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Jugendschutzteams beim nächsten Blütenfest im Einsatz

Für die präventive Jugendarbeit sollen zum 140. Baumblütenfest in Werder (Havel) Jugendschutzteams aus Sozialarbeitern zum Einsatz kommen. Das sieht eine Projektskizze vor, die die Stadt gemeinsam mit dem Jugendamt des Landkreises und dem Jugendhilfeträger Stiftung JOB erstellt hat. Sie wird zum nächsten Blütenfest vom 27. April bis 5. Mai erstmals umgesetzt. Zwei Sozialarbeiterteams mit jeweils zwei Fachkräften sollen dann im Festbereich unterwegs sein, auf womöglich gefährdete Jugendliche zugehen, sie gezielt ansprechen und pädagogisch wirksam werden.

Die an den T-Shirts erkennbaren Teams sollen eigenständig im Rahmen ihres Auftrags agieren. Sie können bei Bedarf jedoch Sicherheitskräfte oder medizinische Hilfe hinzuziehen. Ständig unterstützt werden sie  durch eine Jugendhilfefachkraft, die an einem festgelegten Ort bei Bedarf eine Nachbetreuung und Vermittlung an die Personensorgeberechtigten oder eine Kriseneinrichtung übernimmt. Das freiwillige Angebot soll gesetzliche Jugendschutz- und Ordnungsmaßnahmen ergänzen.

Mit den Jugendschutzteams sollen Alkoholmissbrauch und Betäubungsmittelkonsum möglichst eingedämmt werden.  In entstehenden Konfliktsituationen sollen die Teams deeskalieren. Das Angebot schaffe „zusätzliche Ansprechpartner für die Zielgruppe selbst, aber auch für Anwohner und andere Festbesucher und ergänzt wahrnehmbar das Sicherheitskonzept für einen abgegrenzten und oftmals in der öffentlichen Kritik stehenden Themenbereich“, heißt es in der Projektskizze.

Bernd Kreissl, Jugendschutzbeauftragter
des Landkreises Potsdam-Mittelmark:

„Für Polizei und Ordnungskräfte ist es nicht immer einfach, einen pädagogisch wirksamen Zugang  zu Jugendlichen herzustellen, welche sich in Ausnahmesituationen befinden. Auf diesem Gebiet geschulte Sozialarbeiter haben mit ihren freiwilligen Angeboten oft andere Möglichkeiten, präventiv oder deeskalierend aktiv zu werden. Das Jugendliche beim Blütenfest Alkohol trinken oder Drogen konsumieren, werden wir zwar nicht verhindern können. Ich denke aber, dass das neue Angebot ein Gewinn für den präventiven Jugendschutz ist. Wir haben da gemeinsam mit der Stadt und der Stiftung JOB etwas Gutes auf den Weg gebracht.“

Thomas Lettow,

Vorstand der Stiftung JOB:

„Das Baumblütenfest ist eine Veranstaltung ohne Zaun und Eintritt. Für die Organisatoren ist es eine Herausforderung, in einem offenen Festbereich wirksame Akzente für einen besseren Jugendschutz zu setzen. Als in Werder (Havel) tätiger Träger haben wir uns mit verantwortlich gefühlt, die Stadt hier zu unterstützen. Die freiwilligen Angebote sind ein neuer Baustein, um auf das Thema Alkoholmissbrauch und Drogenkonsum bei der Baumblüte zu reagieren. Wir können Kräfte zum Einsatz bringen, die die Jugendlichen in Werder kennen und mit der Materie vertraut sind.“

Christian Große, 1. Beigeordneter

der Stadt Werder (Havel):

„Der Alkoholmissbrauch und der Drogenkonsum von Jugendlichen sind kein Werderaner Phänomen. Es handelt es sich um ein gesellschaftliches Problem, dem sich die Stadt als Veranstalter des Baumblütenfests verstärkt stellen muss. Wir tun das gemeinsam mit dem Landkreis als Träger der Jugendhilfe und der Stiftung JOB, mit der wir bereits sehr erfolgreich zusammenarbeiten. Kinder und Jugendliche begegnen dem Thema aber nicht nur an unseren neun Festtagen. Es ist Aufgabe der ganzen Gesellschaft und der Eltern, mit jungen Menschen dazu im Gespräch zu bleiben.“

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City Report - pnr24

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