Landkreis Teltow-Fläming – Denkmal des Monats: Kriegerdenkmal Blankenfelde

Im Landkreis Teltow-Fläming gibt es ca. 1000 Baudenkmale sowie über 1.400 bekannte Bodendenkmale. Einige von ihnen werden im Denkmalschutzkalender 2017 vorgestellt. Ergänzend dazu erläutert die Denkmalschutzbehörde Teltow-Fläming das jeweilige Denkmal des Monats etwas näher, um den Blick des Betrachters einmal mehr für bewahrenswerte Bauten der Region zu schärfen. Das Kalenderblatt Oktober widmet sich dem Kriegerdenkmal Blankenfelde.

Klassisches Kriegerdenkmal

Als eines von fünf Denkmalen in der Gemeinde Blankenfelde handelt es sich bei diesem Objekt um ein klassisches Kriegerdenkmal. Etwas südlich von Kirche und Kirchhof errichtet, liegt es dennoch zentral und allseits zugänglich auf der Dorfaue Blankenfelde.

Das Blankenfelder Kriegerdenkmal ist deutlich übermannshoch und mehrfach geschichtet aus Feldsteinen errichtet worden. Vier Tafeln erinnern zum einen an die Befreiungskriege 1813, als das napoleonische Heer versuchte, Berlin zu erobern, sowie an den Ersten Weltkrieg. Zwei der Tafeln sind dem siegreichen Gefecht von Blankenfelde vom 23. August 1813 gewidmet, eine weitere den Gefallenen des „Infanterieregiments Friedrich der Niederlande” und eine vierte erinnert allgemein an dieses Gefecht.

Tafel mit Inschrift

Die Datierung der ersten Tafel auf den 1. Juli 1913 zeigt, dass das Denkmal zu diesem Zeitpunkt gestiftet und erst später um die Gefallenen des 1. Weltkriegs ergänzt wurde – folglich ursprünglich ein Denkmal der Befreiungskriege war.

Entsprechend erklärt sich auch die Präsenz des Eisernen Kreuzes, das zu diesem Anlass von Friedrich Wilhelm III. gestiftet worden war. Die beiden weiteren Tafeln führen Namen und Sterbedaten der getöteten Soldaten des 1. Weltkriegs auf.

Schlichte Gestaltung

Die Gestaltung des Objektes ist eher schlicht. Von anderen Denkmalen dieser Art unterscheidet es sich durch eine Kugel auf der Spitze – einem Symbol sowohl für Ewigkeit als auch Unsicherheit des Lebens. Zu den verwendeten Materialien zählen behauene Feldsteine und Findlinge, Beton und Eisen bzw. Bronze.

Die drei Stufen sind jeweils mit quaderförmig behauenen Granitsteinen abgedeckt, in den Fugen wurden kleine Kanonenkugeln eingearbeitet. Am Fuß des Objektes finden sich allseitig kleine Nischen, die der Ablage von Blumenschmuck dienten. Namen wurden zum Teil hinterlegt mit der Idee, aus einem einfachen Soldaten einen Helden zu machen, der für die Heimat gefallen ist. Denkmale erinnern nicht nur an etwas, sie erzählen auch selbst eine Geschichte – über ihre Entstehung, ihre Errichter oder Schicksale von ganzen Familien.

Im Jahr 2013 wurden das Blankenfelder Kriegerdenkmal und sein unmittelbares Umfeld umfangreich instandgesetzt. Ergänzend dazu erfolgte im Jahr 2016 die Umgestaltung der angrenzenden Wege durch die Gemeinde Blankenfelde-Mahlow.

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