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Islam und Islamismus – Kreisverwaltung lud zu einer Fachtagung ein

In den letzten Jahren sind mehrere hundert Migranten in den Landkreis Prignitz gekommen. Derzeit leben rund 3300 Asylbewerber im Landkreis. Etwa ein Drittel davon sind EU-Bürger, ein Drittel hat ein positives Asylverfahren durchlaufen, d.h. eine Aufenthaltsgenehmigung erhalten, ein weiteres Drittel der Asylbewerber lebt mit einer Aufenthaltsgestattung.

Die Zuwanderung stellt Politik, die Gesellschaft, aber auch die Betroffenen vor große Herausforderungen. Migration ist sowohl eine kulturelle Bereicherung für das Land, birgt allerdings auch Sicherheitsrisiken. Es ist eine große Herausforderung, zwischen kulturell bedingtem Verhalten und Radikalisierungsbestrebungen von Islamisten zu unterscheiden. Eine solche Aufgabe können Kommunen, Sicherheitsbehörden und Gesellschaft nur gemeinsam bewältigen.

Aus diesem Grund hatte der Landkreis Prignitz Mitarbeiter und Leiter von Verwaltungen der Kommunen und Gemeinden zu einer Regionalfachtagung „Islam und Islamismus“ eingeladen, die gut besucht wurde.

Brandenburg weist im Vergleich zu anderen Bundesländern ein geringes islamistisches Personenpotenzial auf. Dazu referierte Dr. Silke Wolf vom Verfassungsschutz Brandenburg.

Allerdings ist die Zahl islamistischer Extremisten in den letzten Jahren erheblich gewachsen. Der islamistische Extremismus in Brandenburg wird vor allem durch Tschetschenen dominiert. Allein in den letzten vier Jahren wurden Brandenburg mehr als 5.000 Personen aus dem Nordkaukasus zugewiesen. Unter diesen finden sich Anhänger des „Kaukasischen Emirates“, welche dem IS die Treue geschworen haben.

Weitere Informationen und Anregungen für Fragen und Diskussionen gab auch der Beitrag von Dr. Yunuz Yaldiz von der Regionalen Arbeitsstelle für Bildung, Integration und Demokratie Brandenburg (RAA). Er widmete sich ganz speziell der Religion des Islam.

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City Report - pnr24

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