Philippinen: Reise- und Sicherheitshinweise

Aktuelle Hinweise

Die Warnstufe 1 für den Vulkan Mayon wurde aufgehoben. Die philippinischen Behörden raten jedoch weiterhin von einem Betreten der Gefahrenzone von 6 km rund um den Vulkan ab, da mit Steinschlägen,
Lawinen und Dampfexplosionen gerechnet werden muss. Für den Vulkan Taal gilt weiterhin die Warnstufe 1 (Warnung vor Dampfexplosionen und Absonderung toxischer Gase am Hauptkrater). Um den Vulkan
Bulusan auf Luzon (Provinz Sorsogon) wurde ein Sperrbezirk von 4 km eingerichtet. Seit dem 24.11.2015 gilt auch für den Vulkan Kanlaon auf der Insel Negros die Warnstufe 1, verbunden mit einem
Sperrbezirk von 4 km.

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Naturkatastrophen

Die Philippinen werden jährlich von ca. 20 Taifunen getroffen. In der Region muss mit Erd- und Seebeben sowie Tsunamis gerechnet werden. Vor allem in der Regenzeit, die normalerweise von Juni bis
November andauert, kommt es immer wieder zu örtlich heftigen Regenfällen, die mit Überschwemmungen und Erdrutschen einhergehen können. Dabei kann es zu Unterbrechungen in der öffentlichen Versorgung
und zu Flugausfällen kommen. Da sich die Wetterlage in den Philippinen mitunter ohne Vorwarnung ändert, sollten sich Reisende regelmäßig in den Medien informieren. Wetternachrichten, insbesondere
Taifunwarnungen, können auf der Website des philippinischen Wetterdienstes „Pagasa“  www.pagasa.dost.gov.ph/ abgerufen werden.

Zudem sind auf den Philippinen eine Reihe aktiver Vulkane zu finden. Informationen der philippinischen Vulkan- und Erdbebenwarte (PHILVOLCS) können unter www.phivolcs.dost.gov.ph abgerufen werden.
Dort werden auch Tsunamiwarnungen und Informationen zu vulkanischen Aktivitäten veröffentlicht.

Terrorismus und Entführungskriminalität

Anschläge philippinischer terroristischer Gruppierungen können sich überall im Land ereignen. Auf Mindanao ist die Gefahr jedoch besonders hoch. Die Anschläge werden von islamistischen Extremisten,
aber auch durch landesweit operierende kommunistische Rebellen der NPA begangen.

Die Abu Sayyaf ist für Entführungen sowohl von philippinischen Staatsangehörigen, als auch von Ausländern verantwortlich, die vor allem auf Mindanao und in der Sulu-See immer wieder vorkommen. In der
Sulu-See kann es auch zu Übergriffen auf Segel- und Tauchboote kommen. Auch auf Palawan und auf weiter nördlich von Mindanao gelegenen Inseln, einschließlich der Urlaubsinsel Boracay und Siargao,
kann ein Entführungsrisiko nicht ausgeschlossen werden. Warnmeldungen der Behörden bzw. aus den örtlichen Medien sind ernst zu nehmen.

Von Reisen nach Zentral- und Westmindanao inklusive der Zamboanga-Halbinsel, in die Mindanao See, in die Sulu-See inklusive Süd-Palawan und seiner Inseln sowie der südlichen Inselgruppen Cagayan de
Tawi-Tawi-Islands, Turtle-Islands und alle Sulu-Islands (Basilan, Jolo, Tawi-Tawi u.a.) zwischen Mindanao und Ost-Malaysien wird dringend abgeraten. Das Gleiche gilt für Überlandtransfers in ganz
Mindanao.

Von nicht erforderlichen Reisen in Nord-Palawan und auf der Insel Boracay wird aufgrund des erhöhten Entführungsrisikos abgeraten.

Auch in Manila besteht die Gefahr von Anschlägen und Entführungen. Seit einem Bombenanschlag im Jahr 2011, auf einen Reisebus in Makati, dem Geschäftszentrum von Manila, gab es mehrere Berichte über
verhinderte Bombenanschläge im Großraum Manila.

Kriminalität

Die allgemeine Kriminalitätsrate, einschließlich schwerer Gewaltverbrechen, ist hoch.
Reisende sollten es vermeiden, die Aufmerksamkeit durch öffentlich sichtbar getragene Wertgegenstände auf sich zu lenken oder  größere Bargeldbeträge bei sich zu tragen. Es wird empfohlen bei Fahrten
mit Privat-Pkw oder Taxi in der Stadt die Türen und die Fenster zu schließen. Ebenso wird geraten keine Nahrung und Getränke von Fremden anzunehmen (Gefahr von K.O.-Tropfen) und in Gesellschaft bei
Alkoholkonsum (Strandpartys) vorsichtig zu sein, da unvermittelt Gewalttätigkeit ausbrechen und es dabei auch zu Todesfällen kommen kann. Angebote von Fremden zu Touristenführungen wie auch die
Mitnahme von Gepäckstücken (insbesondere bei inländischen und internationalen Flügen) sollten abgelehnt werden. Es sind auch Fälle bekannt geworden, bei denen Polizisten aufgrund angeblicher
Ordnungswidrigkeiten erpresserischen Druck auf Ausländer ausgeübt haben.

Die eindringlichen Appelle der Behörden vor illegalem Drogenbesitz, der in den Philippinen mit harten Gefängnisstrafen geahndet wird (ab 5 g lebenslange Freiheitsstrafe, bei Festnahme in einem Flug-
oder Fährhafen wird strafverschärfend Handel unterstellt) sollten unbedingt beherzigt werden.

Seereisen

Fahrten mit Fähren sollten vermieden werden, wenn andere Reisemöglichkeiten bestehen. Fähren sind häufig überladen, nicht immer mit ausreichend Rettungsbooten ausgestattet und oft unzureichend
gewartet.

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten:

www.auswaertiges-amt.de

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