Papua Neuguinea: Reise- und Sicherheitshinweise

Aktuelle Hinweise

Im Zuge der Vorbereitung und Durchführung des vom 12. bis 18. November 2018 auf Papua-Neuguinea stattfindenden APEC-Gipfels (Asia-Pacific Economic Cooperation) wird die Praxis der Erteilung von kostenfreien Touristenvisa bei Einreise am Flughafen von Port Moresby in der Zeit vom 30. Oktober bis 30. November 2018 ausgesetzt.
Reisende werden in dieser Zeit gebeten, zu den Einreisebestimmungen im Vorfeld mit der zuständigen Auslandsvertretung von Papua-Neuguinea Kontakt aufzunehmen. Die für Deutschland zuständige Auslandsvertretung ist die Botschaft von Papua-Neuguinea in Brüsselexternal arrow icon.

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Kriminalität
Die Kriminalitätsrate in Papua-Neuguinea ist insgesamt sehr hoch. Besondere Vorsicht wird bei Aufenthalten in der Hauptstadt Port Moresby, in Lae, im Hochland, in Mount Hagen sowie auf der Insel Bougainville (siehe unten) empfohlen. Insbesondere im Hochland kann es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Clans kommen. In den Bergbauprovinzen Southern Highlands, Enga und Hela kam es bei Auseinandersetzungen innerhalb der lokalen Bevölkerung teilweise zur Verhängung eines unbefristeten Ausnahmezustandes, wie zuletzt in und um Lae an der Nordostküste. Demonstrationen und Versammlungen von größeren Menschengruppen sollten prinzipiell gemieden werden, da die Möglichkeit gewaltsamer Ausschreitungen besteht. Es muss damit gerechnet werden, dass in einer Notlage Hilfe durch Sicherheitskräfte nur eingeschränkt zur Verfügung steht.
Die Zahl der bewaffneten Raubüberfälle, Einbrüche und Überfälle auf Autos im Straßenverkehr („Carjacking“) ist hoch. Täter zeigen dabei eine hohe Gewaltbereitschaft, bis hin zum Tötungsdelikt. Vor allem an Geldautomaten ist Umsicht geboten.
Die Zahl der Berichte über gezielte Vergewaltigungen steigt; Übergriffe erfolgen meist ohne Vorwarnung, allein reisende Frauen sind hierbei besonders gefährdet.
Auf Grund der Gefahr einer Ansteckung mit HIV/AIDS sollten Opfer von Gewaltverbrechen, insbesondere Vergewaltigung, unverzüglich einen Arzt aufsuchen – siehe auch Medizinische Hinweise.
Nach Einbruch der Dunkelheit sollte man sich außerhalb bewachter Anlagen (z.B. Hotels, Restaurants) nicht zu Fuß fortbewegen und auf Überlandfahrten verzichten. Nachdrücklich wird empfohlen, ausschließlich Transportmittel der Hotels beziehungsweise der Reiseveranstalter zu verwenden und wegen der Gefahr von Überfällen auf die Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln und Taxis zu verzichten. Die Fenster eines Fahrzeuges sollten wegen der Überfallgefahr geschlossen und die Türen verriegelt sein.
Bougainville
In der autonomen Provinz Bougainville ist mit einer noch höheren Kriminalitätsrate als in anderen Landesteilen zu rechnen. Insbesondere betroffen ist der Süden der Insel, der von mehreren Rebellengruppen kontrolliert wird. Das Bergland in Zentralbougainville um die Panguna-Mine ist eine verbotene Zone. Es wird dringend davon abgeraten, dieses Gebiet ohne offizielle Genehmigung zu betreten. Reisende nach Bougainville müssen sich grundsätzlich vor Reiseantritt mit der Provinzverwaltung von Bougainville in Verbindung setzen (Telefon: +675 973 9798) und die Provinzverwaltung bei Ankunft nochmals kontaktieren.
Reisen über Land 
Bei Individualreisen sollten Reisende besondere Vorsicht walten lassen, sie sollten besonders umsichtig geplant werden. Reisende werden an öffentlichen Plätzen und auch in Unterkünften häufig zu Opfern von Raubüberfällen. Einfache Unterkünfte sind weit unter internationalem Standard und verfügen oftmals nicht über Sicherheitspersonal. Organisierte Gruppenreisen mit ortskundiger Begleitung sind in jedem Fall vorzuziehen.
Überflutungen und Erdrutsche sind keine Seltenheit. Reisende sollten sich vor Beginn einer Überlandfahrt bei örtlichen Stellen nach der Passierbarkeit von Straßen und Brücken erkundigen und bei Hindernissen (z.B. Erdrutsch, beschädigte Brücke) aufgrund der Überfallgefahr durch Wegelagerer besonders umsichtig sein.
Fähr- und Küstenschiffe sollten nach Möglichkeit gemieden werden. Ihre Sicherheitsstandards entsprechen in der Regel nicht internationalen Standards.
Besondere Umsicht wird auch auf Wandertouren empfohlen. Gewalttätige, von rivalisierenden Stammesgruppen ausgehende Zwischenfälle bei der Begehung des Kokoda Trek können nicht ausgeschlossen werden. Auf dem Black Cat Track in der Morobe Provinz kam es 2013 zu einem Überfall auf eine ganze Trekkinggruppe.
Naturkatastrophen
Papua-Neuguinea und insbesondere der Nordwesten liegt in einer seismisch sehr aktiven Zone, so dass es zu vulkanischen Aktivitäten, Erd- und Seebeben sowie Tsunamis kommen kann.
Zuletzt hat Ende Februar 2018 ein Erdbeben der Stärke 7,5 in der Provinz Southern Highlands schwere Schäden verursacht und Todesopfer gefordert.
Der Vulkan Manam Island ist seit April 2017, der Vulkan Kadovar Island verstärkt seit Januar 2018 aktiv, beide führten bzw. führen zu Evakuierungsmaßnahmen. Informationen über die Entwicklung von Aschewolken bietet das Darwin Volcanic Ash Advisory Centreexternal arrow icon. Verhaltenshinweise und Informationen zu Gesundheitsrisiken gibt The International Volcanic Health Hazard Network IVHHNexternal arrow icon.  
Informationen zum Verhalten bei Erdbeben bietet das Merkblatt des Geoforschungszentrums Potsdamexternal arrow icon.
Reisende werden gebeten, Hinweise lokaler Behörden und insbesondere Sperrzonen zu beachten und zu respektieren.
Es kann in Papua-Neuguinea jederzeit zu Überschwemmungen und Erdrutschen kommen. Von November bis März gibt es Nordwest-Monsun, von April bis Oktober Südost-Passat.
Ferner kommt es insbesondere zwischen November und Mai zu tropischen Taifunen, die ebenfalls große Schäden und Behinderungen im Reiseverkehr nach sich ziehen können.
Reisende sollten in dieser Zeit die Hinweise zu Wirbelstürmen im Auslandexternal arrow icon beachten. Das National Disaster Centreexternal arrow icon informiert über alle Naturkatastrophen in Papua-Neu-Guinea.
Krisenvorsorgeliste
Deutschen Staatsangehörigen wird grundsätzlich empfohlen, sich in die Krisenvorsorgelisteexternal arrow icon einzutragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen. Als zuständige Auslandsvertretung ist dabei das Generalkonsulat Sydney auszuwählen.
Für nach Papua-Neuguinea entsandte Mitarbeiter kirchlicher oder sonstiger Organisationen bietet es sich wegen der oft unzureichenden Internetverbindung in Papua-Neuguinea an, die Anmeldung von Deutschland aus vor der Ausreise durchzuführen.
Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweisexternal arrow icon zu beachten.
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