KONFERENZ MIT MÜLLER UND VON DER LEYEN

Gemeinsam für eine vernetzte Politik

Wie können Entwicklungs-, Sicherheits- und Friedenspolitik so miteinander vernetzt werden, dass Krisen und Konflikten gar nicht erst entstehen? Darüber diskutieren Bundesminister Müller und von der Leyen mit Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft, Zivilgesellschaft auf einer zweitägigen Konferenz in Berlin.

Bundesverteidigungsministerin von der Leyen und Bundesentwicklungsminister Müller bei der Konferenz 'Entwicklung, Sicherheit, Frieden' im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.Müller und von der Leyen sprechen auf der Konferenz “Entwicklung, Sicherheit und Frieden” über vernetzte Entwicklungspolitik.Foto: Florian Gaertner/photothek.net

“Unsere zunehmend vernetzte Welt verlangt, dass wir unsere Ansätze konzeptionell mit allen Partnern weiterentwickeln und uns besser abstimmen”, sagte Bundesentwicklungsminister Gerd Müller bei der Eröffnung der Konferenz “Entwicklung, Sicherheit und Frieden”. “Um den Krisen der Gegenwart und Risiken von morgen wirkungsvoll zu begegnen, brauchen wir einen Paradigmenwechsel hin zur vernetzten Entwicklung: Alle Politikbereiche müssen ineinandergreifen.”

Notwendigkeit vernetzten Handelns

Auch Bundesministerin Ursula von der Leyen betonte in ihrer Rede, dass sie vernetztes Handeln bei der Bewältigung von Krisen für notwendig halte: “Sie, Herr Kollege Müller, haben unsere gemeinsame Überzeugung einer absoluten Notwendigkeit vernetzten Handelns mit der Formulierung auf den Punkt gebracht: “Wer militärisch interveniert, muss auch zivil Verantwortung übernehmen.”

Bei der Konferenz sprechen auch die Friedensnobelpreisträgerin Ouided Bouchamaoui aus dem Quartett für den nationalen Frieden in Tunesien und Muhannad Hadi, regionaler Nothilfe-Koordinator des Welternährungsprogramms für Syrien.

Bundesregierung stellt 100 Millionen zur Verfügung

Laut Weltentwicklungsbericht 2011 der Weltbank, der sich dem Thema “Konflikt, Sicherheit und Entwicklung” widmete, sind Menschen in Konflikt- oder Post-Konfliktländern doppelt so häufig unterernährt und leben mit einer 50 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit unter der Armutsgrenze als Menschen in Entwicklungsländern ohne gewaltsame Konflikte.

Ziel ist es daher, die Akteure vor Ort zu befähigen, selbst für Stabilität und Sicherheit sorgen zu können. Dafür stellte die Bundesregierung in diesem Jahr erstmals 100 Millionen Euro zur Verfügung.

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