Philippinen: Reise- und Sicherheitshinweise

Aktuelle Hinweise

Der Sprecher des philippinischen Präsidenten hat bekannt gegeben, dass die Insel Borocay ab dem 26. April 2018 für Touristen für einen Zeitraum von sechs Monaten geschlossen wird. Die Maßnahme wird mit Abwasserproblemen und umfassenden Bauarbeiten an Straßen und Kanalisation begründet.
Reisende werden gebeten, den Anweisungen lokaler Behörden Folge zu leisten und sich bei ihrem Reiseveranstalter oder ihrer Fluglinie nach aktuellen Informationen erkundigen.
Die Aktivität des etwa 10 km nordwestlich der Stadt Legazpi gelegenen Vulkans Mount Mayon hat sich verringert, die Alarmstufe wurde auf 3 herabgesetzt. Die Sperrzone wurde auf 6 km bzw. für den nordöstlichen bis südwestlichen Bereich auf 7 km verkleinert. Es kann jedoch weiterhin jederzeit zu einer Eruption und Ascheregen kommen, die auch im Flugverkehr erneut zu Ausfällen und Sperrungen führen können, siehe auch Naturkatastrophen.
Nach schweren Kämpfen der philippinischen Sicherheitskräfte mit terroristischen Gruppen in Marawi gilt in ganz Mindanao bis mindestens bis Ende 2018 Kriegsrecht. Diese Maßnahme beinhaltet u.a. die Einführung von Ausgangsperren, die Einrichtung von Militärposten sowie die Aussetzung der Habeas-Corpus-Rechte (Grundsatz der unverzüglichen Haftprüfung vor Gericht).
In mehreren Regionen des Landes besteht die Gefahr terroristischer Anschläge und von Entführungen, sowohl zu Land als auch zur See. Reisenden wird geraten, besonders vorsichtig zu sein, Reise- und Ausflugspläne ggfs. nochmals zu überdenken und den Anweisungen von Sicherheitskräften unbedingt Folge zu leisten.
Drogenbesitz und Drogenhandel werden von den philippinischen Behörden unnachgiebig bekämpft. Der Besitz oder Konsum auch geringer Mengen von Drogen wird strikt geahndet.

Landesspezifische Sicherheitshinweise – Teilreisewarnung

Terrorismus und Entführungskriminalität
Angesichts der Sicherheitslage und akuter Entführungsgefahr wird vor Reisen in folgende Regionen oder Gebiete gewarnt:
  • Zamboanga Peninsula (Region IX)
  • Northern Mindanao (Region X)
  • Davao-Region (Region XI), einschließlich der Insel Samal, aber mit Ausnahme von Davao City
  • Soccsksargen (Region XII)
  • Autonomous Region of Muslim Mindanao (ARMM) mit dem Sulu-Archipel, also den Inseln zwischen Mindanao und Ost-Malaysien (wie Tawi-Tawi, Sulu, Basilan)
  • Sulu-See
  • Süd-Palawan (südlich von Puerto Princesa)
Von nicht erforderlichen Reisen in andere Regionen von Mindanao und in der Mindanao-See wird abgeraten.
In diesen Gebieten sind unterschiedliche Gruppen von islamistischen Terroristen und Rebellen aktiv, es kommt immer wieder zu Anschlägen sowie Kampfhandlungen mit der philippinischen Armee und Sicherheitskräften. So gab es bis Oktober 2017 massive Gefechte mit zahlreichen Todesopfern in und um Marawi.
Die in der Region operierende islamistische Terrorgruppe Abu Sayyaf ist für Entführungen und Ermordungen vor allem auf Mindanao und in der Sulu-See verantwortlich und zielt vermehrt auf ausländische Entführungsopfer. Am 26. Februar 2017 wurde von ihr eine deutsche Geisel ermordet, nachdem sie bereits im November 2016 in der Sulu-See verschleppt und die Reisegefährtin getötet worden war. Auch ortskundige Ausländer sind dort derzeit besonders gefährdet.
Terroristische Anschläge und Entführungen können im gesamten Gebiet der Philippinen nicht ausgeschlossen werden.
Im April 2017 ist es in Bohol und Umgebung und in Davao zu Gefechten zwischen schwerbewaffneten Gruppen und philippinischen Sicherheitskräften gekommen. In Manila im Stadtteil Quiapo kam es im selben Zeitraum wiederholt zu Bombenanschlägen. Veranstaltungen und Orte großer Menschenansammlungen sind besonders gefährdet.
Die philippinische Polizei wurde landesweit bis auf weiteres in eine erhöhte Alarmbereitschaft versetzt und seit Anfang September 2016 besteht landesweit ein „State of Lawlessness“, der die philippinische Armee mit dem Recht zur Ausübung polizeilicher Aufgaben ausstattet.
Reisende sollten sich stets über die Sicherheitslage vor Ort informieren und Warnmeldungen der Behörden bzw. aus den örtlichen Medien ernst nehmen.
Naturkatastrophen
Die Philippinen liegen in einer seismisch aktiven Zone, so dass es zu vulkanischen Aktivitäten, Erd- und Seebeben sowie Tsunamis kommen kann. Informationen zum Verhalten bei Erdbeben bietet das Merkblatt des Deutschen Geoforschungszentrums Potsdamexternal arrow icon.
Eine Übersicht über aktuelle vulkanische Aktivitäten und Warnstufen bietet die philippinische Vulkan- und Erdbebenwarte (PHILVOLCS)external arrow icon. Reisende werden gebeten, Hinweise lokaler Behörden und insbesondere Sperrzonen zu beachten und zu respektieren.
Die Philippinen werden zudem jährlich von etwa 20 Taifunen getroffen. Vor allem in der Regenzeit, die normalerweise von Juni bis November andauert, kommt es immer wieder zu örtlich heftigen Regenfällen, die mit Überschwemmungen und Erdrutschen einhergehen können. Dabei kann es zu Unterbrechungen in der öffentlichen Versorgung und zu Flugausfällen kommen. Da sich die Wetterlage in den Philippinen mitunter ohne Vorwarnung ändert, sollten sich Reisende regelmäßig in den Medien informieren und die Hinweise zu Wirbelstürmen im Auslandexternal arrow icon beachten. Wetternachrichten, insbesondere Taifunwarnungen, können auf der Website des philippinischen Wetterdienstes „Pagasa“external arrow icon abgerufen werden.
Kriminalität
Auf den Philippinen wird ein harter „Krieg gegen Drogen“ geführt, dem seit Juli 2016 bereits über 7.000 Menschen zum Opfer gefallen sind. Die eindringlichen Warnungen der Behörden vor illegalem Drogenbesitz, der in den Philippinen mit harten Gefängnisstrafen geahndet wird (ab 5 g lebenslange Freiheitsstrafe möglich, bei Festnahme in einem Flug- oder Fährhafen wird strafverschärfend Handel unterstellt) sollten unbedingt befolgt werden.
Die allgemeine Kriminalitätsrate, einschließlich schwerer Gewaltverbrechen, ist hoch.
Reisende sollten es vermeiden, die Aufmerksamkeit durch öffentlich sichtbar getragene Wertgegenstände auf sich zu lenken oder größere Bargeldbeträge bei sich zu tragen.
Es wird empfohlen, bei Fahrten mit Privat-Pkw oder Taxi in der Stadt die Türen und die Fenster zu schließen. Ebenso wird geraten, keine Nahrung und Getränke von Fremden anzunehmen (Gefahr von K.O.-Tropfen) und in Gesellschaft bei Alkoholkonsum (Strandpartys) vorsichtig zu sein, da unvermittelt Gewalttätigkeit ausbrechen und es dabei auch zu Todesfällen kommen kann. Angebote von Fremden zu Touristenführungen, wie auch die Mitnahme von Gepäckstücken (insbesondere bei inländischen und internationalen Flügen), sollten abgelehnt werden. Es sind auch Fälle bekannt geworden, bei denen Polizisten, aufgrund angeblicher Ordnungswidrigkeiten, erpresserischen Druck auf Ausländer ausgeübt haben.
Seereisen
Fahrten mit Fähren sollten vermieden werden, wenn andere Reisemöglichkeiten bestehen. Fähren sind häufig überladen, nicht immer mit ausreichend Rettungsbooten ausgestattet, oft unzureichend gewartet und relativ gering gesichert.
Auf die Reisewarnung für die Sulu-See und Mindanao-See wird nochmals hingewiesen.
Krisenvorsorgeliste
Deutschen Staatsangehörigen wird grundsätzlich empfohlen, sich in die Krisenvorsorgelisteexternal arrow icon einzutragen, um im Notfall unverzüglich Kontakt aufnehmen zu können.
Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweisexternal arrow icon zu beachten.
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