Werbeanzeigen

Meisterhafte Tierpräparate im Naturkundemuseum

Das Naturkundemuseum Potsdam zeigt am Samstag und Sonntag, 17. und 18.
März, von 9 bis 17 Uhr prämierte Exponate des Präparators Christian
Blumenstein im Veranstaltungsraum. Der Präparator des Potsdamer
Naturkundemuseums hat vom 22. bis 25. Februar mit sieben Exponaten an
den Europameisterschaften der Tierpräparation in Salzburg teilgenommen
und auch schon früher in internationalen Wettbewerben mit seinen Werken
überzeugen können. Der Präparator wird an beiden Tagen anwesend sein
und Fragen zur Präparation und zur Naturkunde beantworten.

Christian Blumensteins Spezialgebiet ist die Plastination kleiner
Tiere. Neben einem dritten und einem zweiten Rang belegte er bei den
diesjährigen Präparatoren-Europameisterschaften fünfmal erste Ränge. Er
erhielt für sein Exponat zweier Gelbhalsmäuse und eines Hirschkäfers auf
Holz den 2. Platz in der Kategorie „Award of Excellence“. In dieser
Kategorie dürfen nur die Juroren selbst sowie prämierte Europa- und
Weltmeister teilnehmen. Gezeigt wird beispielsweise auch die
Hausspitzmauskarawane, mit der er 2012 den Weltmeistertitel holte oder
eine Gelbhalsmaus, mit der er 2008 Weltmeister in der Kategorie „Kleine
Säugetiere“ wurde. Mit seinem Thüringer Kollegen, dem Präparator und
Modellbauer Sebastian Brandt, erhielt Blumenstein in diesem Jahr für die
Nachbildung einer Orchideengruppe mit Rötelmäusen den 1. Preis für die
Gestaltung von Lebensräumen sowie den 1. Preis in der Kategorie
„Collective Artists Division“. Dieses sowie weitere prämierte
Exponate, darunter Amphibien, Vögel und Säugetiere, werden den Gästen
des Museums präsentiert.

Mit der Show im Veranstaltungsraum zeigt das Museum nicht nur einmalige
Objekte, sondern gewährt den Besuchenden auch Einblicke in die Arbeit
eines Naturkundemuseums. Die Präparation ist ein elementarer Bestandteil
der Museumsarbeit in Naturkundemuseen, deren Kernaufgaben das Sammeln,
Forschen, Bewahren und Vermitteln sind. Christian Blumenstein zeigt
seine Arbeitsmaterialien, darunter Werkzeuge, konservierte Tierhäute,
Schaumstoffkörper oder Glasaugen. Er verdeutlicht an Beispielen, wie er
bei seiner Arbeit vorgeht und was dafür wichtig ist.

Nicht jedes Tier wird im Museum aufwendig präpariert und ausgestellt.
Werden Tiere für die Sammlungen präpariert, kommt es darauf an, die
Stücke möglichst raumsparend aufzubewahren. Von Säugetieren und
Vögeln werden dann beispielweise Bälge angefertigt. Als Balg wird die
abgezogene Tierhaut mit Haaren oder Federn bezeichnet. Skelette und
Knochen werden entfettet und platzsparend in Schachteln aufbewahrt. Für
die Präsentation in Ausstellungen ist es dagegen die hohe Kunst, das
Tier so lebendig wie möglich erscheinen zu lassen. Präparate, die auf
Meisterschaften Preise gewinnen sollen, werden noch intensiver
bearbeitet. Dort begutachtet die Jury jedes kleinste Detail mit Lupe und
Taschenlampe.

Werbeanzeigen

City Report - pnr24

online Redaktion

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Werbeanzeigen
%d Bloggern gefällt das: