Hochwasserschutz am DB-Werk

Neue Hochwasserschutzanlage am DB Werksgelände übergeben

Feierlich hat Brandenburgs Umweltminister Jörg Vogelsänger eine neue Hochwasserschutzanlage für das DB-Fahrzeuginstandhaltungswerk in Wittenberge übergeben. Damit ist nun ein besserer Schutz des Werksgeländes bei Hochwassern der Elbe im Rückstau der Stepenitz gewährleistet.

Dank der guten Konjunktur konnte das Land die Gesamtkosten von 1,6 Millionen Euro selber tragen. „Die guten Steuereinnahmen sorgen für mehr Sicherheit der Menschen entlang der Elbe, das ist gut so“, sagte Jörg Vogelsänger.

Während des Hochwassers im Juni 2013 waren die Wasserstände im Bereich der Stadt Wittenberge so hoch angestiegen, dass insgesamt rund 4 Kilometer Notdeiche hergestellt werden mussten. Auf dem Betriebsgelände des DB-Werks war damals ein rund 1.000 Meter langer Notdamm aufgeschüttet worden, der die Flutung des Geländes und der dort befindlichen technischen Anlagen sowie die rückwärtige Flutung der Stadt Wittenberge verhinderte.

Das Wittenberger Bahnwerk und die Mitarbeiter haben gemeinsam mit dem kreislichen Katastrophenstab damals Schlimmeres verhindert“, erinnerte Landrat Torsten Uhe an diese kritischen Wochen. Inzwischen konnte das Werk etwa 20 Millionen Euro in eine neue Radsatzwerkstatt investieren und gehört damit zu den modernsten Instandhaltungswerken mit innovativen Ansätzen in Europa, so Uhe. Er dankte der Landesregierung und dem Landesumweltamt, die Bedeutung des DB Fahrzeuginstandhaltungswerkes als größter Arbeitgeber und Ausbilder der Region mit etwa 800 Beschäftigten erkannt und den erforderlichen Hochwasserschutz dafür innerhalb von 12 Monaten Bauzeit realisiert zu haben. „Diese Geschwindigkeit wünsche ich mir auch von anderen Projekten wie der A14“, sagte der Landrat.

Mit Fertigstellung der Hochwasserschutzmauer aus Spundwandbohlen ist das Werksgelände am westlichen Rand der Stepenitz-Niederung nun gegen ein hundertjährliches Elbehochwasser geschützt. Gleichzeitig verhindert die Anlage, dass die Stadt Wittenberge bei einem Hochwasser über die Stepenitz-Niederung geflutet würde.

Die Hochwasserschutzwand wurde auf einer Länge von etwa 900 Metern aus Spundwandbohlen und auf etwa 120 Metern als erhöhter Deichverteidigungsweg hergestellt. Zudem ist im nördlichen Bereich der Trasse eine landseitige Drainage zur Qualmwasserfassung verlegt worden. Diese befindet sich im Bereich des neuangelegten Verteidigungs- bzw. Kontrollweges.

Mit der Hochwasserschutzanlage entlang der DB Fahrzeuginstandhaltung sind etwa 90 Prozent der geplanten Hochwasserschutzanlagen an der Elbe und ihrer Nebenflüsse realisiert worden. Im Oktober soll die L 11 bei Breese fristgerecht übergeben werden und in Planung befinden sich der Hochwasserschutz im Stadtgebiet Wittenberge sowie die Sanierung des Deiches zwischen Elbstraße und B 189-Brücke.

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