Mehr Bildungschancen im Schlaatz – Grundbildungszentrum der Volkshochschule startet neues Projekt

Mehr Bildungschancen im Schlaatz
Grundbildungszentrum der Volkshochschule startet neues Projekt

„Grundbildung im Sozialraum“ heißt das neue Projekt des
Grundbildungszentrums der Volkshochschule im Bildungsforum (VHS), das
die Beigeordnete für Bildung, Kultur und Sport, Noosha Aubel, am
heutigen Mittwoch in der VHS vorgestellt hat. Dank der Förderung des
Bundesministeriums für Bildung und Forschung wird das
Grundbildungszentrum ab Dezember mindestens drei Jahre lang kostenlose
Lernangebote im Friedrich Reinsch Haus und bei der Potsdamer Tafel
bereitstellen. Zielgruppe sind Menschen, die nicht ausreichend lesen,
schreiben oder rechnen können – sogenannte funktionale Analphabeten.

„Mit dem neuen Projekt wollen wir die Menschen im Stadtteil abholen und
ihnen einen leichten Einstieg ins Lernen ermöglichen. Hier treffen
wertvolle Erfahrungen aufeinander, um bildungsbenachteiligten Menschen
die Möglichkeit zur Teilhabe am beruflichen und gesellschaftlichen Leben
zu ermöglichen“, sagt die Beigeordnete. Geplant sind Lerncafés, die
von ehrenamtlichen Lernpatinnen und Lernpaten unterstützt werden. Im
Rahmen des Projektes wurden vier Stellen geschaffen, die in Kürze
besetzt werden sollen, damit das Projekt starten kann. Partner sind der
Verein Soziale Stadt und die Potsdamer Tafel.

„Zunächst sollen Schnupperangebote entwickelt werden, etwa eine
Glücksrad-Aktion bei der Lebensmittelausgabe der Potsdamer Tafel oder
ein Scrabble-Nachmittag im Nachbarschaftscafé des Friedrich Reinsch
Hauses, um Interessierte anzusprechen“ sagt die Leiterin des
Grundbildungszentrums Katrin Wartenberg. Später sollen bei den
Projektpartnern Lerncafés angeboten werden. „So können die Menschen in
vertrauter Umgebung lernen. Niemand muss sich extra anmelden oder auf
eine bestimmte Anzahl von Terminen festlegen“, sagt Wartenberg. Auch
eine Kinderbetreuung ist vorgesehen.

In Deutschland gibt es aktuell rund 7,5 Millionen funktionale
Analphabeten. „Die Hemmschwelle, Hilfsangebote zu nutzen, ist nach wie
vor hoch. Deshalb sind niedrigschwellige Angebote in unserer
Gesellschaft unverzichtbar. Das Projekt ,Grundbildung im Sozialraum‘
ist ein wichtiger und guter Schritt, Menschen vor Ort neue
Bildungschancen und Perspektiven zu eröffnen“, betont Noosha Aubel.

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