“Killer oder Kuscheltier?” Katzen im Fokus von “planet e.” im ZDF

Millionen Singvögel werden jedes Jahr von Katzen getötet. Einige Forscher sind sicher, dass Katzen den Bestand mancher Arten massiv gefährden. Dem widersprechen Katzenexperten: Keine Vogelart wird durch die Tiere ernsthaft bedroht. “Killer oder Kuscheltier?”, fragt “planet e.” am Sonntag, 30. September 2018, 16.30 Uhr, im ZDF.

Die Diskussion um die Gefährdung mancher Vogelarten durch Katzen verweist auf einen grundlegenden Befund: Es gibt zu viele Katzen in Deutschland – vor allem zu viele heimatlose Streuner, die nachtaktiv, verwahrlost und nicht kastriert sind.

Tierheime in Deutschland spüren die Folgen: Finden Tierfreunde eine verwahrloste Katze, geben sie diese häufig im Tierheim ab. Die einzige Möglichkeit, das Problem der streunenden Katzen zu lösen, ist aus Sicht vieler Tierschützer eine Kastrationspflicht. Die Stadt Paderborn hat diese bereits vor zehn Jahren für alle frei lebenden Katzen erlassen. Seitdem hat sich die Zahl der Streunerkatzen im Stadtgebiet von bis zu 500 auf etwa 30 Tiere reduziert. Das Besondere an der Regelung: Jeder, der eine fremde Katze füttert, muss sich um deren Kastration kümmern. Die Verantwortlichen ziehen eine positive Bilanz. Das Paderborner Modell ist zum Vorbild für viele Kommunen geworden.

Die vielen freilaufenden Katzen könnten ausgerechnet die Europäische Wildkatze gefährden, die in Deutschland unter Schutz steht. Langsam erholt sich deren Bestand in deutschen Wäldern wieder, aber Experten befürchten, dass sich unkastrierte Hauskatzen mit Wildkatzen paaren und so den Genpool der Wildkatze dauerhaft gefährden.

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