleintransporter Mercedes-Benz Sprinter befuhr die Fliederallee
in Eberswalde aus Richtung Clara-Zetkin-Siedlung in Richtung L293. Aus
zunächst ungeklärter Ursache kam er nach rechts und anschließend nach links
von der Fahrbahn ab, stürzte dort eine Böschung hinab und blieb dann auf der
linken Fahrzeugseite liegen. Der 31- jährige Fahrer verstarb noch an der
Unfallstelle.
Nach den ersten Ermittlungen vor Ort war der Fahrer zum Unfallzeitpunkt allein im
Fahrzeug und nicht angegurtet.
Zahl der Unfälle auf Autobahnen weiter gestiegen
Bekanntlich ist Brandenburg ein Transitland. Allein auf der BAB12 sind täglich bis
15.000 LKW unterwegs, die Waren in andere Länder transportieren bzw. nach
Deutschland einführen. Mit Stand vom Jahr 2015 wurden auf der A12 täglich
durchschnittlich 38.900 Fahrzeuge gezählt. Ca. 25.800 davon reisen weiter über
die Landesgrenze. Damit ist die A12 im Bereich der PD Ost die am stärksten
frequentierte Autobahn.
Die Kolleginnen und Kollegen mussten im Jahr 2017 auf den Autobahnen im
Gebiet der Direktion Ost insgesamt 536 Unfälle mit Beteiligung von
Lastkraftwagen aufnehmen. Dies ist eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um
17,8 Prozent (455). Bei diesen Unfällen wurden 92 Personen verletzt und drei
starben. Bei ungefähr zwei Drittel der LKW-Unfälle auf Autobahnen sind dessen
Fahrer als Verursacher ausgemacht worden (2017: 359 / 2016: 302). Das
entspricht einer Steigerung von 18,8 Prozent.
Vielen LKW-Fahrern scheint nicht bewusst zu sein, dass der Mindestabstand
zwischen zwei Fahrzeugen mindestens 50 Meter betragen soll. Die Polizei der
Direktion Ost musste im Jahr 2016 insgesamt 320 Unfälle aufnehmen, bei denen
Fahrzeugführer einen zu geringen Sicherheitsabstand zum Vorausfahrenden
gelassen hatten. Im Jahr 2017 waren es 311 Unfälle gewesen.
Folgendes Beispiel soll für die gravierenden Folgen eines Unfalls unter
Beteiligung von Lastkraftwagen stehen:

Der Fahrer eines Sattelzuges fuhr am 14.11.2017 auf der A12 in Richtung Berlin.
Zwischen den Anschlussstellen Briesen und Fürstenwalde Ost fährt er
ungebremst auf einen vor ihm stehenden Sattelzug. Dieser wurde auf einen
weiteren Sattelzug davor geschoben. Der 26- jährige Fahrer des mittleren
Sattelzuges wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht und der 52-
jährige Fahrer, welcher aufgefahren war, verstarb noch an der Unfallstelle. Der
Verkehr wurde an der Abfahrt Briesen abgeleitet. Stundenlang staute sich der
Verkehr in Richtung Berlin.
Gerade solche schweren Folgen lassen die Überwachung des gewerblichen
Personen- und Güterverkehrs auch weiterhin zu den wesentlichen Aufgaben der
Verkehrspolizei zählen. Bei derartigen Kontrollen waren im vergangenen Jahr
immerhin 4.186 der überprüften 8.640 Güterfahrzeuge zu beanstanden. Allein
7.187 Einzelverstöße stellten die Beamten bei ihren Kontrollen fest. An einigen
Fahrzeugen gab es auch Mehrfachmängel zu beanstanden. Die Liste der
Verstöße wurde, wie bereits in den Vorjahren, von nicht eingehaltenen
Sozialvorschriften angeführt (2.595 Verstöße). In 883 Fällen waren die Mängel so
gravierend, dass eine Weiterfahrt untersagt werden musste. Auch dies bedeutete
einen Anstieg gegenüber 2016 (797 Fälle). Ein großes Problem stellt in jedem
Jahr die Sicherung der Ladung auf Sattelzügen und LKW dar. Mit 645 Verstößen
blieben die Feststellungen im Vergleich zum Vorjahr (640) fast konstant.

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