NRW-Polizei geht mit Großkontrollen gegen Fahrtenschreiber-Fälscher vor – Innenminister Jäger: Manipulation an Lastkraftwagen ist lebensgefährlich

Dieses Jahr hat es auf den Autobahnen in NRW bereits 94 schwere Verkehrsunfälle
an Stauenden gegeben. Das sind 18 mehr als im Vorjahr. Dabei kamen sieben
Menschen ums Leben. Über 100 Personen wurden schwer verletzt. Die technische
Manipulation an Lkw nimmt bei den Ursachen für solche Unfälle eine immer
größere Rolle ein. „Wer den Fahrtenschreiber fälscht, muss mit
lebensgefährlichen Folgen rechnen“, sagte Innenminister Ralf Jäger bei einer
Großkontrolle der NRW-Polizei auf der A 1 bei Hagen.
Durch die Manipulation von Fahrtenschreibern mit Magneten werden auch wichtige
Fahrassistenzsysteme massiv beeinträchtigt. Die Folgen: ABS, Abstandstempomat
oder das elektronische Bremssystem funktionieren nicht mehr. „Wer so unterwegs
ist, setzt das eigene und das Leben unbeteiligter Verkehrsteilnehmer aufs
Spiel“, warnte Jäger.
Ziel der Manipulation sei es, die Überschreitung von Lenkzeiten zu vertuschen.
Ruhezeiten werden häufig nicht eingehalten, weil in der Speditions- und
Logistikbranche großer Termindruck herrscht. „Das kann keine Ausrede für
kriminelles Verhalten sein“, betonte der Minister. „Die NRW-Polizei geht
ganz gezielt gegen die Täter vor“, so Innenminister Jäger.
Eng zusammen arbeitet sie dabei mit dem Bundesamt für Güterverkehr (BAG).
„Wir brauchen besonders geschultes Personal, um die Manipulationen
aufzudecken“, erklärte Jäger. „Deshalb ist es wichtig, dass wir unsere
Kräfte bündeln.“

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