Ohne ausreichende Sitzmöglichkeiten im Pkw von Italien nach Deutschland – Bundespolizei beschuldigt zwei Pakistaner der Schleuserei

#Mittenwald / #Rosenheim (ots) – Bundespolizisten haben am Sonntag (4. November) auf der B2 bei Mittenwald zwei Fahrzeuge gestoppt. Mit diesen sind offenbar elf Personen illegal über die deutsch-österreichische Grenze gebracht worden. In einem der beiden Autos standen nicht einmal ausreichende Sitzmöglichkeiten zur Verfügung. Im Fokus der Ermittlungen der Rosenheimer Bundespolizei stehen die beiden pakistanischen Fahrer. Sie sind inzwischen im Gefängnis gelandet.

Bild: Bundespolizei

Am Steuer des einen Wagens mit italienischer Zulassung saß ein 25-jähriger Pakistaner. Er verfügte über einen italienischen Ausweis. Schon ein erster Blick in das Fahrzeuginnere offenbarte den Beamten, dass etwas nicht stimmte. Auf der Rückbank befanden sich nicht wie zulässig drei, sondern fünf Personen. Bei den eingepferchten Menschen sowie dem Beifahrer handelt es sich eigenen Angaben zufolge um Iraker. Papiere hatten sie nicht. Drei von ihnen waren noch minderjährig. Einer der Migranten erklärte, dass die organisierte Schleusung vom Irak nach Deutschland mehrere tausend Euro pro Person gekostet hätte. Nur wenige Stunden später fiel den Bundespolizisten auf der B2 erneut ein vollbesetztes Auto mit italienischen Kennzeichen auf. In diesem Fall konnte sich der pakistanische Fahrer, 35 Jahre alt, mit einer Aufenthaltsgenehmigung für Italien ausweisen. Seine fünf erwachsenen Begleiter hatten keine Eireisedokumente. Sie gaben an, ursprünglich aus Pakistan zu stammen. Auch hierbei geht die Bundespolizei von einer bezahlten und organisierten Schleusung aus.

Die zwei mutmaßlichen Schleuser und ihre insgesamt elf Mitfahrer wurden zur zuständigen Bundespolizeidienststelle nach Rosenheim gefahren. Ihre beschlagnahmten Autos sind zur Spurensicherung ebenfalls zur Rosenheimer Inspektion verbracht worden. Bei der grenzpolizeilichen Befragung der Geschleusten stellte sich heraus, dass drei pakistanische Männer nicht wegen Schutz oder Asyl in die Bundesrepublik kommen wollten. Sie wurden nach Österreich zurückgewiesen und österreichischen Polizeikräften überstellt. Alle anderen Migranten konnten einer Aufnahmestelle für Flüchtlinge zugeleitet werden. Die zwei Fahrer sind am Montag in München dem Ermittlungsrichter vorgeführt worden. Dieser ordnete ihre Untersuchungshaft an. Demnach befinden sie sich, während die Ermittlungen der Bundespolizei andauern, hinter Gittern.

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