Landkreis Dahme-Spreewald: Irmgard Kühns Kunstausstellung eröffnet

Bilder von gegenwärtiger Zeitlosigkeit in Horizontaler Galerie

Irmgard Kühns Kunstausstellung „Malerei-Bildnisse-Stillleben“ in Lübben eröffnet

 

Foto: Landkreis Dahme-Spreewald

Einzigartige Melodien des wendischen Dudelsacks schwingen am gestrigen Mittwoch über die Flure des Lübbener Landratsamtes. Die traditionsreichen Klänge stimmen auf die Eröffnung der neuen Kunstausstellung „Malerei-Bildnisse-Stillleben“ von Irmgard Kühn ein. Zirka 50 Gäste sind am 17. Oktober 2018 zur Vernissage in die „Horizontalen Galerie“ an der Reutergasse gekommen. Bestaunt werden konnten dort gut 50 Werke aus dem Œuvre der seit mehreren Jahrzehnten aktiven Künstlerin aus Königs Wusterhausen. Noch bis 12. Dezember 2018 werden ihre detailreichen Bilder mit schlichten Namen, wie „Pfirsichschale“ (1985), „Kloster Sagorsk“ (1958) oder „Fliederstrauß mit Spielkarte“ (1995) ausgestellt sein.   

 

Kulturdezernent Carsten Saß begrüßte die Besucher und freute sich über die starke Resonanz auf die Ausstellungseröffnung. In einem offenen Dialog mit Irmgard Kühn brachte er den Anwesenden ihren Lebensweg und künstlerischen Werdegang näher. Geboren 1933 und aufgewachsen in einer Pfarrersfamilie im Südharz entdeckte sie früh ihr künstlerisches Talent. Nach einer Lehre der Porzellanmalerei schloss sie als Diplom-Werkkünstlerin 1958 ihrStudium der angewandten Malerei in Halle/Saale ab. „Wir haben nahezu alle Kunsttechniken dort kennengelernt“, erinnert sich Irmgard Kühn. Zusammen mit ihrem Mann, dem Maler Dankwart Kühn, arbeitet sie in der DDR künstlerisch ab Ende der 1970er Jahre in einem Atelierhaus in Neuzelle (Oder-Spree). Neben Wand- oder Keramikmalereien entdeckt die heute 85-Jährige das Tätigkeitsfeld der Denkmalpflege für sich. So wirkt die Malerin bis in die Nachwendezeit mit an der Restaurierung der Semperoper Dresden, dem Schauspielhaus Berlin oder ehemaligen Zisterzienserkloster in Neuzelle. Seit 2004 lebt sie als freischaffende Künstlerin in Königs Wusterhausen. In all ihre Lebensphasen entstehen charakteristische Porträts, Zeichnungen oder Stillleben, die von „gegenwärtiger Zeitlosigkeit“ sind, wie es Kunstwissenschaftler Ulrich Kavka in seiner Laudatio bezeichnet.   

 

Im Rahmen der Ausstellungseröffnung wurden zudem die im Jahr 2018 über die Kulturförderrichtlinie sowie die Richtlinie zur Förderung des sorbischen/wendischen Volkes geförderten Publikationen vorgestellt. Irmgard Kühn hat eine Förderung in Höhe von 1.000 Euro zur Herstellung eines Künstlerkataloges über ihr Lebenswerk vom Landkreis Dahme-Spreewald erhalten. Karen Ascher erhielt 1.300 Euro für die Realisierung eines sorbischen/wendischen Malheftes für Grundschüler. Sebastian Franzka ist mit 300 Euro zur Erstellung des Kunstkatalogs „Monotypie Tiefschwarz“ unterstützt worden. Beide Künstler sind zusammen im Lübbener Atelier „Franzka + Ascher“ tätig.

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.