Pilotprojekt Tunnel Rastatt startet

Bundesverkehrsminister Dobrindt hat heute den Anstich des rund 4,2 Kilometer langen Tunnels Rastatt
vorgenommen. Der Bau des Tunnels ist Teil der 182 Kilometer langen Aus- und Neubaustrecke
Karlsruhe-Basel (Rheintalbahn). Gebaut werden zwei eingleisige Hochgeschwindigkeitsröhren. Der Bund
investiert rund 450 Millionen Euro. Durch den Tunnel werden Fahrzeiten verkürzt und die
Lärmbelastung für Rastatt reduziert. Der Tunnel soll 2022 in Betrieb gehen.
Beim Bau wird erstmals das vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
vorangetriebene Building Information Modeling (BIM) eingesetzt. Der Tunnel Rastatt ist das größte
von bundesweit vier BIM-Pilotprojekten, die Minister Dobrindt initiiert hat.
Dobrindt:
Wir stärken die Rheintalbahn als wichtige Nord-Süd-Achse und machen sie fit für künftige Personen-
und Güterverkehre. Mit dem BIM-Pilotprojekt leisten wir Pionierarbeit und nehmen den Sprung zum
digitalen Planen und Bauen 4.0. Die Baustelle wird zur intelligenten Datencloud – mit neuer
Datenqualität, enger Vernetzung aller Akteure, mehr Transparenz und Effizienz sowie einem
Projekt-Controlling in Echtzeit. Dadurch minimieren wir Risiken und bauen schneller, besser und
billiger.
Die Rheintalbahn gehört zu den wichtigsten Nord-Süd-Magistralen im Netz der Deutschen Bahn. Sie ist
das Herzstück des europäischen Güterkorridors zwischen Rotterdam und Genua. Beim Ausbau der Strecke
wurden bereits wichtige Meilensteine erreicht: die Fertigstellung und Inbetriebnahme der Abschnitte
Rastatt-Süd – Offenburg und Schliengen – Eimeldingen mit dem Katzenbergtunnel sowie der Baubeginn
des Abschnitts Karlsruhe – Rastatt-Süd, zu dem auch der Tunnel Rastatt gehört.
Der Bund wird in den kommenden Jahren mit Milliardeninvestitionen die Streckenkapazität weiter
erhöhen und die Reise- und Transportzeiten verkürzen. Die Rheintalbahn ist das mit Abstand größte
Ausbauprojekt im neuen Bundesverkehrswegeplan (BVWP) 2030.

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