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Krankenkassen setzen sich für einheitliche Qualitätskriterien in der gemeinsamen Krankenhausplanung Berlin-Brandenburg ein

Die Länder Berlin und Brandenburg haben heute ihre gemeinsame Krankenhausplanung für das Jahr 2020 gestartet. Auf Initiative des zuständigen Brandenburger Gesundheitsministeriums und der Berliner Senatsgesundheitsverwaltung hat sich heute in Potsdam dazu der sogenannte Regionalausschuss konstituiert.

 

Krankenkassen der Region bringen sich aktiv in Planungsprozess ein

Die an der Sitzung beteiligten Vertreter der Krankenkassen-Verbände in Berlin und in Brandenburg sowie der Privaten Krankenversicherung haben den Auftakt begrüßt und ihre Bereitschaft erneut unterstrichen, aktiv eine gemeinsame Krankenhausplanung für Berlin und Brandenburg mitzugestalten und neue, innovative Impulse für die Versorgungslandschaft in der Region zu setzen. Nach Ansicht der Krankenkassen-Verbände ist es dabei von grundlegender Bedeutung, dass die Krankenhauspläne der Länder mit einheitlichen Grundsätzen in der Planungssystematik und bei den Qualitätskriterien arbeiten.

Um der demografischen Entwicklung und dem Fachkräftemangel in beiden Ländern in der Zukunft begegnen zu können, benötigt es eine bedarfsgerecht geplante Versorgungslandschaft, deren heutiger hochwertiger Standard vor allem durch eine Bündelung vorhandener Ressourcen nach Qualitätskriterien aufrecht zu erhalten ist.

 

Unterschiede bei Herzinfarkt-Sterblichkeit machen Handlungsbedarf deutlich

Wie wichtig eine Abstimmung zwischen den Ländern ist, lässt sich am Beispiel der Kardiologie darstellen: Laut aktuellem Herzbericht gehören weder Berlin, noch insbesondere Brandenburg zu den Bundesländern mit der geringsten kardiovaskulären Sterblichkeitsrate in Deutschland. Hier besteht Handlungsbedarf.

Studien belegen, dass es einen deutlichen Zusammenhang zwischen Fallzahlen und der Sterblichkeit in diesem Bereich gibt. Erforderlich ist es deshalb, dass Krankenhauspläne in Zukunft die Kardiologie nach einheitlichen qualitativen Kriterien beschreiben.

 

Enge Verzahnung der Brandenburger und Berliner Kliniken erforderlich

Etwa jeder sechste Brandenburger geht zur Behandlung in eine Berliner Klinik. Und die weitere Konzentration der märkischen Bevölkerung im Speckgürtel um Berlin wird diese Zahl in Zukunft weiter steigen lassen. Eine länderübergreifende und an Qualitätskriterien ausgerichtete Abstimmung beim Angebot hochspezialisierter Leistungen wie etwa im Bereich der Kardiologie ist aus Sicht der Krankenkassen für die Patientinnen und Patienten somit von enormer Bedeutung.

Wenn die Länder ihr Ziel einer gemeinsamen Planung ernst nehmen wollen, muss der Krankenhausplan 2020 sich diesen Fragestellungen dringend widmen und einheitliche Qualitätsmaßstäbe aufnehmen. Dies ist hinsichtlich möglichst gleichwertiger Lebensverhältnisse in den beiden Ländern bedeutsam. Die zukunftsfeste Ausgestaltung einer sicheren und verlässlichen Versorgungslandschaft in der Region muss deshalb Aufgabe der jetzt begonnenen gemeinsamen Krankenhausplanung von Berlin und Brandenburg sein.

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City Report - pnr24

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