Kinderleben nach dem Krieg: Drama “Enklave” im ZDF

Nenad (Filip Subaric, r.) und sein Vater (Nebojsa Glogovac) leben in einer serbischen Enklave im Kosovo.
Copyright: ZDF/Sein+Hain Film/Aleksandrija Ajdukovic

Ein zehnjähriger Junge lebt als einziges Kind in einer serbischen Enklave mitten im Kosovo. Nichts wünscht er sich sehnlicher als einen Freund. In seinem Drama “Enklave” blickt der serbische Regisseur Goran Radovanovic auf die komplizierte Lebenswelt des Jungen fünf Jahre nach dem Kosovo-Krieg. Zu sehen ist die Koproduktion von ZDF/Das kleine Fernsehspiel und ARTE am Montag, 29. Oktober 2018, 0.15 Uhr, im ZDF.

2004: Der Kosovo steht unter der Verwaltungshoheit der Vereinten Nationen. Der zehnjährige Nenad lebt dort mit seinem Vater Vojislav und dem bettlägerigen Großvater Milutin in einer kleinen serbischen Enklave. Außer ihnen sind nur Draza, der Priester, und die junge Lehrerin Serben. Nenad wird jeden Tag mit einem Panzer der KFOR in die Schule gefahren, wo er der einzige Schüler ist. Sein großer Wunsch, mit anderen Kindern zu spielen, scheint unerfüllbar. Sehnsüchtig sieht er immer wieder durch die Schlitze des Panzerfahrzeugs albanische Jungen in seinem Alter. Der 13-jährige Hirtenjunge Bashkim scheint ihr Anführer zu sein. Schnell wird klar, dass Bashkim, dessen Vater im Krieg getötet wurde, die Serben hasst. Als Nenads Großvater Milutin stirbt und Nenad den Priester holen soll, kommt es zu einer folgenschweren Begegnung zwischen Nenad und Bashkin.

“Enklave” wurde auf internationalen Filmfestivals weltweit gezeigt und mit über 20 Preisen ausgezeichnet, darunter mehrere Publikumspreise, drei FIPRESCI Awards, der UNICEF-Preis beim Olympia Film Festival in Griechenland 2015 und der Preis der Presse-Jury beim “Festival du film d’Europe & Orientale” in Rouen 2016.

“Enklave” ist bereits ab Sonntag, 28. Oktober 2018, 10.00 Uhr, in der ZDFmediathek abrufbar.

https://zdf.de/filme/das-kleine-fernsehspiel

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