Kirchliche Sendungen am Wochenende 2./3. Juni 2018 im Ersten

„Das Wort zum Sonntag”, am Samstag, 2. Juni 2018, um 23:50 Uhr spricht Lissy Eichert, Berlin. Ihr Thema: Mit Jesus auf die Straße

Mancher, der mit einer Fronleichnamsprozession konfrontiert wird, schüttelt verwundert den Kopf: die prunkvollen Gewänder, die Banner, der Weihrauch. Sieht ein wenig nach „Karneval der Katholiken” aus. Fronleichnam ist nun mal ein historisches, ein traditionsreiches und eben auch farbenfrohes Fest, sagt Lissy Eichert aus dem bunten Berlin-Neukölln. Für sie ist so eine Prozession fromm und zugleich politisch. Warum, das erzählt sie in ihrem „Wort zum Sonntag”.

Die „Wort zum Sonntag”-Sendung kann unter www.DasErste.de/wort nachgelesen oder als Video-Podcast sowie am jeweiligen Tag nach 18:00 Uhr in der Mediathek des Ersten angesehen werden.
Redaktion: Friederike Sittler (RBB)

„Uns hat der Krieg nicht getrennt – Christen, Juden und Muslime in Sarajewo” heißt der Film von Till Rüger in der Sendereihe „Echtes Leben” am Sonntag, 3. Juni 2018, um 17:30 Uhr

Es sind vier Menschen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: eine Muslima, ein orthodoxer Christ, ein Katholik und ein Jude. Alle vier stammen aus Sarajewo, leben hier nicht nebeneinander, sondern in echtem Miteinander. Wie schafft es die Stadt auf dem Balkan, diese Menschen zusammenzubringen? Wie gelingt es, dass an diesem Ort die Menschen trotz ihres unterschiedlichen Glaubens friedlich bleiben?

Wer das erste Mal nach Sarajewo kommt, den beeindruckt vor allem die topographische Lage der Stadt: zwischen langgezogenen üppig-grünen Berghängen, eingeschmiegt ins Tal des Flusses Miljacka. Noch faszinierender aber: In Sarajewo existieren seit Jahrhunderten vier Religionen. Es gibt 90 Moscheen, 20 Kirchen und 3 Synagogen auf engstem Raum. Leben und leben lassen – ist das das große Geheimnis der Hauptstadt Bosnien-Herzegowinas?

Nur ein paar Kilometer von Sarajewo entfernt z.B. beginnt das Gebiet der Republika Srpska. Regelmäßig drohen die bosnischen Serben mit einem Referendum und der Abspaltung ihres Landesteiles. Hier lebt man noch immer in der Vergangenheit, sieht eine Teilung Bosnien-Herzegowinas als unvermeidlich an. Aber auch muslimische Fundamentalisten sind auf dem Vormarsch. Sichtbares Zeichen: die von Saudi-Arabien finanzierte neue König Fahd Moschee. Mit ihr wuchs auch der Einfluss des Islam auf die Politik. Länder wie Saudi-Arabien oder die Türkei haben in Bosnien und Herzegowina Hunderte Millionen Euro investiert. Geld, das man im muslimischen Teil gerne angenommen hat, denn die Arbeitslosigkeit liegt noch immer bei mehr als 20 Prozent. Doch inzwischen wachsen auch bei den Bosniaken die Zweifel, ob diese religiös motivierten Investitionen dem Zusammenhalt im Land nicht mehr schaden als nutzen.

Till Rüger trifft vier Einwohner Sarajewos, von denen jeder für sich, eine ganz eigene Erklärung hat, warum das Zusammenleben der Religionen und der drei Ethnien trotz aller Spannungen um sie herum funktioniert.

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