Medieninnovationsforum Niederschlesien trifft Babelsberg

“Innovation Forum Media: Lower Silesia meets Babelsberg”

 

Wirtschaftsministerium wirbt für Zusammenarbeit mit Polen / Staatssekretär Fischer eröffnet in Breslau gemeinsames Medienforum

Potsdam. Gemeinsam mit einer Delegation von Vertretern der Brandenburger Film- und Medienbranche reist der Staatssekretär im Wirtschafts- und Energieministerium Brandenburg, Hendrik Fischer, heute nach Polen. Stationen der zweitägigen Reise (13./14. Juni) in die Woiwodschaft Niederschlesien sind neben Breslau Bielany Wrocławskie und Lubsko. Höhepunkt des Besuches ist die Eröffnung des “Innovation Forum Media: Lower Silesia meets Babelsberg” heute in Breslau. Dies ist eine Veranstaltung des Brandenburger Wirtschaftsministeriums in Kooperation und unter Schirmherrschaft des Marschallamts der Woiwodschaft Niederschlesien mit Unterstützung des Audiovisual Technology Center CeTA und der Deutsch-Polnischen Industrie- und Handelskammer. Erwartet werden rund 100 Teilnehmer. Begleitet wird der Staatssekretär vom Geschäftsführer der Wirtschafsförderung Brandenburg (WFBB), Sebastian Saule.

„Wirtschaftlich pflegen wir zu keinem anderen Land innerhalb der EU engere Beziehungen als zu Polen“, betonte Staatssekretär Fischer im Vorfeld der Reise. „Fast 300 Brandenburger Unternehmen haben Geschäftsbeziehungen zu unserem Nachbarland. Fast 200 planen, Beziehungen aufzubauen. Und auch auf polnischer Seite sind immer mehr Unternehmen in Brandenburg aktiv. Insbesondere im brandenburgischen Grenzgebiet gibt es eine große – auch kulturelle – Nähe zu Polen. Mittlerweile leben über 15.000 Polinnen und Polen in Brandenburg, die quasi eine Brücke zwischen den Ländern bilden. Darunter sind viele junge, mehrsprachige und gut ausgebildete Fachkräfte. Gerade für polnische Unternehmen sind das hoch attraktive Arbeitskräfte. Das Wirtschaftsministerium unterstützt diese Entwicklung ausdrücklich“, hob Fischer hervor.

Darüber hinaus nehmen die Anknüpfungspunkte für Kooperationen zwischen der Medienwirtschaft in Niederschlesien und in Potsdam-Babelsberg beständig zu. An beiden Standorten verfolgen Experten zukunftsfähige Themen. Breslau ist etwa bekannt für seine innovative Games-Industrie. Und in Potsdam arbeiteten Großunternehmen, der Mittelstand, Start-ups, wissenschaftliche Einrichtungen und Landesinstitute an Zukunftsthemen der Branche. „Durch die örtliche Nähe in Babelsberg entstehen dort Synergieeffekte. Forschungskenntnisse erhalten direkt Zugang zu Marktakteuren. Das ist einzigartig in der deutschen Medientechnologiebranche“, erklärte Staatssekretär Fischer und verwies darauf, dass erst Anfang der Woche in Babelsberg ein volumetrisches Studio eingeweiht worden ist, in dem natürliche Repräsentationen realer Objekte und Personen generiert und in der virtuellen Welt platziert werden können. Das Wirtschaftsministerium fördert das Projekt mit zwei Millionen Euro. Babelsberg wurde vom Bundeswirtschaftsministerium im vergangenen Jahr zum Digital Hub für Medientechnologien ernannt. Gemeinsam mit dem Bund werden in diesem Hub die verschiedenen Akteure vor Ort dabei unterstützt, innovative Projekte auf den Weg zu bringen.

Zu den Außenhandelszahlen:

Brandenburgische Unternehmen exportierten 2017 Waren im Wert von rund 1,9 Milliarden Euro nach Polen. Mit 14,9 Prozent der Gesamtexporte des Landes Brandenburg lag Polen damit auf Platz 1 (gefolgt von den USA mit anteilig 13 Prozent). Die wichtigsten Exportprodukte waren Bleche aus Eisen oder Stahl (im Wert von 477,1 Millionen Euro, was 24,8 Prozent des Exportvolumens entspricht) und Mineralölerzeugnisse (198,2 Millionen Euro / 10,3 Prozent).

Aus Polen importierte Brandenburg 2017 Waren im Wert von 3,1 Milliarden Euro. Dies entspricht 17,9 Prozent der Gesamtimporte (Platz 2 hinter der Russischen Föderation mit anteilig 22,2 Prozent). Die wichtigsten Produkte waren elektrotechnische Erzeugnisse (366 Millionen Euro / 11,8 Prozent) und Koks aus Stein- und Braunkohle (218,3 Millionen Euro / 7 Prozent).

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