IHK Potsdam seit heute Partner der Kampagne B96.jetzt

Kammern in Brandenburg und im östlichen Mecklenburg-Vorpommern: Gas geben und jegliche Verzögerungen vermeiden

Bildquelle: Detlef Gottschling/IHK Potsdam

Die Industrie- und Handelskammer Potsdam setzt sich im Interesse ihrer 76.000 Mitgliedsunternehmen gemeinsam mit der IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern für einen zügigen Ausbau der Bundesstraße B 96 Nord ein und ist seit heute Partner der Kampagne www.B96.jetzt .

Der Potsdamer IHK-Präsident Peter Heydenbluth sagt: „Wir wissen, dass es zahlreiche Unternehmen in der Region gibt, die dringend auf den schnellen Ausbau angewiesen sind. Unternehmer haben sich sogar per Videobotschaft auf der Kampagnen-Internetseite geäußert und erklären, warum ihnen dieses Verkehrsprojekt so enorm wichtig ist. Wir werden uns länderübergreifend mit Nachdruck dafür einsetzen, dass der Ausbau nicht verzögert wird. Wir bemängeln, dass schon die Planungen viel zu lang dauern.“

Neubrandenburgs IHK-Präsident Dr. Wolfgang Blank: „Jetzt heißt es noch einmal Gas geben. Umso mehr freut es uns, dass nun so ein Schwergewicht aus Brandenburg unsere Reihen stärkt.“
Der Ausbau zwischen Oranienburg und Neubrandenburg gilt als zentrale Voraussetzung dafür, dass die Wirtschaft sowohl im Brandenburger Norden als auch im östlichen Mecklenburg-Vorpommern zukünftig floriert. Im europäischen Verkehrsnetz ist die B 96 zudem mit ihrer Anbindung an die Seehäfen eine wichtige transeuropäische Verkehrsachse nach Skandinavien. Positiv im Jahr 2016 war die Aufnahme der B 96 in den aktuellen Bundesverkehrswegeplan 2030. Dafür hatten bereits beide IHKs gemeinsam – auch über Parlamentarische Abende in Berlin – lange gekämpft.

Stand (Dezember 2017) der Planungen zur B 96 Nord

Die Länder Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg haben ein abgestimmtes Ausbaukonzept für die B 96 von der A 10 bis zur A 20 erarbeitet, welches den für Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg zuständigen Gebietsreferaten des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur im September 2017 vorgestellt wurde. Damit ist in Ergänzung zu den Neubaumaßnahmen eine Grundlage für den etappenweisen Um- und Ausbau der B 96 gegeben. Für Brandenburg enthält dies die bekannten Ortsumgehungen (OU) von Nassenheide, Teschendorf, Löwenberg, Gransee und Fürstenberg sowie die umzubauenden Streckenabschnitte.

B 96 OU Teschendorf/Löwenberg: Stand Planfeststellungsverfahren

In Vorbereitung befindet sich eine notwendig gewordene zweite öffentliche Auslegung einer aktualisierten Planunterlage. Diese ist aufgrund der Änderung rechtlicher Rahmenbedingungen und vorgetragener Einwendungen aus der vorherigen Auslegung notwendig geworden.
Die Auslegung der Unterlagen wird in den jeweiligen Amts-/Gemeindebereichen durch rechtzeitige Ankündigung im Amtsblatt angezeigt. Die Auslegung wird Anfang 2018 erfolgen.

B 96 OU Fürstenberg: Stand Vorplanung

Hier hat sich am Sachstand nichts geändert. Brandenburgs Infrastrukturministerin Kathrin Schneider hat betont, dass die Prüfung von Alternativen zur geplanten Strecken-Variante für die OU Fürstenberg/Havel in jedem Fall geboten sei und zu keinen Verzögerungen in der Planung führen werde.

B96 Neubrandenburg – Neustrelitz

Derzeit befindet sich die Vorplanung für den Ausbau der B 96 zwischen Neubrandenburg und Neustrelitz einschließlich der zwei Ortsumgehungen Usadel und Weisdin kurz vor dem Abschluss. Der nächste Schritt ist dann die Linienbestätigung durch das Bundesverkehrsministerium. Die weiteren Planungsschritte (Entwurfsplanung, Planfeststellung und Ausführungsplanung) werden dann von der Straßenbauverwaltung Mecklenburg-Vorpommern weitergeführt.

B96 – Ortumgehung Neubrandenburg

Weiter ist man dagegen bereits beim Teilvorhaben Ortsumgehung Neubrandenburg. Der Bau des ersten Bauabschnittes der Ortsumgehung im Zuge der B 96 wurde 2016 begonnen und soll im Sommer 2019 fertiggestellt werden.

Alle Infos zur Kampagne finden Sie auf der Homepage: https://www.b96.jetzt
Foto: Brandenburger Wirtschaft gibt Startschuss zur Kampagnen-Partnerschaft: u.a. Peter Heydenbluth (Präsident IHK Potsdam), Ludger Westkamp (Landrat des Landkreises Oberhavel), Philipp Gall (RegionalCenter-Leiter Oberhavel IHK Potsdam), Marten Belling (IHK Neubrandenburg); Julian Zender (Geschäftsführer Äztec GmbH) )

Kommentar verfassen