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Grimme-Preis für sieben ARD-Ko- und Auftragsproduktionen – „Babylon Berlin“ ist der große Gewinner im “Wettbewerb Fiktion”

Die Jury des 54. Grimme-Preises hat ihre Entscheidungen bekanntgegeben: 15 Produktionen wurden in diesem Jahr mit einem Grimme-Preis ausgezeichnet. Davon sind sieben ARD-Auftrags- bzw. Ko- oder Eigenproduktionen.

Volker Herres, Programmdirektor Erstes Deutsches Fernsehen:
„Der Grimme-Preis ist der Gradmesser für Qualität im deutschen Fernsehen. Knapp die Hälfte der ausgezeichneten Produktionen sind im Auftrag und unter Beteiligung der ARD entstanden. Das zeigt, dass wir, wenn es um Qualität geht, weiterhin die Nummer eins sind. Zweifellos der große Gewinner ist die Event-Serie ‚Babylon Berlin‘, die Das Erste im Herbst ausstrahlen wird. Es freut mich besonders, dass die Jury diese außergewöhnliche Produktion so deutlich gewürdigt hat. Allen Preisträgern und all jenen, die vor der Kamera oder hinter den Kulissen zum Gelingen der erstklassigen, seit heute Grimme-geadelten Filme beigetragen haben, gratuliere ich von Herzen!”

Im Wettbewerb „Fiktion” gehen zwei von fünf Grimme-Preisen an ARD-Ko-bzw. Auftragsproduktionen.
„In jedem Sinne bahnbrechend” und ein „Glücksfall für das deutsche Fernsehen”- die 16-teilige Serie „Babylon Berlin” (ARD Degeto/Sky/X Filme Creative Pool/Beta Film) überzeugte die Jury auf ganzer Linie: Ausgezeichnet wurden Liv Lisa Fries, Volker Bruch und Peter Kurth für ihre darstellerische Leistung, Tom Tykwer, Henk Handloegten und Achim von Borries für Buch und Regie, Alexander Berner, Claus Wehlisch und Antje Zynga für die Montage, Uli Hanisch für das Szenenbild, Pierre-Yves Gayraud für das Kostüm, Johnny Klimek und Tom Tykwer für die Szenenmusik, Mario Kamien und Nikko Weidemann für die Filmmusik.
Im Urteil der Jury heißt es u.a.: „Die Serie ist opulenter Budenzauber und feinnerviges Zeitgeschichtsstück in einem. Unter den vielen Schauwerten tut sich eine kluge Analyse über die politischen und sozialen Kraftströme der Weimarer Republik auf, einer Gesellschaft im Zwischenzustand.”

Weiterhin erhält „Zuckersand” (BR/ARD Degeto/MDR, Produktion: Claussen+Putz Filmproduktion) – eine filmische Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit, an der die Jury besonders „den neuen Zugang zum Leben in der DDR” hervorhebt – einen Grimme-Preis. Über Auszeichnungen können sich Bert Koß (Buch), Dirk Kummer (Buch/Regie) sowie Tilman Döbler und Valentin Wessely stellvertretend für das gesamte Darsteller-Ensemble freuen.

Im Wettbewerb „Information und Kultur” sind drei der fünf ausgezeichneten Filme ARD-Auftragsproduktionen. Ein Grimme-Preise geht an Pia Lenz (Buch/Regie/Kamera) für die Dokumentation „Alles gut – Ankommen in Deutschland” (NDR/SWR, Produktion: Pier 53 Filmproduktion). Der Jury hat besonders gefallen, dass es Pia Lenz gelingt, ihren Protagonisten sensibel und differenziert ganz nah zu kommen”, dabei „konsequent die Perspektive Geflüchteter einzunehmen” und „die Probleme des Ankommens in den Mittelpunkt zu stellen”.

Einen Grimme-Preis für „Sewol – Die gelbe Zeit” (BR, Produktion: Nominal Film, Dreamland Pictures, Hochschule für Film und Fernsehen München) – eine Dokumentation über den Untergang einer südkoreanische Fähre mit 476 Passagieren an Bord im Jahr 2014 – erhalten Minsu Park (Regie/Konzept), Britta Schwem und Gregor Koppenburg (Buch) sowie Christoph Hutterer (Schnitt). Die Jury lobt den „eindringlichen Film, der trotz aller Intensität nie ins Voyeurhafte kippt”.

Für ihre „Besondere journalistische Leistung” bei der Berichterstattung zu den Ereignissen des G20-Gipfels wurden Volker Steinhoff (Redaktionsleitung „Panorma”), Sven Lohmann (Redaktionsleitung Panorama 3) und Dietmar Schiffermüller (Redaktionsleitung „Panorama – die Reporter”) vom NDR stellvertretend für die Redaktionen mit einem Grimme-Preis ausgezeichnet. Die Jury urteilt, dass „allen über Monate hinweg eine investigative Berichterstattung gelungen ist, die vorbildhaft für einen nicht nur informativen, sondern auch ausgewogen urteilsbildenden Journalismus” ist und „eben keine vorgefertigten Meinungen über den Bildschirm verbreitet”.

Im Wettbewerb „Unterhaltung” geht einer von drei der in diesem Jahr vergebenen Grimme-Preise an Maren Kroymann (Darstellung / Autorin) und Sebastian Colley (Headautor) für „Kroymann” (RB, Produktion: Bildundtonfabrik). In der Kabarettsendung „wird Haltung zu Unterhaltung”, begründet die Jury ihre Entscheidung: „Timing, Ton und Themen sitzen. Konzessionen ans Publikum werden keine gemacht, Erwartungen gerne gebrochen.”

Im Wettbewerb „Kinder” können sich Marcus Roth und Tillmann Roth (Buch) sowie Christof Pilsl und Niklas Weise (Regie) über einen Grimme-Preis für ihren Film „5vor12″ (BR, Produktion: TV60Filmproduktion) freuen, in dem fünf jugendliche Straffällige zusammen mit zwei Trainern sechs Wochen auf einer einsamen Hütte in den bayerischen Bergen verbringen. Dier Jury lobt, dass „die Serie ohne einen Anflug von Didaktik, stattdessen mit Betonung der abenteuerhaften Storyline und des Identifikationspotenzials der Hauptfiguren auskommt”.

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