Werbeanzeigen

Minenjagdboot “Homburg” kehrt nach vier Monaten heim

Kiel (ots) – Am Freitag, den 7. Dezember 2018 um 9 Uhr, wird das Minenjagdboot “Homburg” wieder im Heimathafen Kiel einlaufen. Die 45-köpfige Besatzung aus dem 3. Minensuchgeschwader beteiligte sich in den vergangenen vier Monaten am Ständigen NATO-Minenabwehrverband SNMCMG 1 (Standing NATO Mine Countermeasures Group 1) in Nord- und Ostsee und fuhr gemeinsam mit Schiffen aus sieben NATO-Nationen unter belgischer Führung.

Minenjagdboot M 1069 Homburg fährt in der Kieler Bucht im Rahmen der multinationalen Geschwaderübung SquadEx zur Minensuche in der westlichen Ostsee, am 26.02.2018. Bundeswehr / Jane SchmidtFotografTanja Wendt

Das Boot unter dem Kommando von Kapitänleutnant Martin Klaus (34) hatte am 4. September den Heimathafen Kiel verlassen und sich zwei Tage später dem NATO-Verband in Rotterdam angeschlossen. Mit Hafenaufenthalten in Lettland, Litauen, Polen, Dänemark, Schweden, Norwegen, Belgien und den Niederlanden legte die “Homburg” über 7.000 Seemeilen zurück.

Während der Übungen “Sandy Coasts” in der Nordsee vor der belgischen Küste und dem NATO-Großmanöver “Trident Juncture” in norwegischen Fjord- und Schärengewässern hat die Besatzung nicht nur in zahlreichen taktischen Übungen bestanden, sondern mit dem NATO-Verband auch fünf reale Minen beseitigen können und damit einen wichtigen Beitrag für die Sicherheit der Seewege geleistet.

Kommandant Klaus zieht ein positives Fazit: “Die Besatzung hat sich toll weiterentwickelt. Sie hat sich mit guten Leistungen im internationalen Umfeld bewährt und dazugelernt. Ob mit unserer Minenjagddrohne oder den Minentauchern – wir haben gezeigt: Wir schützen etwas, was man nicht sieht – die Freiheit von Seewegen. Ich bin stolz, mit einer solchen Mannschaft vor Weihnachten nach Hause zurückkehren zu können und freue mich darauf, schon im Februar für vier Wochen in den Verband zurückzukehren, wenn wir zur Altlastenbeseitigung in französische Gewässer fahren.”

Hintergrundinformationen

Die NATO unterhält vier ständige maritime Einsatzverbände, die von den Mitgliedsstaaten mit Schiffen und Booten besetzt werden und gemeinsam mit Luft- und Landstreitkräften sowie Spezialeinheiten die 2002 aufgestellten NATO-Eingreifkräfte NATO RESPONSE FORCE bilden.

Die Einheiten in diesen Verbänden haben ein mehrmonatiges Ausbildungsprogramm absolviert und sind auf hohem Ausrüstungs- und Ausbildungsstand. Sie können nach entsprechenden NATO- und nationalen Beschlüssen schnell verlegt werden und stehen für Operationen im Rahmen des Krisenmanagements genauso zur Verfügung wie für Maßnahmen der kollektiven Verteidigung. Sie unterstehen dem Oberbefehl des NATO-Befehlshabers in Europa (Supreme Allied Commander Europe, SACEUR). Die NATO RESPONSE FORCE wurde auf Beschluss der Mitgliedsstaaten 2014 um eine als “Speerspitze” bekannte VERY HIGH READINESS JOINT TASK FORCE erweitert, zu der auch die maritimen Einsatzgruppen zählen.

Die Zusammenziehung zu einer NATO RESPONSE FORCE dient außerdem der gemeinsamen Ausbildung und Qualifizierung, weshalb die Verbände regelmäßig an Manövern unter NATO-Führung oder auf Einladung einzelner Mitgliedsstaaten teilnehmen. Die SNMCMG 1 operiert ganzjährig überwiegend in Nord- und Ostsee und angrenzenden Seegebieten. Der Verband hat den Auftrag, in See in Einsatzbereitschaft zu stehen und dabei alle Aspekte der Minenkampfführung zu trainieren. Sie demonstrieren die Entschlossenheit und den Zusammenhalt der Allianz und vertiefen durch Hafenbesuche und Austauschprogramme die Kooperation mit Partnerstaaten.

Werbeanzeigen

City Report - pnr24

online Redaktion

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Werbeanzeigen
%d Bloggern gefällt das: